Die Agfa Clack ist eine Mittelformatkamera. Eingeführt wurde sie in den 50er Jahren und gebaut wurde sie bis in die 60er. Sie gilt als letzte Boxkamera von Agfa.
Der Neupreis für die Clack lag damals bei 19,50 D-Mark. Sie war ein großer Erfolg und wurde über eine Millionen mal verkauft. Heute bekommt man sie recht einfach für ein paar Euro. Der Name kommt natürlich vom Auslösegeräusch.
Die Kamera ist in ein schwarzes Lederimitat in Schlangenoptik gehüllt. An der Seite befindet sich ein ausziehbarer Griff, der das halten der Kamera deutlich erleichtert.
Die in München gebaute Boxkamera ist recht simpel aufgebaut. In ihr ist eine Meniskuslinse, die Brennweite ist fest auf 95 mm eingestellt. Die größte Blende ist f/11. Frühe Clacks hatten auch eine f/16 Blende, diese wurde allerdings später durch einen Gelbfilter ersetzt. Für Nahaufnahmen kann eine Nahlinse eingeschwenkt werden. Mit dem eingebauten Sucher kann das Motiv anvisiert werden.
Die Clack verfügt über zwei Belichtungszeiten, eine für normale Aufnahmen (1/30 Sekunden) und einen Bulb-Modus für Langzeitaufnahmen. Für Aufnahmen bei Nacht oder schlechten Lichtverhältnissen hat sie außerdem einen Anschluss für ein Stativ und einen Kabelauslöser.
Einen Blitzanschluss hat die Clack auch, allerdings nur für den Agfa Clibo Blitzer und Agfa Clack Blitzer. Einen Objektivdeckel gibt es für sie nicht, das Objektiv kann allerdings mit der passenden Tasche geschützt werden.
Filme für die Agfa Clack
Ohne Fotofilme läuft bei der Agfa Clack nichts. Genauer braucht die Kamera Mittelformatfilme. Diese Art von Filmen werden noch von einigen Hersteller produziert. Ein möglicher Film für Farbaufnahmen ist der Lomography Color Negative 100 120 (Amazon*). Eine Möglichkeit für S/W-Bilder ist der Ilford FP4 Plus (Amazon*).
Die Kamera belichtet Bilder im 6×9 Format. So passen auf einen Film nur 8 Bilder.
Beispielfotos
Alle Beispielfotos wurde mit dem Shanghai GP3 100 gemacht und entwickelt in XTOL (1+3) für 16 Minuten bei 20 Grad entwickelt.
Technische Daten
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Kameratyp | Boxkamera |
| Filmformat | 120 / Mittelformat |
| Filmtransport | Manuell |
| Bildformat | 60 mm x 90 mm |
| Brennweite | 95 mm |
| Größte Blendenöffnung | f/11 |
| Naheinstellgrenze | 100 cm / 3.28 ft |
| Fokus | Manuell |
| Fokusart | Zonenfokus |
| Fokuszonen | 1 m bis 3m, 3m bis Unendlich |
| Verschlusszeiten | 1/30 Sekunde, Bulb |
| Bulb-Modus | Ja |
| Datumseinbelichtung | Nein |
| Eingebauter Blitz | Nein |
| Blitzanschluss | Anschluss für Agfa Clibo Blitzer und Agfa Clack Blitzer |
| Stativgewinde | Ja |
| Kabelauslösergewinde | Ja |
| Selbstauslöser | Nein |
| Stromversorgung | Nicht notwendig |
| Geschätzter Wert / Gebrauchtpreis | 32,67 Euro Schätzung basierend auf Gebrauchtpreisen von 49 Angeboten (ggf. mit unterschiedlichem Lieferumfang und/oder Zustand). Stand 15.6.2026 |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2023 | 40,28 Euro |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2024 | 52,56 Euro |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2025 | 33,35 Euro |
Häufige Fragen zur Agfa Clack
Was hat diese Agfa-Kamera neu gekostet?
Die Agfa Clack kostete ursprünglich 19,50 Deutsche Mark. In Anbetracht ihrer Popularität und Langlebigkeit war sie für ihre Zeit recht erschwinglich.
Welche Art von Film verwendet die Kamera?
Sie verwendet 120er Film, ein Mittelformatfilm. Das bedeutet, dass jede Rolle weniger Bilder als 35mm Film enthält, aber diese Bilder sind größer.
Kann ich mit dieser alten Kamera Nachtaufnahmen machen?
Ja, sie hat eine Bulb-Einstellung für Langzeitbelichtungen, die Nachtaufnahmen ermöglicht. Sie hat außerdem Anschlüsse für ein Stativ und einen Kabelauslöser für bessere Stabilität bei schlechten Lichtverhältnissen.
Was ist besonders an dem Objektiv dieser Boxkamera?
Sie hat ein festes 95mm Meniskusobjektiv. Obwohl einfach, ist es für den speziellen Zweck dieser Kamera konzipiert. Es gibt auch eine Nahlinse, die Sie für Makroaufnahmen verwenden können.
Wie viele Bilder kann ich mit einer Filmrolle aufnehmen?
Die Agfa Clack macht 6x9cm Bilder. Daher können Sie nur acht Bilder pro Rolle 120er Film aufnehmen.


