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XPPen Pilot Pro

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In der Welt der fotografischen Nachbearbeitung suchen wir stetig nach Wegen, unsere Arbeitsabläufe natürlicher und flüssiger zu gestalten. Der ständige Wechsel der Hände zwischen der herkömmlichen Tastatur und der Computermaus unterbricht oft den kreativen Fluss.

Mit dem XPPen Pilot Pro liegt nun ein neues Eingabegerät auf meinem Schreibtisch, das genau dieses alltägliche Problem angehen möchte. Ob diese kompakte Konsole den digitalen Alltag eines Fotografen spürbar bereichern kann, habe ich in den vergangenen Tagen intensiv für euch ausprobiert.

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Hintergrund zur Marke

Wer sich mit der digitalen Bildbearbeitung oder Illustration beschäftigt, ist mit großer Wahrscheinlichkeit schon einmal über den Namen XPPen gestolpert. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren einen stabilen Ruf aufgebaut, insbesondere durch die Entwicklung von Grafiktabletts und Stiftbildschirmen für kreative Berufe.

Lange Zeit dominierten in diesem Marktsegment andere bekannte Namen, doch XPPen hat sich durch ein attraktives Preisgefüge und eine stetig wachsende Produktqualität eine treue Nutzerschaft erarbeitet. Bislang lag der Fokus der Marke primär auf Geräten, die mit einem digitalen Stift bedient werden.

Mit dem Pilot Pro wagt das Unternehmen nun den Schritt in ein benachbartes Feld. Die Idee ist es, eine zentrale Steuerzentrale für kreative Programme zu bieten, die als Ergänzung zur Maus oder zum Grafiktablett dient. Gedacht ist dieses Gerät primär für Menschen, die viel mit Bildbearbeitung, Videoschnitt oder anderen kreativen Anwendungen arbeiten und dabei nicht ständig zwischen verschiedenen Eingabegeräten und komplexen Tastenkombinationen wechseln wollen.

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Technische Daten

Bevor wir uns der eigentlichen Praxis widmen, werfen wir einen detaillierten Blick auf die harten Fakten und die physikalischen Eigenschaften des Geräts. Die Konsole weist ein asymmetrisches, ergonomisch geformtes Design auf und kommt auf ein Gewicht von 251 Gramm. Die genauen Abmessungen betragen rund 130 Millimeter in der Länge, knapp 93 Millimeter in der Breite und etwa 67 Millimeter in der Höhe.

Im Inneren arbeitet ein ausdauernder Akku mit einer Kapazität von 1.900 Milliamperestunden. Laut Angaben des Herstellers reicht diese Kapazität bei einer täglichen Nutzung von vier Stunden für gut 15 Tage Betrieb aus, bevor das Gerät wieder mit Strom versorgt werden muss.

Für die Verbindung mit dem Computer stehen drei unterschiedliche Wege zur Verfügung. Man kann das beiliegende Kabel mit einem modernen, symmetrischen Stecker vom Typ C nutzen, welches gleichzeitig den Akku auflädt.

Wer lieber ohne Kabel arbeitet, greift auf die drahtlose Verbindung über Bluetooth zurück. Hierbei unterstützt das Gerät den Standard Bluetooth 5.4. Alternativ liegt ein kleiner Funkempfänger für die Frequenz von 2,4 Gigahertz bei, der eine stabile Verbindung gewährleisten soll. Das Gerät ist kompatibel mit Windows 10 sowie macOS 11.0.

An Bedienelementen mangelt es der Konsole nicht. Sie bietet insgesamt 19 Tasten, darunter 12 Tasten für den Schnellzugriff, drei Funktionstasten und vier spezielle Berührungstasten am oberen Rand. Hinzu kommen drei rotierende Elemente in Form eines kleinen Knopfes, eines großen Knopfes und eines flachen Drehrades. Den optischen Mittelpunkt bildet ein großer Joystick, der eine Steuerung in alle Richtungen erlaubt.

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Geliefert wird der Controller in einem passenden Etui. Dort finden sich auch die Kabel.

Funktionsübersicht

Die Gestaltung des Pilot Pro zielt auf eine spezifische Art der Nutzung ab. Das Gehäuse ist so konzipiert, dass die linke Hand auf dem Gerät ruht, während die rechte Hand weiterhin die Maus oder den Stift eines Grafiktabletts führt. Das Ziel ist eine Steuerung, für die man den Blick nicht vom Monitor abwenden muss.

