Wir leben in einer digitalen Welt mit ihren Vor- und Nachteilen. Ein schöner Aspekt der analogen Fotografie kann der komplette Verzicht auf das Digitale sein, aber es trotzdem von Vorteil sein die Bilder zu digitalisieren. Einen richtigen Weg vom Negativ zur Datei gibt es leider nicht. Es gibt einfach zu viele Variablen in dem Prozess. Eine Software, die den Prozess etwas vereinfachen will, ist Negative Lab Pro.
Einer der zeitaufwendigsten Punkte bei der Digitalisierung von Negativen ist die Umwandlung des Negatives in ein Positiv. Ein einfaches "Invertieren" geht in den meisten Fällen nicht, da Farbfilme oft eine Farbmaske haben.
Das Negative Lab Pro Plugin von Nate Johnson macht vor allem Sinn, wenn man seine Negative mit einer DSLR oder anderen Digitalkamera "scannt". Kann aber auch für Scans mit einem normalen Scanner verwendet werden.
Das Plugin hängt sich an Adobe Lightroom, wenn man diese Fotosoftware schon verwendet, passt es sich so wunderbar in den Workflow ein.
Nach einer kurzen Installation ist das Plugin einsatzbereit. Das importierte Foto vom Negative, im besten Fall ein RAW, muss nun noch etwas vorbereitet werden. Der Weißabgleich muss gesetzt werden, dazu klickt man mit der Pipette auf die Farbmaske zwischen den Bildern. Als nächstes muss das Bild zugeschnitten werden. Es darf keine Maske außen rum mehr im Bild sein, da dies sonst das Plugin verwirrt. Inzwischen kann man aber auch eine Toleranzbereich für diese Problematik angeben. Gegebenenfalls muss man jetzt noch das Bild drehen oder spiegeln. Schon sind die Vorbereitungen abgeschlossen.
Nun ruft man das Plugin auf, kann auf Wunsch noch seine Präferenzen einstellen, und drückt auf Convert Negative. Das Bild wird jetzt analysiert und invertiert. Jetzt können noch die Farben und Kontraste angepasst werden.
Eine umfangreiche Anleitung

Wie man es von Lightroom kennt, können alle Schritte wieder rückgängig gemacht werden. Auch ist es möglich direkt die Einstellungen für mehrere Bilder zu übernehmen und so den Prozess deutlich zu beschleunigen. Natürlich ist es auch möglich seine bevorzugten Einstellungen zu speichern.
Vergleich von mit anderen Scans
Ein Vergleich zwischen Scans von Farbnegativfilmen ist immer etwas schwer, da es in gewisser Hinsicht immer eine Interpretation ist und vom Geschmack abhängig ist. Bei diesem Vergleich muss man noch dazu sagen, dass die Ausgangsquelle der Negative für Negative Lab Pro nicht ganz optimal ist.
Negative Lab Pro ist ein kleines Plugin, aber nimmt einem unglaublich viel Arbeit und Stress ab. So kann man sich wieder aufs Bilder machen konzentrieren.
Es gibt eine Testversion von Negative Lab Pro mit der man die Funktionen mit zwölf Bildern testen kann. Anschließend kann man, wenn man zufrieden ist, den Lizenzschlüssel kaufen und direkt weiter arbeiten. Die Vollversion von Negative Lab Pro kann über die Website online bestellt werden. Der Preis in Deutschland für die Software liegt bei 117.81 US-Dollar (105 Euro) einschließlich der Umsatzsteuer.
Website: Negative Lab Pro (https://www.negativelabpro.com)



















