Ich kann jedem Fotografen eigentlich nur empfehlen, ein physisches Notizbuch dabei zu haben. In unserem digitalen Workflow geht so vieles verloren oder verschwindet in unübersichtlichen Apps, dass das geschriebene Wort eine wohltuende Beständigkeit bietet. Es erdet einen.
Die Produkte von Word. Notebooks sind hierbei eine interessante Möglichkeit, die ich mir in den letzten Wochen genauer angesehen habe. Word. Notebooks ist eine Marke aus den USA und bietet verschiedene Schreibwaren an.
Notizbücher für die Jackentasche
Die klassischen Notizbücher des Herstellers kommen im bewährten Pocket-Format (3.5″ x 5.5″ – 8,89 x 13,97 cm) daher. Ich habe unter anderem die Editionen mit den Weltraum-Motiven genutzt. Es wirkt nicht so steril wie gewöhnlicher Bürobedarf, sondern hat einen gewissen Charakter. Natürlich muss ein das Design auch zusagen, Word. bietet hier immer wieder neue Editionen an.
Was mir im Alltag sofort positiv aufgefallen ist, ist die Handlichkeit. Ein wesentlicher Vorteil dieser Pocket Notebooks ist die niedrige Seitenzahl von üblicherweise 48 Seiten. Das klingt im ersten Moment nach wenig, ist aber im täglichen Einsatz mit einigen Vorteilen verbunden.
Zunächst einmal haben die Hefte ein sehr niedriges Gewicht und nehmen kaum Platz weg. Sie sind flexibel genug, dass sie so etwa problemlos in die Hosentasche passen, ohne beim Gehen zu stören.
Ein noch wichtigerer Aspekt ist jedoch das Risikomanagement. Wenn man ein dickes Notizbuch verliert, verliert man vielleicht ein Jahr an Aufzeichnungen und Ideen. Das ist schmerzhaft. Bei diesen dünnen Heften ist der Verlust überschaubar, da man sie relativ schnell füllen kann und dann archiviert.
Vor allem ist es aber ein sehr befriedigendes Gefühl, ein Buch tatsächlich zu füllen. Ein dickes Buch bleibt oft halb leer liegen, was einen immer ein wenig unzufrieden zurücklässt. Hier hat man schnell ein Ergebnis. Man klappt das volle Heft zu, legt es ins Regal und nimmt ein frisches.
Das Innere der Word. Notebooks ist mit einem simplen System aus Kreisen am Zeilenanfang versehen. Das kann man nutzen, um Aufgaben abzuhaken, oder man ignoriert es einfach und schreibt über die Ränder hinweg. Das Papier selbst kommt gut mit Kugelschreibern und Bleistiften zurecht, was für meine Zwecke unterwegs völlig ausreicht. Es hat ein helles weiß.
Die Intergalactic Edition kommt mit liniertem Papier. Die Bücher der Out of this World Edition sind mit einem Dot Grid bedruckt. Angeboten werden die Editionen in Packungen mit drei Stück.
Das Adventure Log
Ein weiteres Heft, das ich ausprobiert habe, ist das Adventure Log. Es richtet sich an Leute, die viel draußen sind, und ist daher für Landschaftsfotografen oder Location-Scouts ziemlich praktisch. Das Heft ist sehr schön geordnet. Jede Seite bietet vorgefertigte Felder für Ort, Datum, Bedingungen und Begleiter. Darunter ist Platz für freie Notizen.
Natürlich könnte man die Daten auch in ein Buch mit leeren Seiten eintragen. Aber eine leere Seite kann auch etwas beängstigend sein. Man weiß nicht so recht, wo man anfangen soll zu schreiben.
Gerade wenn man so ein Notizbuch anfängt, ist es gut, wenn man ein bisschen an die Hand genommen wird und einige Vorlagen hat. Es zwingt einen dazu, die grundlegenden Metadaten der Aufnahme oder des Ortes festzuhalten, ohne dass man groß darüber nachdenken muss. Später im Archiv findet man die Informationen dadurch viel schneller wieder, weil sie immer an der gleichen Stelle stehen.
Das 2026 Standard Memorandum
Ein sehr spezielles, aber faszinierendes Produkt ist das 2026 Standard Memorandum. Das Buch hat eine Größe von 2.35” x 5.25” / 5,9 x 13,3 cm. Das Layout ist extrem reduziert. Für jeden Tag gibt es nur ein sehr kleines Feld. Das kann als Terminkalender genutzt werden, wenn man wirklich nur die wichtigsten Deadlines eintragen will.
Ich fand es aber auch interessant als Tagebuch oder Ergänzung zu meinen normalen Notizen. Der Platzmangel zwingt einen dazu, jeden Tag auf wenige Worte oder einen Satz zu komprimieren. Man muss sich entscheiden, was wirklich wichtig war. Das ist eine gute Übung in Achtsamkeit.
Es ist schön, später dann da durchzublättern und das Jahr im Zeitraffer zu sehen, reduziert auf die absolute Essenz. Das Format ist zudem robust genug, um ein ganzes Jahr in der Innentasche einer Jacke zu überleben.
Das Leather Sleeve
Da diese Hefte aus Papier sind und im harten Fotoalltag durchaus leiden können, bietet der Hersteller passende Lederhüllen an. Ich habe das Leather Sleeve getestet. Es ist eine einfache, aber effektive Hülle, in die man das Notizbuch einschiebt. Das Leder fühlt sich gut an und riecht angenehm. Es gibt dem Ganzen eine Wertigkeit, die ein einfaches Pappheft nicht hat.
Die Hülle schützt die Ecken vor dem Abknicken, was besonders wichtig ist, wenn man das Heft in der Hosentasche trägt. Zudem gibt das Leder dem Heft etwas mehr Stabilität beim Schreiben, wenn man mal keinen Tisch zur Verfügung hat. Es wird mit der Zeit sicher Patina ansetzen, was mir persönlich gut gefällt. Es passt gut zu einer alten Kamera, die auch ihre Gebrauchsspuren hat.
Wer sein Notizbuch nicht nur als Wegwerfartikel sieht, sondern als langfristigen Begleiter, für den ist so eine Hülle eine sinnvolle Investition.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Word. Notebooks ein stimmiges System anbietet. Es ist nicht übertrieben luxuriös, sondern funktional und bodenständig. Die Produkte tun genau das, was sie sollen.
Mehr Informationen zu den verschiedenen Produkten gibt es auf der Website “wordnotebooks.com“.






























Schöner Blog, ich lese hier immer wieder gerne rein. Die Mischung aus Technik-Reviews und solchen Lifestyle-Themen für Fotografen ist wirklich gelungen. Weiter so!
Für Landschaftsfotografen kann ich zusätzlich noch wasserfeste Stifte empfehlen. Das Adventure Log klingt super praktisch, aber wenn es regnet, nützt das beste Notizbuch nichts, wenn die Tinte verläuft. Die Lederhülle ist aber ein Muss!
Toller Artikel! Ich bin auch ein großer Fan davon, meine Gedanken handschriftlich festzuhalten. Die Weltraum-Motive sehen echt klasse aus, das ist mal was anderes als das typische Schwarz oder Blau.
Der Punkt mit dem Risikomanagement ist interessant. Ich habe bisher immer dicke A5-Kladden genutzt, aber eigentlich stimmt es – wenn man die verliert, ist alles weg. Die Idee mit den dünneren Heften werde ich mal ausprobieren.