Der Markt für smarte Monitore entwickelt sich stetig weiter und bringt in regelmäßigen Abständen neue Konzepte in unsere Wohnzimmer und Arbeitsräume. Eines dieser Konzepte ist der Apolosign 32 Zoll Smart Portable TV in der 4K-Variante, ein beweglicher Bildschirm auf Rollen, der die Grenzen zwischen herkömmlichem Fernseher und riesigem Tablet fließend verschwimmen lässt.
Ich erinnere mich an frühe Versuche von großen Tablets. Sei es in Filmen oder dann auch in Büros der großen Techkonzerne. Damals natürlich noch sehr eingeschränkt in den Funktionen und vor allem deutlich außerhalb des Budgets einer Privatperson, gibt es heute funktionsreiche Modelle zu Preisen in einem guten Rahmen.
Hier also ein erster Eindruck zum 32″ Smart Portable TV von Apolosign.
Apolosign
Wer sich auf dem weiten Markt der Unterhaltungselektronik umsieht, trifft unweigerlich auf viele fest etablierte Namen großer Konzerne. Apolosign gehört hierzulande vielleicht noch nicht zu den allgegenwärtigen Marken, doch das Unternehmen hat sich seit der Gründung im Jahr 2008 fokussiert weiterentwickelt.
Ursprünglich positionierte sich der Hersteller als Produzent für digitale Bilderrahmen und Familienkalender im Direktvertrieb. Die zentrale Idee dahinter war anscheinend schon immer, Technologie nahtlos in den alltäglichen Wohnraum zu integrieren, ohne den Nutzer mit komplizierten Schnittstellen oder klobigem Design zu belasten.
Größe & Gewicht
Der Apolosign Smart Portable TV ist ein massives Stück Technik, was sich sehr direkt in den physischen Dimensionen und der Materialwahl widerspiegelt. Der Bildschirm selbst misst in der Diagonale stolze zweiunddreißig Zoll, was einer großzügigen Arbeitsfläche und Betrachtungsfläche entspricht.
Das gesamte Konstrukt mitsamt dem rollbaren Standfuß bringt ein beträchtliches Gewicht von über zwanzig Kilogramm auf die Waage. Dieses recht hohe Gewicht resultiert vor allem aus dem schweren Fuß, der zwingend notwendig ist, um dem großen Monitor in jeder erdenklichen Position die nötige Stabilität zu verleihen.
Die Abmessungen in der vollen Montur fordern ihren Platz im Raum, wirken durch die helle Farbgebung aber nicht erdrückend. Das Gerät kann in der Höhe verstellt werden. Für meine Größe von 1,90 m könnte es noch etwas höher sein.
Trotz des hohen Gewichts lässt sich der Monitor durch die fünf im Sockel verbauten Rollen erstaunlich leichtgängig über flache Böden bewegen. Auf glattem Parkett erfordert es kaum Kraftaufwand, das Display von einer Ecke des Raumes in die andere zu schieben, während auf Teppichboden ein klein wenig mehr Zug nötig ist.
Die massive Bauweise des Fußes gibt dem Ganzen eine angenehme Standfestigkeit, sodass man keine Sorge haben muss, dass der Bildschirm bei einer leichten Berührung direkt ins Wanken gerät. Gerade wenn man interaktiv mit dem Touchscreen arbeitet oder den Neigungswinkel verändert, ist diese Stabilität ein entscheidender Faktor für ein sicheres Nutzungsgefühl. Trotzdem wäre eine Bremse oder Fixierung in manchen Situationen von Vorteil.
Technische Daten
Unter der Haube bietet die 4K-Variante des Apolosign zweiunddreißig Zoll Monitors eine solide Ausstattung, die auf aktuelle multimediale Anforderungen zugeschnitten ist. Das Display ist matt und dadurch weniger anfällig für Spiegelungen.
Das Herzstück ist das verbaute Panel mit einer Ultra-HD-Auflösung von 3840 mal 2160 Pixeln. Diese hohe Pixeldichte sorgt auf der Fläche von zweiunddreißig Zoll für ein klares und detailreiches Bild, was besonders bei der Betrachtung von feinen Texturen in Fotografien positiv auffällt.
Für die Rechenleistung sorgt ein System, das auf 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 265 Gigabyte internem Speicherplatz zurückgreifen kann. Diese Kapazität ist ausreichend dimensioniert, um lokale Medien flüssig abzuspielen und verschiedene Applikationen im Hintergrund offenzuhalten.
Als Betriebssystem kommt ein aktuelles Android-System zum Einsatz, das dank einer offiziellen Zertifizierung den vollen Zugriff auf den Google Play Store erlaubt. Ein besonderes Merkmal ist der integrierte Akku mit einer Kapazität von 15000 Milliamperestunden. Laut Herstellerangaben ermöglicht dieser einen kabellosen Betrieb von bis zu acht Stunden, was den Monitor unabhängig von Wandsteckdosen macht.
