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PGYTECH Roller Camera Backpack

Viel Equipment, lange Fotoshootings und müde Schultern? Der PGYTECH Roller Camera Backpack kombiniert Rollkoffer mit Rucksack, um das Schleppen zu erleichtern. Wir haben getestet, was der Hybrid im Alltag taugt und wo seine Grenzen liegen.

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Maße & Material

Das Grundgehäuse des Rucksacks ist für anspruchsvolle Einsätze konzipiert und basiert auf einem widerstandsfähigen Außenstoff mit wasserabweisender Beschichtung. Mit einem Fassungsvermögen von dreißig Litern im Hauptfach und einer optionalen Erweiterung um zehn Liter im Frontbereich bietet die Tasche reichlich Stauraum für professionelles Kameraequipment. Diese Kapazität spiegelt sich allerdings in den äußeren Abmessungen wider.

Mit Außenmaßen von 540 × 360 × 250 mm (bzw. 590 × 360 × 250 mm inklusive montierter Rollen) fällt die Tasche recht wuchtig aus. Vor allem die Tiefe von 25 cm liegt deutlich über den gängigen Handgepäck-Grenzwerten der meisten Airlines, die in der Regel ein Maximum von 20 cm vorschreiben. Da sich dieser Wert im erweiterten und beladenen Zustand nochmals vergrößert, sollten Vielreisende genau prüfen, ob der Trolley am Gate beanstandet wird und unter Umständen als reguläres Gepäck aufgegeben werden muss.

Das Branding ist sehr zurückhaltend. Ein kleines Etikett an der Vorderseite mit dem Logo ist annehmbar. Das seitliche Logo mit der Modellbezeichnung ist in meinen Augen etwas unnötig. Diese Kennzeichnung ist zwar unauffällig, aber wirkt irgendwie wenige professionell.

Im Innenraum kommt ein dunkles Futter zum Einsatz. Hier wäre ein helles Innenfutter von deutlichem Vorteil. Dunkle Gegenstände wie Objektivdeckel, Speicherkartenhüllen oder schwarze Adapterkabel sind auf dunklem Grund bei schwachem Licht nur schwer zu erkennen. Ein heller Stoff würde den Kontrast erhöhen und das Auffinden von Kleinteilen in dunkleren Arbeitsumgebungen erleichtern, hat aber natürlich den Nachteil, dass man schneller Flecken sieht.

Die sonstige Verarbeitung des Obermaterials, der Nähte und der Verbindungspunkte ist solide ausgeführt und verspricht eine angemessene Lebensdauer. Auch die Reißverschlüsse der wichtigen Fächer laufen gut. Das Hauptfach bietet die Möglichkeit der Anbringung eines Schlosses.

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Aufteilung & Fächer

Das Hauptfach lässt sich über die gesamte Vorderseite aufklappen und bietet direkten Zugriff auf den gesamten Inhalt. Die im Lieferumfang enthaltenen Trennwände ermöglichen eine individuelle Einteilung für Kameras, Festbrennweiten, Zoomobjektive und Zubehör.

Das 30 Liter fassende Hauptfach bietet viel Stauraum und schluckt problemlos selbst anspruchsvolle Profi-Ausrüstungen. Es lassen sich darin beispielsweise zwei bis drei spiegellose Vollformat-Kameras (wie eine Sony Alpha 7 IV oder Canon EOS R5) samt angesetztem 70–200mm f/2.8 Telezoom, ein 24–70mm f/2.8 Standardzoom, ein Ultraweitwinkel sowie zwei zusätzliche Festbrennweiten sicher verstauen.

Auch für Event- und Porträtfotografen ist das Fach hervorragend geeignet: Es bietet problemlos Platz für mehrere Aufsteckblitze oder kompakte Akkublitze samt Funkauslösern und Lichtformer-Adaptern.

Alternativ bleibt neben zwei Kameragehäusen und Objektiven noch genügend Raum für ein kompaktes Drohnen-Setup (wie eine DJI Mavic oder Mini) inklusive Controller und Zusatzakkus oder für Funkstrecken und Audiozubehör.

Ein kundenfreundlicher Aspekt des Systems besteht darin, dass einzelne Separatoren für die Unterteilung separat als Ersatzteile nachgekauft werden können. Dadurch lässt sich die Tasche sehr gut an das eigene Equipment anpassen.

