Olympus Analogfilm-Kamera mit AUTO-S 50mm Objektiv im Auto hängend, warme Vintage-Filmfarben, Armaturenbrett und Lenkrad sichtbar

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Einstieg in die analoge Fotografie

Zwölf Tipps für Anfänger

Das Aufkommen von Digitalkameras spaltete die Fotografen. Rückblickend totaler Quatsch. Beide Segmente haben ihre Vor- und Nachteile. Ganz klar dominiert die digitale Fotografie, umso schöner ist es wenn sich Fotografen auf die analoge Fotografie zurückbesinnen. Was für Tipps gibt es für Einsteiger, die mit dem Bilder machen auf Film beginnen möchten?

Strandurlaub mit Menschen auf Sand, ruhiges Meer und ferne Berge, aufgenommen mit Analogfilm in warmen, verblassten Tönen
Bild: Trung Pham Quoc / Unsplash

Günstige Kamera und Film

Die erste Kamera von Kodak wurde in den 1880er Jahren vorgestellt. In den über 140 Jahren wurden unzählige Kameras gebaut. Dieser Fakt kommt uns heute zu Gute. Man kann aus einem weiten Bereich an Kameras schöpfen. So ist es nicht schwer ein passendes Modell für wenig Geld zu finden um in die analoge Fotografie hinein zu schnuppern. Eine Kleinbildkamera findet man oft schon für 1 Euro, manchmal auch geschenkt. Preiswerte Filme für die Kamera gibt es auch.

Natürlich kann man auch mit einer Mittelformatkamera anfangen, aber diese sind meist teurer und auch der Preis pro Bild ist höher als bei Kleinbildfilmen.

Am günstigsten für den Anfang ist sicher eine Einwegkamera. Mit dieser kann man ganz ohne Verpflichtungen erst mal etwas rumspielen.

Frau mit rosa Haaren auf sonnenbeschienenen Felsen am türkisfarbenen Wasser, auf Kontrast Film mit weichem Bokeh und warmen Sommertönen.
Bild: Olivia Snyder / Unsplash

SLR mit Festbrennweite

Ein toller Einstieg in die analoge Fotografie ist eine Spiegelreflexkamera. Gerade in Deutschland ist es sehr einfach ein passendes Modell zu finden, da besonders in der DDR viele robuste Exemplare gebaut. Diese findet man unter den Marken Praktica, Pentacon und zum Teil auch als Porst oder Revue.

Mit einem entsprechenden Exemplar füllt man sich direkt in die Vergangenheit zurückgesetzt. Dazu noch eine Festbrennweite, z.B. ein 50 mm Objektiv, und schon hat man eine wunderbare Kombination zum Fotografien.

Je nach Modell gibt es keinen Belichtungsmesser oder eine Belichtungsautomatik. Blende, Belichtungszeit und Fokus selbst einzustellen kann am Anfang etwas überfordern, aber man hat dadurch die volle Kontrolle und lernt unglaublich viel.

Silberne Film-SLR-Kamera neben Ilford Pan F 50 und Agfa Filmkanistern, entwickelte rötliche Filmstreifen auf einer Holzoberfläche
Bild: Immo Wegmann / Unsplash

Festbrennweite statt Zoom

Wieso kein Zoom? Festbrennweite bieten eine größere Blendenöffnung und bieten eine bessere Qualität für Ihr Geld. Sie sind einfach zu bedienen, besonders wenn man alles manuell macht und man ist fokussierter auf das Motiv. Wenn man doch zoomen muss, geht man einfach einige Schritte näher an sein Motiv heran.

Vintage-Holzverkleidetes Auto auf Landstraße Richtung ferner Berge, auf Analogfilm mit weichen, nostalgischen Reisetönen
Bild: The Joy of Film / Unsplash

Mach dir Notizen

Einer der großen Vorteile von Digitalkameras sind die EXIF-Daten. Jede Einstellung wird in die Datei geschrieben. Diese Komforteigenschaft gibt es in der analogen Fotografie nicht.

Informationen über Blende, Verschlusszeit, Filmempfindlichkeit, Filmmaterial, Entwicklung und Co. sind allerdings sehr wichtig, um mögliche Fehlerquellen auszumachen und zu lernen, da die direkte Kontrolle fehlt. Daher macht es Sinn, gerade bei den ersten Versuchen, alle wichtige Daten zu protokollieren.

Porträt einer Frau in blauem Kleid und Strohhut an einem Baum, weiche Filmfotografie mit natürlichem Licht und Weidenzweigen
Bild: Sabina Tone / Unsplash
Leuchtend rotes Mohnfeld auf ein Landeshaus zu, auf Analogfilm mit warmen Tönen und natürlichem Korn aufgenommen
Bild: The Joy of Film / Unsplash

Schaff dir ein Belichtungsmesser an

Neuere Filmkameras verfügen oft über einen eingebauten Belichtungsmesser, aber bei älteren Modellen fehlt dieser oft oder es gibt keine passenden Batterien mehr dafür. Daher ist es ratsam sich einen externen Belichtungsmesser anzuschaffen. Das kann ein dediziertes Gerät sein oder auch eine App auf dem Smartphone. Nicht nur lässt sich so immer die korrekte Belichtung prüfen, sondern man lernt über die Zeit auch das einschätzen dieser.

