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Rhinokey Smartcard

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Es gibt dieses eine Gefühl, das jeder Fotograf kennt und das uns oft kälter den Rücken herunterläuft als der eisige Wind bei einer Landschaftsaufnahme im tiefsten Winter. Es ist der Moment, in dem man in die Tasche greift und ins Leere fasst. Sei es das Portemonnaie nach einem hektischen Shooting in der Stadt oder, was noch viel schlimmer wiegt, die kleine Tasche mit den vollen Speicherkarten, die man eben noch sicher verstaut glaubte.

Inzwischen gibt es einige Tracker, die die Sorge etwas lindern wollen. Dazu zählt auch die Rhinokey Smartcard. Der Hersteller, den viele vielleicht eher von seinen Schlüsselorganizern kennen, hat sein Portfolio erweitert und bietet nun einen Tracker im Kreditkartenformat an.

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Technische Daten und Haptik

Nimmt man die Rhinokey Smartcard zum ersten Mal aus der Verpackung, fällt sofort auf, wie angenehm unscheinbar sie ist. Wir sprechen hier von einer Dicke von etwa 1,8 Millimetern. Um das in Relation zu setzen: Das entspricht ungefähr der Stärke von zwei übereinandergelegten Standard-Kreditkarten. Das klingt auf dem Papier nach wenig, ist aber in der Hand durchaus spürbar robuster als eine einfache Plastikkarte. Das Gewicht liegt bei etwa 12,5 Gramm, was im Alltag absolut vernachlässigbar ist. In einem vollgepackten Rucksack oder auch in der Gesäßtasche trägt das nicht auf.

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Das Gehäuse besteht aus einem matten, schwarzen Kunststoff. Es ist ein Gebrauchsgegenstand.

Ein wichtiges Detail für uns Fotografen, die wir oft draußen unterwegs sind, ist die Widerstandsfähigkeit gegen Elemente. Die Karte ist nach IP68 zertifiziert. Das bedeutet, sie ist staubdicht und übersteht auch zeitweiliges Untertauchen. Wenn also bei einem Outdoor-Shooting der Rucksack im nassen Gras liegt oder man vom Regen überrascht wird, muss man sich um die Elektronik im Inneren keine Sorgen machen.

Ein technischer Aspekt, der die Rhinokey Smartcard von vielen, oft günstigeren Mitbewerbern unterscheidet, ist die Energieversorgung. Anstatt auf fest verbauter Einweg-Batterien zu setzen, die nach einem oder zwei Jahren Elektroschrott produzieren, hat Rhinokey einen wiederaufladbaren Akku integriert.

Geladen wird zeitgemäß über den Qi-Standard. Man legt die Karte also einfach auf das gleiche Ladepad, das man auch für das Smartphone nutzt. Eine volle Ladung soll laut Hersteller bis zu fünf Monate halten. Das ist ein Wert, der im Alltag bedeutet, dass man sich kaum Gedanken machen muss, solange man eine gewisse Routine entwickelt, die Karte zwei- oder dreimal im Jahr auf das Ladegerät zu legen.

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Funktionsumfang und Netzwerke

Der Funktionsumfang wird maßgeblich durch das gewählte Ökosystem bestimmt, da Rhinokey hier keine eigene App-Infrastruktur aufzwingt, sondern sich voll in die nativen Lösungen von Apple und Google integriert. Das ist ein großer Vorteil, da diese Netzwerke durch die schiere Anzahl an beteiligten Smartphones eine enorme Abdeckung bieten.

Bei der Apple-Variante klinkt sich die Karte in das “Wo ist?” Netzwerk ein. Das bedeutet, dass Millionen von fremden iPhones, iPads oder Macs, die zufällig an meinem verlorenen Rucksack vorbeikommen, das verschlüsselte Bluetooth-Signal der Karte auffangen und den Standort sicher an mich übermitteln können.

Die Karte verfügt zudem über einen Lautsprecher, um sie in der näheren Umgebung akustisch orten zu können. Auch die “Zurückgelassen”-Benachrichtigung ist implementiert. Verlasse ich also das Café ohne meine Tasche, meldet sich mein iPhone nach einigen hundert Metern.

Die Google-Variante nutzt das adäquate “Mein Gerät finden” Netzwerk von Android. Auch hier ist das Prinzip das Crowdsourcing. Lange Zeit hatte Google hier das Nachsehen gegenüber Apple, aber mit dem neuen Netzwerk-Rollout hat sich das Blatt gewendet, und die Abdeckung ist mittlerweile auch in ländlicheren Gegenden sehr brauchbar. Die Rhinokey Karte für Android bietet im Grunde die gleichen Features: Ortung auf der Karte, Abspielen eines Tons und Benachrichtigungen.

