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Agfa Karat 4.5

  • Marke: Agfa
  • Name: Agfa Karat 4.5
  • Serie: Agfa Karat Baureihe
  • Vorgänger: Agfa Karat 6.3
  • Nachfolger: Agfa Karat 3.5
  • Art: Sucherkamera
  • Filmtyp: 35mm / Kleinbild
  • Brennweite: 55 mm
  • Maximale Blende: f/4.5
  • Fokus: Manuell
  • Belichtungszeiten: 1/125 s bis 1/25 S, Bulb
  • Erscheinungsdatum: 1938
  • Alter: Bis zu 88 Jahre

Die Agfa Karat 4.5 ist eine Sucherkamera. Sie wurde von 1938 bis 1941 in Deutschland hergestellt. Sie ist die Vorgängerin der Agfa Karat 3.5 und war die Nachfolgerin der Agfa Karat 6.3. Sie ist somit Teil der Agfa Karat Baureihe. Der Unterschied zu den anderen Modellen ist vor allem das Objektiv, aber auch die silber-metallenen Ober- und Unterplatte des Gehäuses.

Dieses Kameramodell hat ein Objektiv, das nicht auswechselbar ist. Die Bezeichnung “Agfa Oppar” schmückt das Objektiv. Die Linse hat eine Brennweite von 55 mm. Eine manuelle Einstellung des Fokus ist bei der analogen Kamera erforderlich, da keine Autofokus-Funktion integriert ist. Der optimale Abstand zum Motiv liegt bei 100 cm.

Die Belichtung muss extern gemessen werden. Einen Belichtungsmesser hat die 35mm-Fotokamera nicht. Bei der Blende hat man die Wahl von Werten zwischen f/4.5 und f/32. Der Pronto Verschluss bietet die Zeiten: 1/25 s, 1/50 s, 1/100 s und 1/125 s. Zudem gibt es einen Bulb-Modus für Aufnahmen mit langer Belichtungsdauer an.

Die Kamera ist mechanisch und kann ohne Batterien Fotos machen. Gefertigt ist sie aus Metall. Die Besonderheit dieser Kameraserie ist die Scherenmechanik. Ihre Scherenmechanik ermöglichte es, dass die Objektivplatte direkt aus dem Gehäuse herausgeschnellt ist, anstatt sich auszuklappen. Diese Eigenschaft, in Verbindung mit einem integrierten Balgen, sorgte für eine stabile und dennoch kompakte Bauweise.

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Filme für die Agfa Karat 4.5

Die Agfa Karat 4.5 ist auf spezielle Agfa Karat Filmkassetten ausgelegt. Dieser Filmtyp wurde später als Agfa Rapid Film vermarktet.

Es handelt sich von der Größe um normalen Kleinbildfilm, allerdings ist die Funktionsweise etwas anders. Das Filmmaterial findet sich in einer Filmkassette auf der einen Seite der Kamera. Auf der anderen liegt eine identische Kassette allerdings leer. Mit jeder Aufnahme wird das Filmmaterial nun von der einen Kassette in die andere Kassette transportiert.

Eine Kassette fasst Filmmaterial für 12 Bilder. Entsprechend geht der Filmzähler auf nur bis 12.

Heute werden diese Filmkassetten nicht mehr produziert. Es wird allerdings noch Kleinbildfilm hergestellt. Hat man nun zwei dieser Filmkassetten kann man sie mit dem normalen Kleinbildfilm befüllen und die Agfa Karat somit weiter nutzen.

Wichtig dabei, dass man den Film natürlich in kompletter Dunkelheit in die Kassette spult. Außerdem sollte man den Film vor der Entwicklung, entweder in die normale Kleinbildpatrone zurückspult oder den Film selbst entwickelt. Grund dafür ist, dass man im Regelfall die Kassette nach der Entwicklung vom Fotolabor nicht zurückbekommt.

Mögliches Filmmaterial wären der Kodak Ultramax 400 (Amazon*) für Farbbilder, während für S/W-Aufnahmen Kodak T-Max 400 (Amazon*) empfohlen wird.

Wert der Kamera

Der Neupreis lag damals bei 49 Reichsmark. Das entspricht heute wahrscheinlich 260 Euro. Der Wert liegt natürlich heute deutlich darunter.

Man findet sie heute nur noch gebraucht. Der Gebrauchtpreis eines Exemplars hängt vom Zustand und der Funktionsfähigkeit ab. In der Regel zahlt man für ein Exemplar der Agfa Karat um die 30-50 Euro.

Technische Daten

Technische Spezifikationen der Kamera
EigenschaftSpezifikation
KameratypSucherkamera
Filmformat35mm / Kleinbild
FilmtransportManuell
Film-TransportmechanismusDrehknopf
Bildformat24 mm x 36 mm
ObjektivbezeichnungAgfa Oppar
Brennweite55 mm
Größte Blendenöffnungf/4.5
Naheinstellgrenze100 cm / 3.28 ft
FokusManuell
Objektivaufbau4 Elemente
Verschlusszeiten1/125 Sekunde bis 1/25 S, Bulb
Bulb-ModusJa
DatumseinbelichtungNein
Doppel- und/oder MehrfachbelichtungsfunktionNein
Eingebauter BlitzNein
StativgewindeJa
SelbstauslöserJa
Anschluss für KameragurtNein
StromversorgungNicht notwendig
Firmenname der MarkeAgfa Camerawerk München
ProduktionslandDeutschland
Produktionsende1941
Produktionszeitraum3 Jahre
Geschätzter Wert / Gebrauchtpreis41,25 Euro
i
Schätzung basierend auf Gebrauchtpreisen von 4 Angeboten (ggf. mit unterschiedlichem Lieferumfang und/oder Zustand). Stand 15.6.2026
Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 202363,80 Euro
Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 202466,95 Euro
Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 202542,83 Euro

Häufige Fragen zur Agfa Karat 4.5

Was für eine Kamera ist die Agfa Karat 4.5, und welches ist ihr besonderes Merkmal?

Es ist eine Sucherkamera, die für ihren einzigartigen Balgen und Scherenmechanismus bekannt ist, der es ermöglicht, dass das Objektiv schnell aus dem Gehäuse herausfährt, anstatt sich auszuklappen.

Besitzt diese Kamera eine Autofokusfunktion, und wie wird der Fokus eingestellt?

Nein, es ist eine Kamera mit manueller Fokussierung. Der Fokus wird manuell eingestellt; die optimale Aufnahmeentfernung beträgt ca. 100 cm.

Welche Art von Film verwendet diese klassische Kamera, und wie viele Aufnahmen fasst jede Kassette?

Sie verwendet spezielle Agfa Karat Filmkassetten (später Agfa Rapid Film), die jeweils 12 Aufnahmen fassen. Moderner 35mm-Film kann zum Nachfüllen verwendet werden.

Welchen Verschlusszeiten- und Blendenbereich bietet die Agfa Karat 4.5?

Der Pronto-Verschluss bietet Geschwindigkeiten von 1/25 s, 1/50 s, 1/100 s, 1/125 s und eine Bulb-Einstellung. Die Blende ist zwischen f/4.5 und f/32 einstellbar.

Wie wird die Belichtung bei diesem analogen Gerät gemessen, und was ist die Stromquelle?

Die Belichtung muss extern gemessen werden, da kein eingebauter Belichtungsmesser vorhanden ist. Es ist eine mechanische Kamera, d. h., sie funktioniert ohne Batterien.

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