Für die Kommunikation nach außen sind WLAN, Bluetooth sowie physische Anschlüsse für HDMI und USB (2x USB-A und 1x USB-C) vorhanden. Eine mitgelieferte Kamera kann an einen der USB-Anschlüsse angeschlossen werden.
Die Kamera kann an einer der zwei Positionen an der Rückwand befestigt werden. Die Bildqualität der 8-Megapixel-Kamera ist ausreichend, würde ich mal sagen. Für einen schnellen Videocall passt sie schon. Möchte man sie etwa als Kamera für eine Fotobooth-App nutzen, würde ich mir noch ein anderes Modell besorgen.
Aufbau
Der Aufbau gestaltet sich logisch und gut strukturiert, auch wenn man aufgrund des erwähnten Gewichts an manchen Stellen bedacht agieren muss. Alle Komponenten sind sicher in dicken Polstern verpackt und übersichtlich angeordnet. Im Grunde besteht die gesamte Montage aus dem Zusammenfügen des schweren Rollfußes, der höhenverstellbaren Metallstange und der eigentlichen Bildschirmeinheit.
Die mitgelieferte Anleitung führt verständlich und mit klaren Skizzen durch die einzelnen Schritte. Das benötigte Werkzeug und sämtliche Schrauben sind erfreulicherweise direkt im Lieferumfang enthalten.
Zuerst wird die Stange fest mit dem Sockel verschraubt, woraufhin eine Blende die metallischen Schrauben verdeckt und für eine saubere Optik sorgt.
Der kritischste Moment des Aufbaus ist das Einhängen und Fixieren des Bildschirms an der Halterung. Hier empfiehlt es sich stark, den Monitor flach auf einer weichen Unterlage liegen zu lassen oder eine zweite Person zur Hilfe zu holen.
Sobald der Monitor in der Halterung sitzt, müssen nur noch wenige Verbindungen endgültig festgezogen werden. Insgesamt nahm der Aufbau bei mir knapp fünfzehn bis zwanzig Minuten in Anspruch.
Die Verarbeitungsqualität macht dabei durchgehend einen ordentlichen Eindruck. Die verwendeten Kunststoffe und Metalle wirken solide und die Spaltmaße sind gleichmäßig gearbeitet. Nach dem Zusammenbau steht ein formschönes Gerät im Raum, das durch sein klares Design fast wie ein modernes Möbelstück wirkt und sich gut in eine helle Umgebung einfügt.
Einrichtung
Nach dem ersten Einschalten wird man von einem vertrauten und übersichtlichen Android-Setup begrüßt. Wer bereits ein Smartphone oder Tablet mit diesem Betriebssystem nutzt, wird sich sofort heimisch fühlen und sich intuitiv zurechtfinden. Der Einrichtungsprozess führt routiniert durch die Verbindung mit dem lokalen WLAN-Netzwerk und die Anmeldung mit einem bestehenden Google-Konto.
Die Eingabe der Passwörter und Kontodaten erfolgt dabei direkt über die eingeblendete Bildschirmtastatur. Bei der Texteingabe, abgesehen von Passwörtern, bevorzuge ich klar die Spracheingabe oder eine externe Tastatur.
Die digitale Tastatur ist okay, um Welten besser als manch ein Fernseher, bei dem man mit der Fernbedienung die Felder auswählen muss, aber durch die großen Abstände zieht es sich schon etwas bei längeren Sätzen. Die Spracheingabe ist zum Glück in Android sehr gut integriert und auch relativ präzise.
Nach wenigen Minuten ist die Grundeinrichtung abgeschlossen und der Homebildschirm erscheint. Von hier aus lassen sich über den Play Store alle gewünschten Applikationen herunterladen. Einige Apps sind hier schon vorinstalliert.
Funktionsübersicht
Die Möglichkeiten, die dieser rollbare Monitor im Alltag bietet, sind überaus vielfältig und laden zum Ausprobieren ein. In erster Linie funktioniert er als autarkes Tablet im Großformat. Man kann visuelle Inhalte über alle bekannten Plattformen abspielen, im Internet surfen, Texte lesen oder Musik hören. Die integrierten Lautsprecher liefern eine ausreichende Lautstärke für den alltäglichen Gebrauch im Wohnraum.
Eine spannende Funktion ist die mechanische Möglichkeit, den Bildschirm um neunzig Grad zu drehen, um Inhalte im Hochformat zu betrachten. Das Betriebssystem erkennt dies und passt sich der Drehung automatisch an.
Der Hersteller hat zudem eine spezielle Kalendersoftware integriert, die Termine und Aufgaben synchronisiert und optisch ansprechend darstellt. Wenn das Gerät nicht aktiv genutzt wird, kann es als digitaler Bilderrahmen fungieren und eigene Fotografien anzeigen.
Der verbaute Akku ist das zentrale Element des Konzepts, da er das lästige Kabelmanagement überflüssig macht, solange man sich auf die interne Stromversorgung verlässt. Das Ladekabel erinnert etwas an ein altes Laptopkabel. Anders als heutige Smartphones und Tablets kann das Gerät von Apolosign nicht über USB-C geladen werden.