Ein wesentliches Merkmal beider Karten ist der Verzicht auf UWB, also Ultra-Wideband. Das bedeutet, die präzise Suche mit Richtungspfeil auf den letzten Metern, wie man sie vom Apple AirTag kennt, fehlt hier.

Man ist also auf das Gehör angewiesen, sobald man in unmittelbarer Nähe ist. Angesichts der extrem flachen Bauweise ist das ein verständlicher Kompromiss, den man aber vor dem Kauf kennen sollte.

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In der Praxis als Fotograf

Kommen wir zum entscheidenden Teil. Wie schlägt sich die Hardware im Alltag eines Fotografen? Der erste Schritt ist die Einrichtung, und hier kann ich beiden Varianten ein Lob aussprechen.

Die Einrichtung ist einfach und intuitiv gelöst. Man muss lediglich einen markierten Punkt auf der Karte drücken, der sich als kleiner, fast unsichtbarer Taster unter der Oberfläche verbirgt. Bei der Apple-Version öffnet man die “Wo ist?” App, wählt “Anderes Objekt hinzufügen”, drückt den Knopf auf der Karte, bis ein Bestätigungston erklingt, und schon taucht die Karte auf dem Bildschirm auf.

Man vergibt einen Namen, vielleicht ein passendes Emoji wie eine Kamera oder einen Rucksack, und die Sache ist erledigt. Bei der Android-Variante verhält es sich ähnlich reibungslos über die Systemeinstellungen von Google. Es gibt keine Hürden, keine nervigen Registrierungszwänge bei Drittanbietern. Das ist Technik, die sich zurücknimmt.

Ich habe die Karten in verschiedenen Szenarien getestet. Ein Exemplar wanderten in mein Notizbuch, das andere versteckte ich in einem Reißverschlussfach meiner Kameratasche. Die Rhinokey Smartcard verschwindet einfach.

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Ein Szenario, das ich simuliert habe, ist das Wiederfinden der Tasche in einer unübersichtlichen Umgebung, etwa einem vollen Studio oder einer Hotellobby. Da die genaue Peilung via UWB fehlt, ist die Lautstärke des integrierten Lautsprechers das wichtigste Werkzeug.

Hier zeigte sich im direkten Vergleich ein interessanter Unterschied. Während beide Karten ihren Zweck erfüllen, ist das Klingeln der Apple Variante etwas lauter und durchdringender. Der Ton der Android-Version ist zwar deutlich hörbar, aber wenn die Karte tief in einer gut gepolsterten Fototasche steckt und diese wiederum unter einem Stapel Jacken liegt, muss man schon genau hinhören.

Die Apple-Version schafft es hier eher, auch Umgebungsgeräusche zu übertönen. Das ist kein dramatischer Unterschied, der die Android-Karte unbrauchbar macht, aber im direkten A-B-Vergleich fällt es auf. Vermutlich liegt das an unterschiedlichen Frequenzmodulationen, die von den jeweiligen Betriebssystemen angesteuert werden.

Was die Akkulaufzeit angeht, so konnte ich in der Testzeit natürlich nicht die vollen fünf Monate überprüfen. Aber der Ladestand, der in der App angezeigt wird, hat sich kaum bewegt. Das kabellose Laden funktionierte auf meinem Nachttisch problemlos. Es gibt eine kleine LED auf der Karte, die den Ladestatus anzeigt. Rot für Laden, Grün für voll. Simpel und effektiv.

Ich finde den Gedanken beruhigend, vor einer großen Fotoreise einfach alle Tracker einmal über Nacht auf die Ladematte zu legen und dann für den Rest der Saison Ruhe zu haben, anstatt CR2032-Batterien auf Vorrat kaufen zu müssen.

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Fazit

Die Rhinokey Smartcard ist ein Werkzeug, das genau das tut, was es soll, ohne dabei viel Aufhebens zu machen. Für uns Fotografen löst sie ein ganz spezifisches Problem: Die Sicherung von wertvollem Equipment, ohne dabei Platz zu verschwenden oder die Ergonomie unserer Taschen zu stören.

Der Verzicht auf die genaue Richtungssuche ist der Preis, den man für die extrem flache Bauweise zahlt. In meinen Augen ist das ein fairer Tausch. Denn der beste Tracker ist der, den man immer dabei hat und der nicht stört. Und genau das leistet die Rhinokey Smartcard.

Kaufen kann man den Tracker in beiden Variante einfach im Online Shop von Rhinokey.

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Ein Kommentar zu “Rhinokey Smartcard

  • Hansi
    8. April 2026

    Ich habe beim Wandern meinen Geldbeutel am Berg verloren (neue Hose mit noch ungewohntem Taschendesign). Das Dilemma habe ich etwa 30min und 200hm tiefer gemerkt. Da eine Rhinocard (Androidversion) drinnen war, wurde mir die Lage “maps” am smartphone gezeigt und da lag der Geldbeutel dann auch.

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