Russar+: Lomography präsentiert Weitwinkellinse

Gepostet von am 10. April 2014 in News | Keine Kommentare

die Wiedergeburt eines russischen Weitwinkelobjektivs

 
Lomography Russar+ Lens - 01
 
Lomography möchte sich weiter als Produzent von Linsen positionieren, nicht anders ist es zu erklären das nach dem Experimental Lens Kit, Petzval-Linse, Diana+ Glas Linse nun noch ein weiteres Objektiv vorgestellt wurde.
 

Lomography Russar+ Lens - 03

Lomography Russar+ Lens - 02

 
1958 wurde die Zenit Russar MR-2 vorgestellt, eine Weitwinkellinse nach dem Design von Mikhail Mikhailovich Rusinov. Dieser war zu diesem Zeitpunkt stellvertretender Chefingenieur bei Zenit und gab dem Objektiv auch seinen Namen (MR = Mikhail Rusinov).
Zeitsprung ins Jahre 2014, heute hat Lomography in Zusammenarbeit mit Zenit eine Neuauflage dieser Linse vorgestellt, die Russar+ Art Lens.

 

Lomography Russar+ Lens - Bespielfoto - 02

Lomography Russar+ Lens - Bespielfoto - 01

 
Die 20 mm Superweitwinkellinse hat eine maximale Blende von f/5.6 und kann bis f/22 abgeblendet werden.
Sie ist mit einem L39 Objektivgewinde ausgestattet und kommt direkt mit einem Adapter für den Leica M Mount.
So kann sie direkt an analogen und digitalen Kameras wie der Leica M1, M6, M9 oder auch Bessa R2A, FED 4.
Mit einem zusätzlichen Adapter ist die Verwendung an Micro Four Thirds, Sony NEX und Sony Alpha Kameras möglich.
Ein zusätzlicher Adapter erlaubt auch die Nutzung an Digitalkameras von Fujifilm mit dem Fujifilm XF Bajonett.
Bei einer Digitalkamera, mit einem Vollformatsensor, kommt natürlich noch der Crop-Faktor hinzu.
Eine Nutzung mit einer Spiegelreflexkamera ist nicht möglich.

Die Russar+ ist eine umgekoppelte Linse, das heißt, man kann den Messsucher seiner Leica, Voigtländer, Zorki und Co. nicht verwenden.
Der Fokus muss also geschätzt werden, ein Autofokus gibt es selbstverständlich nicht.

Im Sommer 2014 soll noch ein zusätzlicher Sucher erscheinen, der bei, komponieren des Bildes helfen soll und den Parralax-Effekt ausgleichen soll.

Das Auflagemaß liegt beim L39 Gewinde bei 28,9 mm, beim Leica M Mount bei 27,8 mm.
Der niedrigste Fokusabstand ist 50 cm.
Ein Filtergewinde ist ebenfalls vorhanden (49 mm).

Die Russar+ wird in Russland von Hand bei Zenit gefertigt.
Zum Teil ist sie aus Messing; die sechs Linsen, die in vier Gruppen eingeteilt sind, sind aus Glas.

Die technischen Informationen gibt es noch mal hier.

 

Die Russar+ mit der Bessa R2A

Die Russar+ mit der Bessa R2A

Sony Alpha 7

Sony Alpha 7

Leica DRP

Leica DRP

Fed 4

Fed 4

Lomography Russar+ Lens - Leica M6

Lomography Russar+ Lens – Leica M6

 

Die Freude über die Russar+ trübt leider der Preis.
Sie kann derzeit für 599 Euro im Online Shop vorbestellt werden.
Sammler und echte Fans können sich für 899 € und 719 € eine Linse mit einer Seriennummer zwischen 3 und 10 bzw. 11 und 20 sichern.
Die ersten Exemplare sollen im Juli 2014 ausgeliefert werden.

Einfach mal so zwischendurch wird man sich wohl aufgrund des Preises nicht kaufen.
Am interessantesten ist sie vermutlich für Besitzer von Digitalkameras, wie von den genannten Modellen von Fujifilm und Sony.
Nutzer einer Leica, die gern mal mehrere Tausend Euro für ihr Gerät ausgegeben haben, werden vermutlich ehr zu einem Objektiv von den namhaften Herstellern greifen.
Auch die Kernzielgruppe von Lomography wird wohl nicht geschlossen die Russar+ kaufen, einmal wegen dem Preis, wer kauft sich den eine Zorki oder Fed für 10-20 Euro gebraucht und dazu eine 600 Euro Linse, und als wirkliche Lomo-Linse lässt sie sich auch nicht bezeichnen, hier wird man wohl glücklicher mit einer Lomo LC-Wide.
Trotzdem sieht die Russar+ natürlich interessant aus, mal schauen was die ersten Benutzer sagen werden.
 
 

Lomography Russar+ Lens - Bespielfoto - 03
Lomography Russar+ Lens - Bespielfoto - 04

 
Zum Schluss noch das Video zur Linse.





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