Das Krasnogorski sawod „S. A. Swerew“ (russisch Красногорский завод им. С. А. Зверева, zu deutsch „Krasnogorsker S.A.Swerew-Werk“; früher Krasnogorski mechanitscheski sawod, russ. Красногорский механический завод, zu deutsch „Krasnogorsker Mechanikfabrik“, üblicherweise KMZ abgekürzt) ist eine traditionsreiche russische Maschinenbaufirma in Krasnogorsk bei Moskau, die sich auf die Herstellung optischer Technik spezialisiert hat. Das Unternehmen blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die eng mit der Entwicklung der sowjetischen und russischen Fotoindustrie verbunden ist.
Während der Sowjetzeit erlangte KMZ große Bekanntheit durch die Produktion von Kameras der Reihen Zorki, Zenit und Krasnogorsk. Diese Kameras waren robust, zuverlässig und erschwinglich, was sie bei Amateuren und Profis gleichermaßen beliebt machte. Millionen dieser Kameras wurden produziert und fanden ihren Weg in die Hände von Fotoenthusiasten auf der ganzen Welt. Die Zorki-Reihe, eine Kopie der deutschen Leica II, wurde zum Symbol sowjetischer Kamerafertigung und ist bis heute bei Sammlern begehrt.
Neben Kameras stellte KMZ auch eine breite Palette anderer optischer Geräte her, darunter Objektive, Ferngläser, Zielfernrohre und optische Instrumente für militärische und wissenschaftliche Zwecke. Die Objektive von KMZ, insbesondere die Helios-Reihe, waren für ihre Bildqualität und ihr charakteristisches Bokeh bekannt und wurden oft an Zenit-Kameras adaptiert.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion musste sich KMZ an die neuen wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen. Die Produktion von Kameras wurde zurückgefahren, und das Unternehmen konzentrierte sich stärker auf die Herstellung von optischen Geräten für industrielle und militärische Anwendungen. Dennoch blieb KMZ ein wichtiger Akteur in der russischen Fotoindustrie und produzierte weiterhin Objektive, die von Fotografen weltweit geschätzt wurden.



