Alle Tasten und Knöpfe sind so angeordnet, dass sie mit den Fingern der linken Hand gut erreichbar sind, ohne die Handposition stark verändern zu müssen. Durch diese Anordnung sollen sich komplexe Softwarebefehle blind ausführen lassen.

Der auffällige Joystick in der Mitte der Konsole bietet verschiedene Bewegungsmodi. Er kann in vier oder acht Richtungen bewegt werden und dient beispielsweise zur schnellen Navigation auf einer Zeitachse oder zur Auswahl von Werkzeugen.

Die drei Drehregler sind für unterschiedliche Aufgaben gedacht. Das flache Rad eignet sich für schnelle Bildläufe, der große Knopf für grobe Anpassungen und der kleine Knopf für feine Einstellungen. Ein interessantes Detail ist das haptische Feedback der Regler. Ein kleiner Vibrationsmotor im Inneren gibt eine Rückmeldung, wenn man an den Rädern dreht. Die Intensität dieser Vibration lässt sich in der zugehörigen Software in drei Stufen anpassen oder auf Wunsch komplett abschalten.

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Die Konsole ist ab Werk mit vielen bekannten Programmen kompatibel, darunter Photoshop, Lightroom Classic, Premiere Pro und DaVinci Resolve. Über die mitgelieferte Treibersoftware können Nutzer bis zu sieben verschiedene Themen oder Profile anlegen.

Ein Thema fasst eine Reihe von Befehlen für eine bestimmte Software zusammen. Wechselt man am Computer von der Bildbearbeitung zum Videoschnitt, erkennt die Software dies und schaltet automatisch auf das entsprechende Tastenprofil um.

Es ist natürlich nicht notwendig jeden Knopf zu verwenden. Ebenfalls kann in der Software gleich ein ganzer Bereich deaktiviert werden, wenn man etwa die Buttons, den Joystick oder die Drehknöpfe nicht nutzen möchte. Dies gibt dem Nutzer eine hohe Flexibilität, das Werkzeug an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, ohne von einer Überfülle an Funktionen erdrückt zu werden.

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Eindruck in der Praxis in Lightroom

Nun kommen wir zu dem Bereich, der für mich als Fotograf von besonderer Bedeutung ist. Die Einrichtung der Konsole für Lightroom Classic erfordert anfänglich etwas Zeit. Es ist ratsam, sich diese Einarbeitungszeit bewusst zu nehmen, um die Tastenbelegung an die persönlichen Arbeitsgewohnheiten anzupassen.

XPPen bietet zwar vorgefertigte Profile an, die einen guten Startpunkt darstellen, aber der wahre Wert eines solchen Geräts zeigt sich erst, wenn man es auf den eigenen Rhythmus abstimmt. Ich habe mir beispielsweise angewöhnt, die Tasten rund um den Joystick mit Funktionen zu belegen, die ich für das Aussortieren von Bildern nach einem langen Shooting benötige.

In der täglichen Arbeit mit meinen Rohdaten zeigt der Controller seine Stärken recht deutlich. Die linke Hand ruht entspannt auf dem abgerundeten Gehäuse. Den großen Drehregler nutze ich vorwiegend, um die Pinselgröße für lokale Korrekturen anzupassen. Das geht spürbar flüssiger, als die entsprechenden Tasten auf der Tastatur zu suchen.

Den kleinen Drehregler habe ich mit der Funktion für die Belichtungskorrektur belegt. Wenn ich durch eine große Menge an Bildern navigiere, kann ich so kleine Helligkeitsanpassungen fast unmerklich vornehmen, während mein Blick fest auf dem Bildmotiv bleibt. Die kleinen Tasten verwende ich für wiederkehrende Aufgaben wie das Markieren von Favoriten, das Vergeben von Sternen oder den Schritt zurück in der Bearbeitungshistorie.

Die Tasten haben einen weichen, angenehmen Druckpunkt und reagieren zuverlässig. Die Ergonomie ist insgesamt durchdacht, was sich bei längeren Bearbeitungssitzungen positiv bemerkbar macht. Dennoch gibt es einen Aspekt, der den ansonsten positiven Eindruck etwas trübt. Das Gerät wirkt auf dem Schreibtisch manchmal etwas leichtgewichtig. Könnte noch etwas schwerer sein und die Gummierung etwas sicherer, wenn man etwas zu stark den Joystick nutzt, bewegt sich der Pilot leicht und hebt sich vom Tisch. In solchen Momenten muss ich die Hand etwas bewusster auflegen, um der Konsole die nötige Stabilität zu geben.

