In der analogen Fotografie finden viele von uns einen bewussten Gegenpol zur Schnelllebigkeit der digitalen Welt. Es ist ein Prozess der Entschleunigung, der Konzentration auf das Wesentliche. Jede Aufnahme ist eine wohlüberlegte Entscheidung.
Ähnlich verhält es sich mit dem Schreiben von Hand. Das Führen eines Notizbuches, das Festhalten von Gedanken, Ideen und Plänen mit einem Stift auf Papier, hat eine fast meditative Qualität. Es ordnet die Gedanken und fördert die Kreativität auf eine Weise, die eine Tastatur nur selten vermag.
Für einen solchen analogen Prozess wünscht man sich auch ein entsprechendes Werkzeug. Ein Notizbuch, das man gerne zur Hand nimmt, dessen Haptik inspiriert und das über die Jahre zu einem treuen Begleiter wird.
Auf der Suche nach einem solchen Gefährten bin ich auf das Leather Journal von Citysheep gestoßen. Die Variante in Olivgrün sprach mich sofort an, und die Neugier war geweckt, ob dieses Produkt dem Anspruch gerecht werden kann, mehr zu sein als nur eine simple Hülle für Papier.
Es geht um das Gefühl, um die Wertigkeit und um die Verbindung, die man zu einem Gegenstand aufbaut, der die eigenen kreativen Spuren beherbergen soll.
Schon beim Öffnen des Pakets steigt einem dieser typische, unverkennbare Geruch von echtem Leder in die Nase. Es ist ein Duft, der für mich untrennbar mit Qualität und Handwerk verbunden ist und eine gewisse Vorfreude auf die erste Berührung weckt.
Das Leder des Journals in der Farbe Olivgrün ist ein italienisches, pflanzlich gegerbtes Vollnarbenleder. Die Oberfläche fühlt sich sehr glatt und geschmeidig an. Es ist eine Freude, mit den Fingern darüber zu streichen und die feine Struktur des Naturmaterials zu spüren.
Die Farbe selbst ist dezent und erdig, ein Ton, der sich unaufdringlich in eine natürliche Umgebung einfügt und gut zu der Ästhetik passt, die viele Fotografen schätzen.
Von der Materialstärke her könnte das Leder für meinen persönlichen Geschmack einen Tick dicker sein, um ein noch substanzielleres Gefühl in der Hand zu vermitteln. Andererseits trägt die gewählte Dicke zur Flexibilität und zum geringen Gewicht des Journals bei.
Ich habe mich für die Größe A5 entschieden, die mit ihren Maßen von 16 cm mal 23 cm einen guten Kompromiss aus ausreichend Schreibfläche und Portabilität darstellt. Es passt problemlos in meine Fototasche.
Die Funktionsweise des Citysheep Journals ist ebenso einfach wie effektiv. Es handelt sich um ein wiederbefüllbares System, das auf internen Gummibändern basiert.
Im Inneren des Ledercovers spannt sich ein Gummi. Man schlägt einfach ein Heft in der Mitte auf und schiebt es unter den Gummi. Das Heft sitzt dann sicher und fest im Cover, lässt sich aber bei Bedarf ebenso schnell und unkompliziert wieder austauschen. Es ist auch möglich mehrere Notizbücher / Hefte in dem Cover zu verstauen.
Dieses System bietet eine hohe Flexibilität. Man ist nicht an einen bestimmten Papiertyp oder eine Lineatur gebunden, sondern kann die Hefte nach Belieben kombinieren. Die Kompatibilität mit gängigen Notizbuchmarken wie Moleskine oder Leuchtturm1917 macht die Nachbeschaffung von Einlagen sehr einfach.
Man kann beispielsweise ein Heft mit liniertem Papier für klassische Notizen und ein zweites mit Blankopapier für Skizzen oder Zeichnungen verwenden.
Die von mir gewählte Ausführung verfügt zusätzlich über eine Einstecktasche auf der linken Innenseite sowie eine Stiftschlaufe. Die Tasche ist praktisch für lose Zettel, Visitenkarten oder einen Reisepass, was den Charakter als Reisejournal unterstreicht.
Die Stiftschlaufe ist aus Leder gefertigt und hält einen Stift sicher an seinem Platz. Man sollte jedoch beachten, dass die Schlaufe eher für Stifte mit einem durchschnittlichen Durchmesser konzipiert ist. Ein sehr dicker Füllfederhalter könnte hier an seine Grenzen stoßen.
Für einen Fotografen ist ein Notizbuch weit mehr als nur ein Ort für Termine oder Einkaufslisten. Es ist ein Logbuch, ein Ideen-Speicher, ein Begleiter bei jedem Ausflug und auf jeder Reise. Das Journal wird so zu einem integralen Bestandteil des kreativen Schaffensprozesses.