Älterer chinesischer Mann in blauer Jacke raucht eine Pfeife auf dem Gehweg, Menschen spielen Billard im Hintergrund nahe einem
Bild: Les Anderson / Unsplash

Belichte auf die Schatten

Filme verhalten sich bei der Belichtung anders als Sensoren. Ein Unterschied ist, dass man in der Regel Filme lieber überbelichten sollte, als unterbelichten.

Mehr über die Belichtung

Mann in rotem Pullover auf Felsen mit Blick auf neblige Berge, aufgenommen auf abgelaufenem Analogfilm mit weichen, verblassten Tönen
Bild: The Joy of Film / Unsplash

Erfreu dich an Filmunfällen

Fotografieren auf Film kann voller Zufälle und Überraschungen sein.

Ein unbeabsichtigtes Light Leak (Licht, das ungewollt auf den Film fällt) oder ein Missgeschick in der Dunkelkammer, können einem langweiligem Bild neues Leben einhauchen. Wenn du Opfer eines solchen glücklichen Unfalls bist, erinnere dich daran woran es lag und versuche es zu replizieren, wenn dir das Ergebnis gefällt.

Küstenort mit weißen Gebäuden und Sandstrand, eingerahmt von Kiefernzweigen, warmer Orange-Lichtleck verleiht Vintage-Filmton
Bild: The Joy of Film / Unsplash

Öffne nie die Kamera, bevor der Film nicht zurückgespult ist

Irgendwann passiert es wahrscheinlich jedem Fotografen, man möchte einen neuen Film in die Kamera legen und stellt erschreckt fest, dass sich noch eine Rolle im Gehäuse befindet.

Um dem ein bisschen vorzubeugen, ist es ratsam, immer ein Zettel oder ein Aufkleber an der Kamera zu befestigen, wenn man einen Film eingelegt hat. Außerdem sollte man bei wichtigen Bildern lieber die Rolle voll schießen, als den Film ewig in der Kamera zu lassen.

Stapel aus 35mm Kodak und Fujicolor Filmkanistern für Analogfotografie-Anfänger bei der Wahl ihrer ersten Filmrolle
Bild: Andrey Konstantinov / Unsplash

Probiere verschiedenes Filmmaterial aus

Es gibt zum Glück auch heute noch ein breites Angebot an verschiedenen Filmen. Unterschiedliche Farben, Schwarz und Weiß, Körnung, Kontraste usw. Um deinen Favoriten zu finden, ist das einfachste so viele wie möglich auszuprobieren.

Einsame Figur unter weißen Kuppeln und goldverzierten Bögen einer großen Moschee, aufgenommen mit Fujifilm Pro 400H auf Hasselblad 500C/M
Fuji Pro 400H – Bild: Dan Freeman on Unsplash
Kurvenreiche Straße durch sonnendurchfluteten Wald mit grünem und goldenem Laub, aufgenommen mit Kodak Portra 160 auf Hasselblad-Kamera
Portra 160 – Bild: Dan Freeman on Unsplash

Schmeiß abgelaufene Filme nicht weg

Keiner würde eine vier Jahre abgelaufene Milch trinken. Das Mindesthaltbarkeitsdatum von Filmen dagegen muss man nicht zu ernst nehmen. Ganz im Gegenteil, abgelaufenes Filmmaterial kann zum Teil tolle Bilder erschaffen. Trotzdem sollte man zum Teil vorsichtig sein, besonders wenn der Film schon wirklich sehr alt ist.

Vintage Bushaltestelle mit Menschen in 1950er-Kleidung, aufgenommen mit Retro-Filmkamera mit warmen Kodachrome-Tönen und natürlichem Korn
Bild: Les Anderson / Unsplash
Zwei Frauen im Vintage-Stil sitzen an einem Außentisch mit Glasflaschen, festgehalten in warmer Analogfilm-Fotografie mit satten Retro-Tönen
Bild: Les Anderson / Unsplash

Entwickle Filme selbst

Entwickelt man seine Filme selbst ist dies oft günstiger und man hat die volle Kontrolle über den Prozess. Allzu schwer ist der Prozess in der Regel nicht. Für die Entwicklung von Schwarzweißfilmen benötigt man einen Entwicklungstank, ein Messbecher, ein Thermometer sowie Entwickler, Fixierer und Wasser. Der Aufwand lohnt sich spätestens, wenn man den Filmstreifen aufhängt und seine Bilder sieht.

Doppelbelichtung auf Analogfilm: lächelnde Frau mit Brille und Kristallkette, warme Töne, Holzwand und weißer Vorhang
Bild: The Joy of Film / Unsplash
Polaroid Schwarz-Weiß-Porträt einer tätowierte Frau in einem Graphic-Shirt, die auf sich selbst zeigt, warme Vintage-Studiotöne.
Bild: The Joy of Film / Unsplash

Spaß haben

Fotografie kann sehr kompliziert sein, besonders wenn man ein bestimmtes Bild im Kopf hat, dass man erschaffen möchte. Besonders bei der analogen Fotografie gibt es viele Parameter an die man denken muss. Trotzdem gibt es immer Raum zum experimentieren und ausprobieren. Einfach mal machen und Spaß haben. Das ist wohl der wichtigste Tipp.

Einstieg in die Sofortbildfotografie

LIGHT 25 FILMPHOTOGRAPHY VALUE LIGHT 1600 DIN/ASA EXPOSURE CALIBRATION
Kameras und Filme für die analoge Fotografie