Die Bedienung erfolgt dabei primär über Gesten auf dem Bildschirm. Der Touchscreen ist responsiv, auch in den Ecken. Lässt sich gut mit der Fernbedienung nutzen. Hier wäre noch ein Halter am Standfuß oder auf der Rückseite praktisch, damit man die Fernbedienung nicht verlegt.
Erster Eindruck in der Praxis
Im täglichen Gebrauch offenbart das Gerät viele Stärken, aber auch kleine Eigenheiten in der Bedienung. Das Bild der 4K-Variante ist scharf, die Farben wirken auf mich natürlich und der Kontrast ist angenehm ausgewogen.
Das verbaute Panel reduziert störende Reflexionen von Fenstern oder künstlichen Lichtquellen in einem gewissen Rahmen. Es macht große Freude, sich mit dem Bildschirm in eine gemütliche Ecke des Studios zurückzuziehen, um in Ruhe Referenzmaterial zu sichten oder ein langes Video zu schauen.
Die kabellose Freiheit ist dabei ein beachtlicher Komfortgewinn, den man schnell zu schätzen lernt. Man schiebt das Gerät einfach dorthin, wo man es gerade benötigt, ohne nach einer freien Steckdose suchen zu müssen.
Die Reaktionszeit bei direkten Eingaben auf dem Glas ist angemessen kurz. Allerdings gibt es auch kleine Hürden in der Navigation der Oberfläche. Manchmal erkennt er das von unten nach oben ziehen zum Schließen der App nicht. Gerade, wenn sich dort etwas befindet, wie die Videoleiste. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich virtuelle Knöpfe einblenden zu lassen, dies hat natürlich den Nachteil, dass man einen Teil des Bildes verliert.
Der Touchscreen unterstützt leider kein Touch-to-Wake-Up. Heißt, man muss entweder den Knopf auf der Rückseite drücken (der sich unter den Lautstärketasten befindet) oder man nutzt die Fernbedienung. Hier wäre etwa noch ein unsichtbarer Knopf auf der Vorderseite ganz nett, weil es mir persönlich manchmal schwer fällt, den Knopf auf der Rückseite zu finden. Das kann natürlich auch nur am Anfang so sein, bis man sich etwas daran gewöhnt hat.
Dennoch überwiegt der positive Eindruck deutlich. Die Flexibilität, den Bildschirm stufenlos in der Neigung anzupassen und ihn bei Bedarf ins Hochformat zu drehen, eröffnet neue Betrachtungsweisen für visuelle Inhalte. Die Akkuleistung hat in meinen ersten Testtagen locker für ausgedehnte Sitzungen ausgereicht, ohne dass ich ständig auf den Ladestand der Batterie achten musste.
Der große Vorteil des Apolosign 32″ Smart Portable TV gegenüber eines normalen Fernsehers oder Bildschirms ist Android. Du kannst theoretisch alle Apps für das Betriebssystem nutzen, auch wenn nicht alle Apps für die Größe des Bildschirms ausgelegt sind. So ist man nicht davon abhängig, dass etwa die Möglichkeit des Streamens von Inhalten auf den Fernseher besteht oder allgemein die Abhängigkeit von einem Smartphone.
Teaser: Nutzung als Fotograf
Für meine konkrete fotografische Arbeit sehe ich in diesem Gerät ein beachtliches Potenzial, das weit über den bloßen Konsum von Filmen oder Serien hinausgeht. Ein Monitor auf Rollen bietet sich beispielsweise an, um bei komplexeren Fotoshootings als mobiler Vorschaumonitor direkt am Set zu dienen. Kunden oder auch Modelle könnten die frischen Aufnahmen unmittelbar in voller Größe betrachten, ohne sich um einen kleinen und oft lichtschwachen Laptopbildschirm drängen zu müssen.
Auch für die nachträgliche, detaillierte Bildauswahl und die Besprechung von Portfolios in einer entspannten Umgebung ergeben sich Vorzüge. In Verbindung mit der kabellosen Bildübertragung direkt aus der Kamera oder über ein lokales Netzwerk eröffnen sich hierdurch flüssige Workflows. Die Möglichkeit, Porträts auf einer Bildschirmdiagonale von zweiunddreißig Zoll im Hochformat zu betrachten, verleiht den Bildern eine ganz eigene Präsenz.
Wie sich der Apolosign genau in meinen spezifischen Arbeitsablauf als Fotograf integriert, wie stabil die Verbindungen im Studioalltag bleiben und wie er sich bei der kritischen Beurteilung von feinen Tonwerten und Details in den Schattenpartien schlägt, werde ich in einem kommenden Artikel ausführlich beleuchten. Dieser erste Kontakt macht auf jeden Fall neugierig auf die professionelle Anwendung.
Kaufen
Wer nun Interesse an diesem Gerät gefunden hat, kann sich direkt beim Hersteller informieren. Dort kann man das Gerät bestellen und findet noch einmal Infos im Detail. Natürlich gibt es das Gerät auch bei Amazon zu kaufen.





