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Eine interessante Ausbauoption wäre ein komplett herausnehmbares Kamerainnenteil. Wenn sich der gesamte Fotoeinsatz als zusammenhängende Einheit herausnehmen ließe, könnte man den Koffer auf privaten Reisen problemlos als normalen Reisetrolley für Kleidung und Reisegepäck verwenden.

Gegenüberliegend findet sich ein Fach für Laptop und Tablets. Dies ist auch nochmal unterteilt, so kann man Laptop und Tablet etwa trennen.

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Zwei Gurte halten bei Bedarf den vorderen Teil

Auf der Vorderseite befindet sich ein Fach für schnellen Zugriff. Dies geht überraschend tief und bietet etwa Platz für Kabel, Powerbank oder auch ein Notizbuch. Dort befindet sich ebenfalls ein Schlüsselband für die Befestigung eines Schlüsselbunds, Taschenlampe oder auch einem Multitool.

Zusätzlich zum Hauptfach bietet der Rucksack ein erweiterbares Vorderfach, das bei Bedarf zehn zusätzliche Liter Volumen bereitstellt. Bei diesem Erweiterungsteil zeigen sich im Alltag zwei Seiten. Einerseits ist die feste Trennung zwischen dem Hauptfach und der Erweiterung logisch aufgebaut. Wenn das Hauptfach komplett mit Kameras und schweren Objektiven gefüllt ist, möchte man Kleidung oder persönliche Gegenstände meist nicht direkt auf die Technik legen, sondern sauber davon trennen.

Andererseits begrenzt diese feste Unterteilung die Einsatzmöglichkeiten. Wenn ein größerer Gegenstand wie ein Gimbal oder eine sperrige Videoleuchte transportiert werden soll, wäre der Verzicht auf eine Trennwand hilfreich, um die gesamte Tiefe beider Bereiche zusammenhängend nutzen zu können.

Im erweiterbaren Vorderfach befindet sich im oberen Bereich ein Reißverschlussfach. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich zudem im unteren Bereich ein kleines Fach. Zudem findet sich auch ein Apple AirTag Fach im Vorderfach.

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An der Seite des PGYTECH Roller befinden sich jetzt zwei Taschen mit einem elastischen Band. Dort lässt sich ein Stativ, Regenschirm oder Wasserflasche verstauen. Diese Taschen könnten für meinen Geschmack noch ein Tick größer sein.

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Ein größeres Stativ lässt sich aber auch auf der Oberseite befestigen. Dafür liegen zwei Gurte bei, die an vier Ösen befestigt werden und das Stativ in Position halten.

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Für Kleinteile liegt dem Rucksack ein separates Zubehöretui (Digital Organizer Bag) bei, das speziell auf die Unterbringung von Kabeln, Ladegeräten und Kameraakkus ausgelegt ist.

Ein durchdachtes Detail ist das mitgelieferte Trageband samt Quick Connector / Quick Bead. Damit lässt sich das Etui wahlweise sicher im Rucksack oder an den Seitentaschen fixieren, bei Bedarf mit einem Handgriff abnehmen und als eigenständige kleine Tasche nutzen – was sich besonders an Sicherheitskontrollen am Flughafen auszahlt, wenn Akkus und Powerbanks separat vorgezeigt werden müssen. Das Trageband kann auch für einen anderen Zweck genutzt werden.

Im Inneren des Etuis bieten passgenaue Fächer einen strukturierten Platz für mehrere Akkus und diverses Zubehör. Auf der einen Seite befindet sich Stretchbänder für Akkus und Kabel. An drei Positionen befindet sich ein Indikator für den Ladestand des Akkus.

Auf der anderen Seite befindet sich ein unterteiltes Fach aus Netzstoff, dass mit einem Reißverschluss verschlossen ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wäre es wünschenswert, wenn das Material dieser Fächer transparent gestaltet wäre. Klarsichtfenster oder transparente Folien würden den direkten Blick auf Speicherkarten oder Adapterkabel ermöglichen, ohne dass jedes Fach erst mühsam geöffnet und durchsucht werden muss.

Funktionen

Der größte Vorteil der Tasche liegt in der Verwandlungsmöglichkeit zwischen Rollkoffer und Rucksack. An der Unterseite sind doppelreihige PU-Rollen verbaut, die sich bei Bedarf schnell abnehmen lassen. Die Rollen laufen sehr gut und erzeugen auf glatten Böden kaum Rollwiderstand. Sie rollen fast schon zu leichtgängig, weshalb man auf abschüssigem Untergrund vorsichtig sein muss, wenn man den Koffer für einen Moment loslässt.