Ein Aspekt, der bei einem Produkt aus Leder eine besondere Rolle spielt, ist seine Fähigkeit zu altern. Das Schöne an diesem Naturmaterial ist, dass es mit der Zeit eine individuelle Patina entwickelt. Jeder Kratzer, jede Druckstelle, jede farbliche Veränderung durch die Sonne oder den Kontakt mit den Händen erzählt eine Geschichte.
So wird mein Cover in ein paar Jahren komplett anders aussehen als das eines anderen Käufers, der heute das gleiche Produkt erwirbt. Es wird die Spuren meiner Reisen und meiner Arbeit in sich tragen und so zu einem zutiefst persönlichen Gegenstand. Dieses Journal ist kein statisches Produkt, sondern es lebt und entwickelt sich gemeinsam mit seinem Besitzer. Es wird zu einem stillen Zeugen der eigenen fotografischen Reise.
Nach einigen Wochen der Nutzung lässt sich ein positives Fazit ziehen. Das Citysheep Leather Journal in der olivgrünen Ausführung ist hochwertiges Produkt. Es verbindet eine ansprechende Ästhetik mit einer guter Funktionalität und erweist sich als praktischer Alltagsbegleiter für kreative Menschen.
Die Qualität des italienischen Leders ist spürbar, und die Haptik ist sehr angenehm. Man merkt, dass es sich um ein Produkt handelt, bei dem die Macher Wert auf Qualität und Handwerk legen.
Die Flexibilität des nachfüllbaren Systems ist ein klarer Pluspunkt. Schnell lässt sich ein Notizbuch austauschen und durch ein anderes Buch ersetzen.
Es ist kein lautes oder extravagantes Produkt, sondern besticht durch seine schlichte Eleganz und seine Zuverlässigkeit. Es unterstützt den bewussten und entschleunigten Ansatz, der viele von uns zur analogen Fotografie führt, und überträgt dieses Gefühl auf den Akt des Schreibens.
Die Aussicht darauf, dass das Leder über die Jahre eine einzigartige Patina entwickeln wird, verleiht dem Journal einen zusätzlichen, persönlichen Wert. Es ist ein Werkzeug, das dazu einlädt, benutzt zu werden, und das verspricht, über eine lange Zeit ein treuer und sehr persönlicher Aufbewahrungsort für Gedanken, Pläne und Erinnerungen zu sein.
Kaufen kann man das Journal direkt im Online-Shop von Citysheep.














Danke für die detaillierte Vorstellung! Das Konzept mit dem wiederbefüllbaren Notizbuch finde ich super praktisch, gerade weil man so flexibel bei den Einlagen ist. Mich würde noch interessieren, wie gut sich das Journal im Alltag schlägt, wenn man es häufiger in einer Tasche transportiert – entstehen schnell auffällige Kratzer oder trägt die Patina eher zu einem schönen Vintage-Look bei? Ich bin da immer etwas vorsichtig bei Leder.
Ein sehr inspirierender Artikel! Ich kann die Faszination für analoge Prozesse und die Wertschätzung für solche “Werkzeuge” absolut nachvollziehen. Es ist wirklich etwas Besonderes, wenn ein Gegenstand durch die Nutzung eine eigene Geschichte erzählt. Das Citysheep Journal klingt genau nach so einem Begleiter, vor allem die Beschreibung des Leders und der Patina-Entwicklung hat mich angesprochen. Mal sehen, ob es auch bald meine kreativen Spuren beherbergen darf!
Als jemand, der selbst die analoge Fotografie schätzt, finde ich den Gedanken, diesen entschleunigenden Ansatz auch auf das Schreiben zu übertragen, absolut faszinierend. Ein Notizbuch, das mit der Zeit Charakter bekommt und die eigenen Geschichten miterzählt, ist so viel mehr als nur ein Gebrauchsgegenstand. Danke für diesen schönen Bericht, er hat mich inspiriert, auch mal wieder mehr zur Hand zu schreiben!
Ich besitze selbst seit einiger Zeit das Citysheep Journal und kann die Begeisterung des Autors nur teilen! Die Qualität des Leders ist fantastisch und die Patina, die sich entwickelt, ist wirklich einzigartig. Ich finde besonders die Stiftschlaufe sehr praktisch, da ich meinen Lieblingsstift so immer griffbereit habe. Eine tolle Empfehlung für alle, die Wert auf handwerkliche Qualität und einen persönlichen Begleiter legen!
Das Citysheep Journal sieht wirklich ansprechend aus, besonders die Farbe Olivgrün gefällt mir gut. Ich überlege mir schon länger, ein hochwertiges Notizbuch für meine Reisen anzuschaffen.