Als Fotograf ist man auf Reisen oft mit einer schweren Ausrüstung unterwegs. Jedes Gramm zählt, jede Möglichkeit, das Gepäck zu optimieren, ist willkommen. Doch nicht nur das Gewicht der Kameraausrüstung spielt eine Rolle, auch dieganisation und die Qualität der Reisebegleiter sind entscheidend.
Auf einer längeren Reise durch Japan hatte ich die Gelegenheit, einige Produkte von Ticket to the Moon ausgiebig zu testen.
Die Marke war mir bisher vor allem durch ihre Hängematten ein Begriff, doch das Portfolio umfasst weit mehr. Es geht um durchdachte Reiseaccessoires, die den Alltag unterwegs erleichtern sollen.
Mein Fokus lag dabei auf dem Backpack Plus 25L, der faltbaren Eco Bag, dem Travel Cubes Set und der Wash Bag. Diese Produkte begleiteten mich durch dichte Metropolen und ruhige Landschaften und mussten ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen. Die Erwartungen waren entsprechend hoch, denn auf Reisen gibt es wenig Spielraum für unzuverlässige Ausrüstung.
Hintergrund zur Marke
Die Geschichte von Ticket to the Moon beginnt, wie so oft bei Marken mit einer klaren Vision, mit einer persönlichen Leidenschaft. Der Gründer Charly Descotis entdeckte Mitte der 1990er Jahre auf Bali ein Material, das ihn nicht mehr losließ: Fallschirmnylon. Dieses Gewebe ist extrem leicht, gleichzeitig robust und atmungsaktiv. Aus dieser Faszination heraus entstand die Idee, die perfekte Reisehängematte zu schaffen.
Seit 1996 fertigt das Unternehmen auf Bali Hängematten und hat sich dabei einen Namen für Qualität und Langlebigkeit gemacht. Doch die Philosophie von Ticket to the Moon geht über das reine Produkt hinaus.
Ein zentraler Aspekt ist der Gedanke der Nachhaltigkeit. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, ein “Zero Waste” Hersteller zu werden. Aus diesem Anspruch heraus entstehen viele der Nebenprodukte.
Materialreste, die bei der Produktion der Hängematten anfallen, werden nicht entsorgt, sondern für die Herstellung von Rucksäcken, Taschen und anderen Accessoires verwendet. Dieser Upcycling Ansatz ist nicht nur ressourcenschonend, sondern verleiht den Produkten auch einen individuellen Charakter.
Zudem legt die Marke Wert auf faire Arbeitsbedingungen und soziale Verantwortung in ihrer Produktionsstätte auf Bali, was in der heutigen Zeit ein wichtiger Faktor für viele bewusste Konsumenten ist.
Backpack Plus 25L
Der Backpack Plus mit seinen 25 Litern Volumen war auf meiner Reise ein ständiger Begleiter für Tagesausflüge. Er ist, wie für die Marke typisch, aus dem leichten Fallschirmnylon gefertigt und lässt sich extrem klein zusammenfalten. Das ist ein entscheidender Vorteil, wenn man mit großem Hauptgepäck reist und für Erkundungen vort einen flexiblen Tagesrucksack benötigt.
Die Verarbeitung ist durchweg solide. Die Nähte sind sauber gesetzt und die Reißverschlüsse laufen flüssig, was auf eine gewisse Langlebigkeit hoffen lässt. Für einen faltbaren Rucksack dieser Kategorie ist die Ausstattung bemerkenswert.
Er verfügt über erstaunlich viele verschiedene Taschen und Fächer, was dieganisation von Kleinteilen wie Akkus, Speicherkarten, einem Notizbuch und persönlichen Dingen erheblich erleichtert. Es gibt sogar ein separates Fach, das für Laptops bis zu 15 Zoll geeignet sein soll, sowie versteckte Fächer für Wertsachen.
Eine Besonderheit ist der integrierte Brustgurt. Dieser ist bei faltbaren Rucksäcken eher eine Seltenheit und trägt bei höherem Gewicht zur Stabilisierung und zum Tragekomfort bei. Es wäre jedoch wünschenswert gewesen, wenn dieser Gurt abnehmbar wäre, da man ihn im urbanen Raum nicht immer benötigt und er dann lose herabhängt.
