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Sakk Nomad Sling Bag

Die Sakk Nomad Sling Bag richtet sich an Fotografen, die eine geräumige Alternative zum klassischen Fotorucksack suchen und ihre Ausrüstung gerne kompakt über einer Schulter tragen. Mit einem Fassungsvermögen von zehn Litern bietet das Modell ausreichend Raum für Kamerasysteme samt Zubehör und integriert zudem ein separates Fach für mobile Endgeräte bis 14 Zoll. In diesem Testbericht betrachten wir die Stärken und Schwächen der Tasche im fotografischen Alltag.

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Materialien & Größe

Die Tasche besteht im Außenbereich aus wetterbeständigem 420D Ripstop-Nylon, das in Kombination mit PU-beschichteten YKK-Reißverschlüssen einen soliden Schutz vor Nässe und Schmutz gewährleistet. Durch diese dichte Beschichtung laufen die Reißverschlüsse am Hauptfach jedoch spürbar schwergängig, was beim schnellen Öffnen etwas mehr Zugkraft erfordert.

Ein zusätzlicher Stoffüberhang über dem Reißverschluss schützt die Technik zwar vor eindringender Feuchtigkeit, führt in der Praxis aber dazu, dass der Zugriff auf das Innere stellenweise blockiert wird. Man muss die Stoffkante häufig erst beiseite klappen, um Objektive oder Gehäuse ungehindert herauszunehmen.

Mit Außenmaßen von 38 Zentimetern in der Höhe, 28 Zentimetern in der Breite und einer Tiefe von 15 Zentimetern bietet die Sling Bag ein ausgewogenes Verhältnis von Stauraum und Formfaktor. Das Leergewicht liegt bei moderaten 750 Gramm, wodurch die Tasche selbst kaum ins Gewicht fällt und die eigentliche Belastung fast ausschließlich von der mitgeführten Ausrüstung bestimmt wird.

Entfernt man die Teiler, lässt sich die Tasche auch relativ flach machen. Dadurch lässt sie sich etwa gut in einem Koffer auf Reisen verstauen, wenn man sie dann erst vor Ort nutzen möchte.

An der Unterseite sind zusätzliche Aluminiumhaken angebracht, an denen sich bei Bedarf ein kompaktes Stativ befestigen lässt. Hier kann man natürlich auch einen kompakten Regenschirm oder auch eine Jacke anbringen.

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Fächer und Aufteilung

Der Innenraum lässt sich mithilfe dreier Klettelemente individuell aufteilen, um verschiedene Ausrüstungskonfigurationen passgenau zu sichern.

Wie viel Technik letztlich hineinpasst, hängt von den individuellen Prioritäten ab. Bei unserem Praxistest lag der Fokus auf einem mobilen Blitzsetup. Im Zehn-Liter-Hauptfach fanden ein Gehäuse vom Typ Sony A7R II, zwei Objektive, zwei Aufsteckblitze und ein kompakter Studioblitz ohne Probleme ihren Platz.

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Zudem finden sich im Hauptfach nochmal Unterteilungen für kompaktes Zubehör. So gibt es zwei größere Steckfächer, die sich etwa gut für Filter eignen. Dahinter dann nochmal ein Bereich, der hinter einem Reißverschluss ist, etwa für Kabel, Akkus und anderen Kleinkram.

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Ergänzend zum Kamerafach verfügt die Tasche auf der Rückseite über ein Laptopfach für Rechner bis zu einer Displaygröße von 14 Zoll sowie eine Unterbringungsmöglichkeit für ein Tablet.

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Weniger durchdacht zeigt sich das vordere Außenfach mit einem Schlüsselanhänger. Im Gegensatz zum Hauptfach wurde hier auf einen wasserabweisenden Reißverschluss verzichtet. Wegen der nach oben offenen Kantenführung kann sich bei Regen Feuchtigkeit auf dem Reißverschlussband sammeln.

