Die Zorki 4 ist eine Messsucherkamera. Sie wurde von KMZ (Krasnogorskij Mekhanicheskij Zavod Imeni S.A. Zvereva) zwischen 1956 und 1973 gebaut.
In diesen 18 Jahren wurde die Zorki 4 über 1,7 Millionen mal gebaut, was sie zum erfolgreichsten Modell der Baureihe macht. Diese Zahl teilt sich auf ca. 1 Millionen von der Zorki 4a und 700.000 von der Zorki 4b auf. Der Unterschied liegt wohl in der Herstellungsqualität.
Die Zorki 4 ist mit einem M39-Gewinde ausgestattet. In den meisten Fällen kam sie mit einem Industar 50-2 3,5/50 oder einem Jupiter-8 2/50 Objektiv. Die Belichtungszeiten gehen von 1 Sekunde bis 1/100 Sekunde. Dazu gibt es noch eine Einstellung von 1/30 Sekunde für Aufnahmen mit einem an die Synchronbuchse angeschlossen Blitz.
Die Zorki 4 funktioniert komplett manuell ohne Batterien. Einen Belichtungsmesser gibt es nicht, Blende und Belichtungszeit müssen vom Fotografen gewählt werden.
Für das manuelle Fokussieren hat die Zorki 4 einen eingebauten Messsucher. Für scharfe Bilder müssen die zwei Bilder im Sucher übereinander gelegt werden.
Filme für die Zorki 4
Die Zorki 4 ist laut Bedienungsanleitung für Kleinbildfilme ausgelegt. Diese Filme werden noch hergestellt und können bei fast jedem Anbieter von Entwicklungsarbeiten angegeben werden.
Mögliche Filme für die Messucherkamera sind der Kodak Ultramax 400 (Amazon*) für Farbaufnahmen und der Ilford XP2 Super (Amazon*) für S/W-Fotos. Beide Filme werden im C-41-Entwicklungsprozess verarbeitet.
Zorki 4K
Die von 1972 bis 1978 produzierte Zorki 4K ist identisch mit der Zorki 4. Sie verfügt aber über einen Hebel zum Transportieren des Films.
MIR
Die Mir, was russisch für Welt oder Frieden ist, war eine günstigere Version der Zorki 4 für den Heimatmarkt. Bei ihr wurde auf die langsamen Belichtungszeiten verzichtet. Die Mir/Мир bietet nur 1/30 s, 1/60 s, 1/125 s, 1/250 s, 1/500 s und Bulb.
Technische Daten
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Kameratyp | Messsucherkamera |
| Filmformat | 35mm / Kleinbild |
| Filmtransport | Manuell |
| Bildformat | 24 mm x 36 mm |
| Fokus | Manuell |
| Messsucher | Ja |
| Verschlusszeiten | 1/1000 Sekunde, 1/500 Sekunde, 1/250 Sekunde, 1/125 Sekunde, 1/60 Sekunde, 1/30 Sekunde, Bulb |
| Bulb-Modus | Ja |
| Datumseinbelichtung | Nein |
| Eingebauter Blitz | Nein |
| Blitzanschluss | PC-Flash-Anschluss |
| Stativgewinde | Ja |
| Kabelauslösergewinde | Ja |
| Stromversorgung | Nicht notwendig |
| Produktionsland | Sowjetunion |
| Produktionsende | 1973 |
| Produktionszeitraum | 17 Jahre |
| Geschätzter Wert / Gebrauchtpreis | 111,54 Euro Schätzung basierend auf Gebrauchtpreisen von 45 Angeboten (ggf. mit unterschiedlichem Lieferumfang und/oder Zustand). Stand 15.6.2026 |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2023 | 101,69 Euro |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2024 | 107,75 Euro |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2025 | 109,52 Euro |
Häufige Fragen zur Zorki 4
Welche Art von Film verwendet diese Sucherkamera?
Die Zorki 4 verwendet Standard-35mm-Film. Diese sind immer noch leicht bei den meisten Filmentwicklern erhältlich. Sowohl Farb- als auch Schwarzweißfilme sind kompatibel.
Wie fokussiere ich die Kamera?
Die Zorki 4 hat einen eingebauten Entfernungsmesser. Zum Fokussieren müssen Sie die beiden Bilder im Sucher übereinanderlegen, bis sie perfekt ausgerichtet sind.
Benötigt die Zorki 4 Batterien?
Nein, die Zorki 4 ist komplett mechanisch und benötigt keine Batterien. Alle Einstellungen sind manuell.
Welchen Verschlusszeitenbereich hat sie?
Die Verschlusszeiten reichen von 1 Sekunde bis 1/100 Sekunde. Es gibt auch eine Einstellung von 1/30 Sekunde für Blitzaufnahmen.
Welche Objektive werden häufig mit dieser russischen Kamera verwendet?
Die Zorki 4 wurde normalerweise entweder mit einem Industar 50-2 3,5/50 oder einem Jupiter-8 2/50 Objektiv geliefert. Sie verwendet ein M39-Schraubgewinde.