Wie bei den meisten Rucksäcken dieser Bauart gibt es keine Rückenpolsterung. Das ist der Preis für das geringe Gewicht und das kleine Packmaß. Man muss sich dessen bewusst sein, denn wenn man kantige Gegenstände transportiert, spürt man deren Form am Rücken. Hier ist also ein durchdachtes Packen erforderlich, um den Komfort zu gewährleisten. Trotz dieses konzeptbedingten Punktes hat sich der Rucksack als überaus praktischer und zuverlässiger Begleiter erwiesen.
Faltbare Eco Bag
Neben dem Rucksack hatte ich auch die faltbare Eco Bag im Einsatz. Diese Tasche, die ebenfalls aus den Stoffresten der Hängemattenproduktion gefertigt wird, ist ein Paradebeispiel für den Upcycling Gedanken der Marke. Sie ist sehr leicht und lässt sich in ihrer eigenen angenähten kleinen Tasche verstauen, sodass sie in jede Jackentasche oder jeden Fotorucksack passt.
Ich nutzte sie vor allem für spontane Einkäufe oder um eine zusätzliche Jacke und Wasserflasche bei mir zu haben, ohne gleich den ganzen Rucksack mitnehmen zu müssen.
Angeboten wird sie in verschiedenen Größen. Besonders die größere Variante der Tasche ist sehr geräumig. Sie eignet sich hervorragend, um beispielsweise auch Decken oder Handtücher für einen Ausflug zu transportieren.
Das Material ist nicht nur robust, sondern trocknet auch extrem schnell, sollte man einmal von einem Regenschauer überrascht werden.
Tragen kann man sie entweder mit dem Gurt über den Schulter oder auch durch zwei Schlaufen wie eine normale Tüte.
Ein kleiner Verbesserungsvorschlag wäre die Anbringung von ein oder zwei Druckknöpfen. Damit könnte man die Tasche bei Bedarf oben etwas verschließen, um den Inhalt vor neugierigen Blicken oder leichtem Regen besser zu schützen.
Travel Cubes Set
Dieganisation im Hauptgepäck ist für mich als Fotograf essenziell. Neben der Kameraausrüstung muss auch die Kleidung für verschiedene Witterungsbedingungen Platz finden. Hier hat sich das Travel Cubes Set von Ticket to the Moon als äußerst hilfreich erwiesen.
Die Packwürfel sind, dem Material der Marke entsprechend, sehr leicht und tragen kaum zum Gesamtgewicht des Gepäcks bei. Das Gewebe ist dünn, aber man merkt schnell, dass es strapazierfähig ist.
Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal sind die hochwertigen Reißverschlüsse von YKK, die leichtgängig und robust wirken. Gerade im Vergleich zu günstigeren Alternativen, bei denen die Reißverschlüsse oft die erste Schwachstelle sind, ist dies ein wichtiger Punkt für die Langlebigkeit der Produkte.
Die Anwendung der Cubes ist vielseitig. Man muss sie natürlich nicht nur für Kleidung nutzen. So habe ich beispielsweise in einem der Würfel Handtücher und in einem anderen kleinere Gegenstände wie Ladekabel, Adapter und Powerbanks verstaut, die sonst lose im Koffer umherfliegen würden.
Auch nach der Reise finden die Cubes Verwendung. Ein kleinerer Würfel eignet sich im Alltag perfekt, um eine dünne Jacke oder im Winter Handschuhe und eine Mütze im Rucksack zuganisieren.
Ein Nachteil ist die fehlende feste Struktur, was das Packen manchmal etwas weniger formstabil macht. Zudem lassen sich die Cubes nicht vollständig wie ein Koffer aufklappen, was den Zugriff auf den Inhalt gelegentlich erschwert. Für manche Anwendungszwecke wäre eine noch etwas größere Version der Würfel wünschenswert.
Eine interessante Eigenschaft sind die mitgelieferten Karabiner, mit denen sich die Cubes aufhängen lassen. Das ist nicht nur beim Camping nützlich, sondern auch in kleinen Hotelzimmern, wo man sie einfach in einen Schrank oder an einen Kleiderbügel hängen kann, um Platz zu sparen.