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Da dieses Fach ohnehin sehr flach ausfällt und primär Platz für dünne Kabel oder Speicherkarten bietet, hätte man darauf verzichten können.

Auf der dem Körper zugewandten Rückseite befindet sich bereits ein geschütztes Fach für Reisedokumente oder Geldbeutel, dass sich fast über die gesamte Breite der Tasche erstreckt. Zudem ist auf der gepolsterten Rückseite ein Quick Access Fach für Smartphone oder andere Gegenstände, die man schnell mal verstauen muss.

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In der Praxis

Im fotografischen Alltag zeichnet sich die Tasche zunächst durch einige praktische Detaillösungen aus, die den täglichen Umgang erleichtern. Besonders die robuste Schnalle am Schultergurt erweist sich im Einsatz als hilfreich, da sich die Tasche mit einem schnellen Handgriff öffnen und abnehmen lässt, ohne dass man sie umständlich über den Kopf ziehen muss.

Auch der feste Haltegriff auf der Oberseite ist eine spürbare Hilfe, um die Tasche beim Einladen in das Auto oder beim kurzen Platzwechsel im Studio schnell zu greifen. Auf Reisen bietet zudem die rückseitige Durchführung für Trolley-Gestänge eine willkommene Unterstützung für den unkomplizierten Transport.

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Wird die Tasche jedoch über längere Zeiträume hinweg zu Fuß getragen, treten die ergonomischen Grenzen der Konstruktion deutlicher hervor. Der Schultergurt ist fest mit dem Korpus vernäht und lässt sich weder abnehmen noch austauschen. Da zudem eine bewegliche oder drehbare Aufhängung fehlt, passt sich der Riemen den natürlichen Bewegungsabläufen beim Gehen nur eingeschränkt an.

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Das integrierte Schulterpolster federt das Gewicht zwar grundsätzlich ab, fällt optisch jedoch etwas klobig aus und harmoniert stilistisch nicht ganz mit der restlichen Formsprache der Tasche. Bei voller Beladung mit Kameragehäuse, mehreren Blitzen, Objektiven und einem Rechner wäre ein breiterer Gurt meiner Meinung eine gute Lösung gewesen.

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Fazit

Zusammenfassend eignet sich die Sakk Nomad Sling Bag für Fotografen, die ein größeres Setup inklusive Laptop transportieren wollen und das direkte Handling einer Schultertasche bevorzugen. Sie bietet einen zuverlässigen Schutz im Hauptfach und eine praxisgerechte Innenaufteilung für Kameras, Objektive sowie kompakte Lichttechnik.

Besonders bei Einsätzen wie Porträtsessions vor Ort oder überschaubaren Fotowalks erweist sich die Tasche als nützlich, da man im Stehen an die Ausrüstung herankommt, ohne die gesamte Tasche auf feuchtem oder schmutzigem Untergrund abstellen zu müssen.

Gleichzeitig verlangt die Konstruktion einige bewusste Kompromisse ab. Die wetterfesten Reißverschlüsse und der schützende Stoffüberhang halten Feuchtigkeit zwar wirksam fern, bremsen das Öffnen im Vergleich zu offeneren Systemen jedoch spürbar aus. Auch das ungeschützte vordere Außenfach und die starre Gurtbefestigung ohne Drehgelenk zeigen, dass bei der Ergonomie und der Detailausführung noch Raum für Verbesserungen besteht.

Der grundlegende Nachteil liegt in der Natur des Sling-Konzepts, da das gesamte Ausrüstungsgewicht bei längeren Wegen dauerhaft auf einer einzelnen Schulter lastet. Wer diese Eigenheit einplant und die Tasche primär für den gezielten Wechsel zwischen verschiedenen Einsatzorten nutzt oder damit allgemein kein Problem hat, erhält eine geräumige Transportlösung für anspruchsvolle Setups abseits klassischer Fotorucksäcke.

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