Das Viltrox AF 75mm f/1.8 EVO ist eine Festbrennweite des chinesischen Herstellers Viltrox und gehört zur EVO-Serie. Gefertigt wird das Objektiv in China. Es richtet sich an Fotografinnen und Fotografen, die für ihre spiegellose APS-C-Kamera eine handliche Telebrennweite mit guter Lichtstärke suchen, ohne dafür gleich ein kleines Vermögen ausgeben zu müssen. Es wurde im Sommer des Jahres 2026 vorgestellt.
Mit seiner Konstruktion schließt das Modell eine beliebte Lücke im Porträtbereich. Anstatt wie ein schwerer Glasbaustein an der Kamera zu hängen, zeigt es, dass eine solide Blendenöffnung und ein geringes Gesamtgewicht friedlich in derselben Fototasche koexistieren können.
Die Brennweite von 75 Millimetern entspricht an APS-C-Sensoren einem Bildwinkel von etwa 112 Millimetern im Kleinbildformat. Damit bewegt sich das Objektiv in einem sehr angenehmen Bereich zwischen den bekannten 85-Millimeter- und 135-Millimeter-Klassikern.
Diese Brennweite sorgt für eine vorteilhafte optische Bildverdichtung, die Gesichtern natürliche Proportionen verleiht. In Kombination mit der großen Blendenöffnung lässt sich das Hauptmotiv sauber vom Hintergrund isolieren, sodass unruhige Kulissen in weicher Unschärfe versinken und der Blick der Betrachtenden nicht abgelenkt wird.
Abseits der klassischen Porträtfotografie eignet sich diese Brennweite ebenso für Detailaufnahmen oder die Straßenfotografie. Durch den leichten Telecharakter lässt sich etwas mehr Abstand zum Geschehen wahren, was besonders dann praktisch ist, wenn man nicht direkt vor der Nase der fotografierten Personen stehen möchte.
Die Lichtstärke beginnt bei einer größten Blendenöffnung von f/1.8 und bietet verlässliche Reserven bei schwächerem Umgebungslicht. Für Aufnahmen mit größerer Tiefenschärfe lässt sich die Blende bis auf einen Wert von f/16 schließen. Die gewünschte Blendenstufe kann wahlweise über die Kamera oder direkt über den Blendenring am Objektiv gewählt werden.
Im Inneren arbeiten elf optische Linsen, die in neun Gruppen aufgeteilt sind. Darunter befinden sich Linsen mit geringer Dispersion sowie Gläser mit hohem Brechungsindex, die Farbsäume und Abbildungsfehler reduzieren, um eine saubere Bildschärfe über das gesamte Bildfeld zu gewährleisten.
Der Mindestabstand zum Motiv liegt bei einer Naheinstellgrenze von 74 Zentimetern. Für winzige Insekten reicht das zwar noch nicht, ermöglicht aber formatfüllende Kopfporträts und das Festhalten feiner Details, ohne dass man zu weit zurückweichen muss.

Mit einem Gewicht von knapp 335 Gramm bleibt das Viltrox AF 75mm f/1.8 EVO erfreulich leicht. An kompakten Kameragehäusen entsteht kein lästiges Übergewicht nach vorne, wodurch die Ausrüstung auch bei längeren Fototouren angenehm und ermüdungsfrei in der Hand liegt.
An der Vorderseite steht ein Filtergewinde mit einem Durchmesser von 58 Millimetern zur Verfügung. Da es sich hierbei um eine weit verbreitete Standardgröße handelt, bleibt die Anschaffung von Polarisations-, ND- oder Schutzfiltern überschaubar und schont das Zubehörbudget.
Um verschiedene Kamerasysteme zu bedienen, bietet der Hersteller das Objektiv für drei spiegellose Bajonette an. Verfügbar ist das Modell für den Fujifilm X Anschluss, den Nikon Z Anschluss sowie den Sony E Anschluss.
Ein leiser Schrittmotor sorgt für einen flotten Autofokus, der statische wie bewegte Motive gleichermaßen erfasst. Für das präzise Einstellen von Hand ist zudem ein griffiger Fokusring verbaut, und ein integrierter USB-C-Anschluss am Bajonett ermöglicht spätere Aktualisierungen der Firmware.
Beispielbilder
Die Bilder wurde mit der Fujifilm X-E5 gemacht. Weitere Beispielbilder gibt es in dem ausführlichen Testbericht.



