Wash Bag
Ein gutganisierter Kulturbeutel ist auf Reisen unverzichtbar. Die Wash Bag von Ticket to the Moon ist hier ein durchdachter Begleiter. Sie bietet eine Vielzahl von Fächern, darunter Netzfächer sowie wasserdichte und auslaufsichere Taschen, die eine übersichtlicheganisation von Pflegeprodukten ermöglichen.
Besonders praktisch ist der integrierte Haken, mit dem man die Tasche aufhängen kann. Das ist vor allem in Badezimmern mit wenig Ablagefläche ein großer Vorteil. Man kann sie an einem Haken, einem Handtuchhalter oder sogar an einem Kleiderbügel im Schrank befestigen. Das kleine Ende am Haken zur Aufhängung könnte für meinen Geschmack noch etwas länger sein, um mehr Flexibilität zu bieten, aber es erfüllt seinen Zweck.
Wenn man mehrere größere Shampoo oder Duschgelflaschen dabeihat, stößt die Tasche an ihre Kapazitätsgrenzen. Für Reisende mit kleineren Abfüllungen oder festen Pflegeprodukten ist der Platz jedoch ausreichend.
Ein besonders cleveres Detail ist die herausnehmbare, ultraleichte Rolltasche. Diese lässt sich vom Hauptteil abnehmen und separat für einen kurzen Wochenendtrip nutzen. So muss man nicht immer den gesamten Kulturbeutel mitnehmen. Auch praktisch ist der mitgelieferte Spiegel.
Fazit
Nach mehreren Wochen intensiver Nutzung auf meiner Japanreise haben die Produkte von Ticket to the Moon einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.
Allen Produkten gemein ist die durchweg gute Verarbeitung und die Wahl des leichten, aber robusten Fallschirmnylons, was sie zu langlebigen Begleitern macht.
Der Backpack Plus 25L überzeugt als flexibler und gut ausgestatteter Tagesrucksack, dessen einziger konzeptbedingter Nachteil die fehlende Rückenpolsterung ist.
Die Eco Bag ist ein simpler, aber effektiver Helfer für den Alltag auf Reisen. Die Travel Cubes bringendnung ins Gepäck und die Wash Bag ist ein durchdachter und modularer Kulturbeutel.
Die Produkte sind keine Revolution, aber sie sind ehrliche, funktionale und durchdachte Helfer, die das Reisen ein Stück weit einfacher machen. Der Gedanke des Upcyclings und die faire Produktion auf Bali geben den Produkten zudem eine sympathische Hintergrundgeschichte.
Für Fotografen und Reisende, die auf leichtes, verlässliches und gut organisiertes Gepäck Wert legen, sind die Accessoires von Ticket to the Moon eine überzeugende Option.
Ticket to the Moon Online-Shop
Kaufen kann man den Rucksack, die Eco Bags, Travel Cubes und den Wash Bag im Online-Shop von Ticket to the Moon.






































Ich kenne Ticket to the Moon tatsächlich nur von den Hängematten, die sind wirklich legendär für ihre Qualität und Langlebigkeit. Dass die jetzt so ein durchdachtes Reise-Accessoire-Sortiment haben, wusste ich gar nicht. Es ist immer schön zu sehen, wenn eine Firma ihre Kernkompetenz (das leichte Fallschirmnylon) sinnvoll auf andere Produktbereiche überträgt. Die Bilder aus Japan machen direkt Lust, die Sachen selbst zu testen.
Der Backpack Plus 25L klingt super; ich brauche aber mehr Struktur für einen Rucksack.
Kannte die Marke nicht, guter Hinweis
Sehr spannender Bericht.. Einige neue Sachen für meine Wunschliste
Danke für den Test
Die Travel Cubes sind für mich das Highlight. Ich reise oft in Hostels oder sehr kleinen Hotelzimmern, wo es einfach keine Ablageflächen gibt. Die Idee mit den Karabinern, um die Cubes aufhängen zu können, ist genial und löst ein echtes Problem bei der Organisation. Da nehme ich auch in Kauf, dass sie nicht komplett wie ein Koffer aufklappbar sind. Effiziente Raumnutzung ist für mich auf Reisen alles.