Ein massiverer Standfuß oder griffigere Materialien auf der Unterseite würden dem Bedienkomfort hier sehr zugutekommen. Abgesehen von diesem physischen Detail empfinde ich den Arbeitsfluss nach der anfänglichen Lernkurve als angenehm und intuitiv.

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Nutzung im Videoschnitt

Neben der reinen Fotografie fällt in meinem Arbeitsalltag auch hin und wieder das Bearbeiten von Bewegtbildern an. Mein Fokus liegt zwar nicht auf der Videoproduktion, aber kleine Clips, Hochzeitsvideos oder Social Media Videos schneide ich gelegentlich in Programmen wie DaVinci Resolve oder Premiere Pro.

In dieser Umgebung offenbart die Konsole eine weitere Facette ihrer Möglichkeiten. Der Joystick, der in Lightroom bei mir eher selten zum Einsatz kommt, erweist sich beim Navigieren durch die Zeitachse eines Videoprojekts als ausgesprochen nützlich. Ein leichter Druck zur Seite reicht aus, um den Abspielkopf sanft durch das Material gleiten zu lassen, wodurch man sehr präzise die passenden Stellen im Video findet.

Auch beim farblichen Abstimmen von Videoclips lässt sich der Joystick verwenden, um die Farbräder in der Software direkt anzusteuern. Das erfordert anfangs einiges an Fingerspitzengefühl, fühlt sich aber nach einer kurzen Gewöhnungsphase sehr natürlich an.

Die Drehregler kommen beim genauen Setzen von Schnittmarken zum Einsatz. Man kann Bild für Bild durch eine Szene scrollen, bis der exakte Moment für den Schnitt gefunden ist. Die kleinen seitlichen Tasten nutze ich dann, um das Werkzeug für den Schnitt auszuwählen und überschüssiges Material zu entfernen. Alles in allem macht die Bedienung hier viel Freude.

Als Fazit für diesen Videoteil lässt sich festhalten, dass hier schon das Produkt glänzt, aber das kann ich als nicht professioneller Nutzer natürlich nicht abschließend sagen. Es ist jedoch offensichtlich, dass die Entwickler bei der Platzierung von Joystick und Reglern stark an den typischen Arbeitsablauf beim Videoschnitt gedacht haben. Die gesamte Anordnung wirkt, als sei sie direkt aus den Bedürfnissen eines Videoeditors heraus entstanden.

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Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass XPPen mit diesem Controller ein überaus interessantes Werkzeug auf den Markt gebracht hat. Es handelt sich um ein Gerät mit viel Potenzial, das eine spürbare Entlastung im kreativen Alltag bieten kann.

Die Idee, eine Steuerung zu entwickeln, die man vollständig blind mit einer Hand bedienen kann, ist in der Praxis gut umgesetzt worden. Die haptischen Bedienelemente wie die Drehregler und der Joystick verleihen der digitalen Arbeit eine greifbare, physische Ebene, die mir bei der reinen Nutzung von Tastatur und Maus oft fehlt.

Wer bereit ist, sich auf den anfänglichen Lernprozess einzulassen und die Software genau an die eigenen Abläufe anzupassen, erhält ein starkes Hilfsmittel für die Fotobearbeitung und den Videoschnitt.

Die ergonomische Formgebung entlastet das Handgelenk und die weichen Tasten laden zu langen Sitzungen ein. Die Kritikpunkte beschränken sich auf Nuancen bei der Materialbeschaffenheit und dem Gewicht. Ein etwas höheres Eigengewicht würde die Wertigkeit noch unterstreichen und das Verrutschen auf der Tischplatte verhindern.

Insgesamt überwiegen für mich die positiven Eindrücke. Es ist kein zwingend erforderliches Utensil, aber ein feines Zubehörteil, das den Prozess der Bildentwicklung angenehmer und in vielen Aspekten flüssiger gestaltet. Für Fotografen und Videografen, die ihren Schreibtisch um eine funktionale Eingabeebene erweitern möchten, ist dieses Modell definitiv einen genauen Blick wert.

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Kaufen

Weitere Informationen zu dem Gerät und die Möglichkeit zum direkten Kauf findet ihr auf der offiziellen Website des Unternehmens. Unter https://www.storexppen.de/buy/pilot_pro.html.

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