Der dreistufige Aluminiumgriff lässt sich weit ausziehen und ermöglicht ein stabiles Ziehen des Koffers. Die Stabilität wird auch dadurch erreicht, dass der Griff über die gesamte Breite der Tasche geht und nicht nur ein Teil.

Wenn der Untergrund uneben wird, kommen die integrierten Schultergurte zum Einsatz. Diese sind hinter einer Rückenabdeckung verstaut und lassen sich mit wenigen Handgriffen einsatzbereit machen. Ein Brustgurt ist hier auch vorhanden.

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Hat man vor den Rucksack länger zu tragen, kann man die Rollen in einer mitgelieferten Tasche verstauen. Für eine kurze Nutzung gibt es zwei integrierte Überzüge für die Rollen, die die Kleidung vor Verschmutzung schützen. Sollten die Rollen wirklich dreckig sein, etwa durch Matsch und / oder Regen, würde ich empfehlen lieber die zwei Rollen schnell zu entfernen und separat zu verstauen. Durch die Abnehmbarkeit können sie dann zu Hause schnell gereinigt werden. Die Reinigung der Überzüge ist etwas umständlicher.

Während der Nutzung im Alltag zeigen sich neben den vielen Stärken einige Details mit Optimierungsbedarf.

Ein wiederkehrendes Problem betrifft den Reißverschluss des Trolley-Griffs. Dieser Reißverschluss bleibt regelmäßig an den benachbarten Schlaufen für das Gurtsystem an der Oberseite hängen. Beim Öffnen und Schließen muss man die Ösen jedes Mal mit den Fingern zur Seite drücken, um ein Verkanten zu verhindern.

Ein weiteres Detail betrifft den oberen und seitlichen Tragegriff der Tasche. Der Abstand zwischen dem Griff und der Oberseite des Koffers ist relativ eng bemessen. Wenn man an kühlen Tagen dickere Handschuhe trägt, bleibt wenig Platz für die Hand, um den Griff schnell und sicher zu greifen. Ein Griff mit etwas mehr Spielraum würde das Handling im Außenbereich erleichtern.

Die Polsterung schützt das Equipment vor Stößen und Erschütterungen. Auch bei schlechtem Wetter bleibt der Innenraum trocken, sofern bei starkem Regen die mitgelieferte Regenhülle übergezogen wird. Die Regenhülle hat Aussparungen für den Trolleygriff und die Räder. Beides kann also auch bei Regen genutzt werden.

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Fazit

Das hybride Konzept geht in der Praxis voll auf: Gerade der blitzschnelle und unkomplizierte Wechsel zwischen Rollkoffer und vollwertigem Rucksack ist im Alltag super praktisch. Auf asphaltierten Straßen oder in Bahnhöfen lässt sich das schwere Fotoequipment kräfteschonend hinterherziehen – und sobald Treppen, Kopfsteinpflaster oder unwegsame Waldwege den Weg versperren, sitzt die Tasche mit wenigen Handgriffen stabil auf dem Rücken.

Zwar hinterlässt der Test einige kleinere Kritikpunkte im Detail – wie den gelegentlich hakenden Reißverschluss an der Griffabdeckung, das dunkle Innenfutter oder die undurchsichtigen Mesh-Fächer im Zubehöretui. Zudem schränkt die üppige Gehäusetiefe von 25 cm die Eignung für reguläre Flugreisen als Handgepäck spürbar ein.

Sieht man von Flugreisen jedoch ab, ist das Modell eine hervorragende Wahl für Reisen mit Bahn oder Auto sowie für jeden Einsatz, bei dem man viel Equipment transportieren muss. Egal ob ganztägiges Fotoshooting, umfangreicher Videodreh oder ausgedehnte Fototour: Wer regelmäßig mit schwerem Setup unterwegs ist, findet im PGYTECH Roller Camera Backpack eine hochflexible, rückenschonende und durchdachte Transportlösung.

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Kaufen

Der Rucksack kann direkt im Online-Handel über Amazon bestellt werden oder alternativ im offiziellen Shop auf der Website des Herstellers PGYTECH, wo auch passende Ersatzteile und Zubehörteile erhältlich sind. Mit dem Gutscheincode "FILMPHOTO" gibt es noch 10 Prozent im Online-Shop von PGYTECH.

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