Die Revue 400 SE ist eine kompakte Messsucherkamera mit festem Objektiv. Sie wurde unter der Hausmarke von Foto-Quelle „Revue“ in Deutschland vertrieben. Wer der „echte“ Hersteller war, ist nicht ganz klar, es gibt verschiedene Vermutungen. Im Raum schweben etwa Chinon und Cosina. Aber auch Minolta und Konica, die zu diesem Zeitpunkt ähnliche Kameras produzierten, wie die Konica Auto S3.
Eine Besonderheit der Kamera aus den 70er Jahren ist ihre Linse. Das Modell verfügt nämlich über eine 40 mm Festbrennweite mit einer maximalen Blende von f/1.7. Trotzdem ist die schwarze Vollformatkamera und das Revuenon 1:1.7 40 mm Objektiv recht kompakt und handlich.
Der Belichtungsmesser unterstützt Kleinbildfilme mit einer Empfindlichkeit von ISO 25 bis ISO 800. Er funktioniert auf dem Prinzip der Zeitvorwahl bzw. Blendenautomatik, das heißt, der Fotograf wählt eine Belichtungszeit (1/500 s, 1/250 s, 1/125 s, 1/60 s, 1/30 s, 1/15 s, 1/8 s) und die Kamera wählt die passende Blende.
Bei halb gedrücktem Auslöser speichert die gewählte Belichtung (AF-Lock). Einen komplett manuellen Modus hat die Revue 400 SE nicht, es gibt allerdings vier Einstellungen für einen Hot Shoe Blitz (Leitzahl 7, 14, 28, 56).
Der Blitz kann dank des Copal Zentralverschluss mit allen Belichtungszeiten verwendet werden. Für Langzeitbelichtungen gibt es einen Bulb-Modus. Ein Stativ- und Kabelauslösergewinde und ein Selbstauslöser vervollständigen das Bild.
Die Revue 400 SE bzw. der Belichtungsmesser benötigt eine PX 675 1.35V Quecksilberbatterie. Diese Batteriegattung darf in der EU nicht mehr hergestellt werden. Eine mögliche Alternative für die Kleinbildkamera ist eine 1.4V Hörgerätbatterie, diese hält allerdings nicht so lang wie die original Batterie.
Die Vivitar 35ES ist der Revue 400 SE sehr ähnlich. Es gab auch eine seltenere Ausführung der 400 SE mit Gehäuse in Chrom.
Technische Daten
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Kameratyp | Messsucherkamera |
| Filmformat | 35mm / Kleinbild |
| Filmtransport | Manuell |
| Bildformat | 24 mm x 36 mm |
| Brennweite | 40 mm |
| Größte Blendenöffnung | f/1.7 |
| Fokus | Manuell |
| Messsucher | Ja |
| Verschlusszeiten | 1/500 Sekunde bis 1/8 Sekunde, Bulb |
| Bulb-Modus | Ja |
| Belichtungsmesser | Ja |
| Unterstützte Filmempfindlichkeiten | ISO 25 bis 800 |
| Belichtungsmodi | Blendenautomatik |
| Manuelle Belichtungseinstellungen | Nein |
| DX-Erkennung (Automatische Filmempfindlichkeit) | Nein |
| Datumseinbelichtung | Nein |
| Eingebauter Blitz | Nein |
| Blitzanschluss | Hot Shoe |
| Blitzsynchronzeit | 1/500 s |
| Stativgewinde | Ja |
| Kabelauslösergewinde | Ja |
| Selbstauslöser | Ja |
| Stromversorgung | 1x PX675 1,35V Quecksilberbatterie |
| Firmenname der Marke | Foto Quelle |
| Geschätzter Wert / Gebrauchtpreis | 95,57 Euro Schätzung basierend auf Gebrauchtpreisen von 31 Angeboten (ggf. mit unterschiedlichem Lieferumfang und/oder Zustand). Stand 15.6.2026 |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2023 | 125,56 Euro |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2024 | 108,06 Euro |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2025 | 98,31 Euro |
Häufige Fragen zur Revue 400 SE
Ist diese Kamera für Anfänger geeignet?
Ihre kompakte Größe und die automatischen Belichtungsmodi machen sie relativ einfach zu bedienen, auch für Anfänger. Der Mangel an vollständiger manueller Steuerung kann jedoch die kreativen Möglichkeiten für erfahrene Fotografen einschränken. Das feste Objektiv schränkt die Vielseitigkeit ebenfalls ein.
Welche Art von Film verwendet die Revue 400 SE?
Sie verwendet Standard-35mm-Film. Der Belichtungsmesser funktioniert mit ISO-Empfindlichkeiten von 25 bis 800 und bietet so Flexibilität bei der Filmauswahl.
Wie funktioniert die Scharfstellung bei dieser Kamera?
Die Revue 400 SE ist eine Messsucherkamera, d.h. Sie verwenden den Sucher, um das Motiv manuell zu fokussieren. Der Sucher zeigt das Motiv und einen separaten Messsucher-Patch für die genaue Scharfstellung.
Kann ich einen Blitz mit dem Gerät verwenden?
Ja, sie hat einen Blitzschuh für Blitzgeräte. Vier verschiedene Leitzahl-Einstellungen (7, 14, 28, 56) stehen zur Verfügung, um die Blitzleistung an die Filmgeschwindigkeit anzupassen.
Welche Art von Batterie benötigt diese Kompaktkamera?
Ursprünglich wurde eine PX 675 1,35V Quecksilberbatterie verwendet, die jetzt veraltet ist. Eine 1,4V-Hörgerätebatterie kann als Ersatz verwendet werden, obwohl ihre Lebensdauer kürzer ist.



Obwohl sie schon so alt ist,kann sie es immer noch sehr gut.
Eine recht wertige Ausführung dieser verdeckten MINOLTA oder auch KONICA oder auch “ein bisserl LEICA-feeling”….,welches d.d.COPAL-Verschluss und dem damit verbundenen Auslösegeräuscfh aktiviert wird,belebt sich der Gedanke,,d.d.Haptik,gerne damit zu photographieren,jedoch d.d.Silberoxydbatterie von damals oxidiert und versäuert der Schraubdeckel derART,daß er nur noch radikal gedreht werden könnte,wenn überhaupt….Ansonsten ein TOPgerät!!!!!