Um Komplikationen beim Be- und Entladen von Rollfilmkameras beim Verbraucher zu vermeiden, wurde von Kodak in den 60er Jahren ein neues Filmformat entwickelt. Der Erfinder Hubert Nerwin entwickelte für Eastman Kodak die 126 Filmkassetten. Im Jahr 1964 erhielt er dafür ein Patent.
Das 126-Filmformat, von Kodak als "Kodapak" bezeichnet baut auf einem 35 mm breiten Film, der mit einem Papierrücken in eineKunststoff-Filmmagazin gespult auf. Der Belichtungsbereich beträgt nominal 26 × 26 mm, obwohl er eigentlich 29 × 28 mm beträgt, die auf ca. 26½ × 26½ mm maskiert sind. Um Bildüberlappungen zu vermeiden, gibt sich für jeden Abschnitt ein Indexloch.
Im selben Jahrzehnt stellte die japanische Minolta die erste Kamera für das Filmformat vor. Unter anderem wurde auch eine Messsucherkamera für das 126-Filmformat entwickelt. Einige Modelle wurde sowohl unter der Marke "Minolta" als auch unter verschiedenen Handelsmarken vertrieben.
Heute gibt es leider keine Filme mehr für diese Kameras.