Die Fujifilm X-E5 führt die Tradition kompakter Messsucher-Kameras fort und begeistert vor allem Fotografen, die gern leicht unterwegs sind. Wie bei fast jeder neuen Kamera stellt sich jedoch auch hier schnell die Frage nach dem passenden Zubehör. Während manche Dinge reine Spielerei sind, erweisen sich andere Helfer bereits am ersten Einsatztag als ungemein praktisch.
Displayschutz

Im Rucksack reibt schnell mal ein Schlüsselbund oder ein Reißverschluss an der Oberfläche, und schon ist das Glas zerkratzt. Eine Schutzfolie oder besser ein gehärtetes Schutzglas gehört daher zu den ersten Anschaffungen. Solide Modelle wie jene von K&F Concept lassen sich blasenfrei anbringen, natürlich mit etwas Geschick, und beeinträchtigen weder die Bilddarstellung noch die Touch-Funktion des Monitors. Der finanzielle Einsatz ist gering, das beruhigende Gefühl beim Verstauen der Kamera in der Jackentasche dafür umso größer.
Speicherkarten

Beim Kauf von Speicherkarten ist heutzutage Vorsicht geboten, denn im Internet kursieren zahlreiche Fälschungen, die weit weniger Kapazität und Schreibgeschwindigkeit bieten, als die Beschriftung verspricht. Ein seriöser Händler ist hier die halbe Miete. Bislang haben Karten von SanDisk bei mir stets treue Dienste geleistet, woran man gerne festhält. Dennoch gilt: Selbst bei renommierten Herstellern kann ein Speichermedium unverhofft seinen Geist aufgeben.
Aus diesem Grund greife ich persönlich lieber zu mehreren kleineren Speicherkarten als zu einer einzigen riesigen Karte. Eine Karte mit gigantischer Kapazität wirkt auf den ersten Blick bequem, birgt jedoch ein unnötiges Risiko. Streikt die Karte nach zwei Wochen Reise, sind im schlimmsten Fall sämtliche Urlaubsfotos verloren. Verteilt man die Tage auf verschiedene Karten, schmerzt ein Defekt zwar immer noch, kostet einen aber höchstens die Ausbeute eines einzelnen Nachmittags.
Speicherkarten-Case

Wer unterwegs die Karten wechselt, benötigt einen Platz, an dem die kleinen Speichermedien weder verstauben noch verloren gehen. Die sicherste Variante bleibt natürlich ein zeitnahes Zwischen-Backup auf einer externen Festplatte. Wenn dafür unterwegs keine Zeit bleibt, ist eine geordnete Aufbewahrung Pflicht.
Sehr bewährt hat sich hier das flache Speicherkarten-Case von JJC. Es besitzt die Abmessungen und die Dicke einer handelsüblichen Kreditkarte. Zwar bietet dieses Etui nicht den panzerartigen Schutz massiver Hartplastikboxen, dafür beansprucht es nahezu keinen Platz. Man kann es problemlos gemeinsam mit den Ersatzakkus in einem winzigen Täschchen verstauen und in der Jacken- oder Hosentasche mitführen, ohne dass es aufträgt.
Akkus

Die Fujifilm X-E5 ist eine kompakte Kamera, und genau diese Bauweise fordert bei der Akkulaufzeit ihren Tribut. Ein einziger Akku reicht selten für einen ausgedehnten Fototag, weshalb man um zwei oder drei Ersatzstücke kaum herumkommt. Fujifilm baut ordentliche Akkus, doch der Blick zu Drittanbietern lohnt sich hier erstaunlich oft.
Einige Fremdhersteller haben Ideen umgesetzt, von denen sich der Kamerahersteller durchaus eine Scheibe abschneiden könnte. Manche dieser Akkus besitzen einen direkt integrierten USB-C-Anschluss am Gehäuse. Geht unterwegs der Strom aus, lässt sich die Zelle unkompliziert an einer Powerbank aufladen, ohne dass ein separates Ladegerät mitgeschleppt werden muss. Auch eine kleine LED-Statusanzeige direkt am Akku ist bei einigen Modellen vorhanden, sodass man sofort sieht, welche Einheit voll geladen ist und welche leer in die Tasche zurückwandert.
Ladegeräte

Wer mit mehreren Energiespendern reist, verliert schnell die Geduld, wenn jeder Akku nacheinander in der Kamera geladen werden muss. Ein externes Ladegerät schafft hier spürbare Erleichterung. Das Kamera-Akku-Ladegerät von llano ist in diesem Zusammenhang eine sehr durchdachte Lösung. Es nimmt gleich drei Akkus auf einmal auf und wird über ein gewöhnliches USB-C-Kabel mit Strom versorgt. Dadurch genügt auf Reisen das Smartphone-Netzteil, um über Nacht sämtliche Akkus parallel wieder einsatzbereit zu machen.
Griff

Ein wesentlicher Reiz der X-E5 liegt zweifellos in ihrer handlichen Gestalt. Einen zusätzlichen Handgriff zu montieren, wirkt da zunächst wie ein Widerspruch. Die Praxis zeigt jedoch schnell die Stärke dieses Zubehörs: Man bleibt flexibel. Ist man nur mit einem kleinen Pancake-Objektiv unterwegs, bleibt der Griff in der Schublade. Setzt man hingegen ein größeres Zoomobjektiv an, kippt die Balance der Kamera merklich nach vorn.
Ein Griff mit Holzapplikation verleiht der Kamera nicht nur eine ansprechende Optik, sondern sorgt vor allem für spürbar mehr Griffsicherheit. Praktischer Nebeneffekt: Viele dieser Griffe ermöglichen es die Kamera ohne zusätzliche Adapterplatte direkt auf einem Stativ zu befestigen. Zudem schützt die Bodenplatte die empfindliche Unterseite der Kamera vor Schrammen beim Abstellen.
Einen kleinen Haken gibt es allerdings im Alltag. Das Batteriefach lässt sich zwar weiterhin öffnen, doch die Speicherkarte sitzt nun recht tief im Schacht. Man kann sie nicht mehr so bequem von den Seiten greifen wie gewohnt, sondern muss etwas gezielter zupacken, um sie herauszuziehen.
UV-Filter

Um die Frontlinse teurer Objektive vor mechanischen Einwirkungen zu schützen, greifen viele Fotografen zu einem UV-Filter. Marken wie Walkingway bieten hierfür passgenaue Schraubfilter an, die Staub, Sand und Fingerabdrücke zuverlässig vom eigentlichen Glas der Optik fernhalten. Ein Filter ist schnell ausgetauscht oder gereinigt, während ein Kratzer auf der Frontlinse dauerhaften Wertverlust bedeutet.
Weiteres Zubehör
Mit Displayschutz, passenden Speicherkarten, solider Stromversorgung und einem flexiblen Handgriff ist die Basis für entspanntes Arbeiten mit der Fujifilm X-E5 gelegt. Natürlich lässt sich das System noch weiter ausbauen. Themen wie kompakte Aufsteckblitze für die Abendstunden, gut gepolsterte Tragegurte für lange Städtetrips sowie die Suche nach der idealen, unauffälligen Fototasche verdienen jedoch jeweils eine eigene Betrachtung.





















