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Ciups Mug

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Die Kaffeetasse neben der Tastatur ist für uns Fotografen fast so essenziell wie der Auslöser an der Kamera. Wir kennen das Szenario alle nur zu gut. Man kommt von einem Shooting zurück, die Speicherkarten sind voll, und der Kopf ist voller Ideen für den Look der Bilder.

Man setzt sich an den Rechner, importiert die Daten in Lightroom oder Capture One und brüht sich dazu einen frischen, heißen Kaffee oder Tee auf. Man vertieft sich in die Arbeit. Die Regler werden verschoben. Man kommt in diesen Tunnelblick, in diesen wunderbaren Flow, in dem die Zeit keine Rolle spielt.

Und dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, greift man blind zur Seite, um einen Schluck zu nehmen. Das Gesicht verzieht sich, denn das Getränk ist eiskalt und schal. Der Genussmoment ist dahin und die Realität holt einen auf unangenehme Weise ein.

Genau in diese Kerbe schlägt der Ciups Mug. Es handelt sich um einen beheizbaren Becher, der das Getränk über Stunden auf der perfekten Trinktemperatur halten soll. Aber ist das wirklich notwendig? Ist das Technik, die wir brauchen, oder nur ein weiteres Gadget, das Strom frisst?

Ich habe mir den Ciups Mug genauer angesehen und ihn in meinen Arbeitsalltag als Fotograf integriert, um herauszufinden, ob er das Zeug zum ständigen Begleiter auf dem Schreibtisch hat.

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Funktionsweise

Das Prinzip des Ciups Mug ist im Grunde simpel, aber technologisch durchaus raffiniert umgesetzt. Im Boden des Bechers befindet sich ein integrierter Akku sowie ein Heizelement. Anders als bei einfachen Wärmeplatten, die man unter eine normale Tasse stellt, wird hier die Flüssigkeit direkt im Gefäß erwärmt. Das sorgt für eine deutlich effizientere Energieübertragung.

Im Lieferumfang des Bechers sind ein Deckel, Ladeplatte und Ladekabel enthalten.

Die Bedienung erfolgt dabei erfreulicherweise nicht über eine komplexe App, die man erst installieren und koppeln muss. Es gibt keine Abhängigkeit von einem Smartphone, was ich als sehr befreiend empfinde. Wir haben schon genug Geräte, die nach unserer Aufmerksamkeit verlangen und Updates benötigen. Der Ciups Mug funktioniert autark.

Am Becher selbst befinden sich berührungsempfindliche Tasten, über die man die gewünschte Temperatur einstellen kann. Ein kleines Display zeigt dabei an, was gerade passiert.

Man füllt also seinen Kaffee oder Tee ein und wählt die Zieltemperatur. Der Becher heizt dann auf oder hält die Temperatur, falls das Getränk schon heiß eingefüllt wurde.

Natürlich ist es auch möglich, ein bereits kaltes Getränk wieder zu erhitzen. Das dauert zwar einen Moment und kostet natürlich mehr Akkuleistung, als wenn man die Temperatur nur hält, aber es funktioniert tadellos. Wenn man also den Kaffee doch einmal vergessen hat und der Akku noch Saft hat, kann man ihn retten, ohne zur Mikrowelle laufen zu müssen.

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Geladen wird der Becher über eine mitgelieferte Ladeplatte, den sogenannten Coaster. Man stellt den Becher einfach darauf ab, und er lädt sich auf.

Hier wäre es schön, wenn die Ladeplatte einen USB-C-Anschluss hat. Gerade am Schreibtisch will man die Anzahl an Kabel doch auch einem Minimum halten. Das würde den Kabelsalat deutlich reduzieren und man benötigt nicht einen weiteren freien Platz für einen Stecker, auch wäre man freier bei der länge des Kabels.

Wenn der Becher auf dieser Station steht, kann er den ganzen Tag über die Heizleistung erbringen, da er permanent mit Strom versorgt wird. Nimmt man ihn herunter, greift er auf den internen Akku zurück.

Die Isolierung des Bechers ist dabei hervorragend gelöst. Trotz der Hitze im Inneren bleibt die Außenwand angenehm kühl. Der Becher ist gut isoliert, so dass man bei einem warmen Getränk auch anfassen kann, ohne sich die Finger zu verbrennen.

Ein weiteres technisches Detail ist die Standfestigkeit. Die Unterseite ist gummiert, so steht der Becher gut auf dem Tisch. Das gibt einem ein sicheres Gefühl, besonders wenn teures Equipment wie Festplatten oder Objektive in unmittelbarer Nähe liegen.

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Einsatz für Fotografen

Kommen wir nun zum eigentlichen Praxistest in meinem Alltag. Der Ciups Mug fügt sich optisch nahtlos in ein modernes Arbeitsumfeld ein. Er hat einen sehr modernen Look, schlicht und ohne unnötige Schnörkel. Mit seinem Fassungsvermögen von 470 ml bietet er genug Platz für einen ordentlichen Milchkaffee oder einen großen Tee.

Wenn man den Becher in die Hand nimmt, fällt sofort die Verarbeitung auf. Er ist gut verarbeitet und hat ein gutes Gewicht, nicht zu schwer auch nicht zu leicht.

In meinem Test habe ich den Becher hauptsächlich während langer Bildbearbeitungssessions genutzt. Es ist tatsächlich ein Luxus, den man schnell zu schätzen lernt. Man schenkt sich einen Kaffee ein, setzt sich an die Arbeit, wird abgelenkt, telefoniert vielleicht noch mit einem Kunden wegen eines Termins, und wenn man dann zum Becher greift, ist der Kaffee immer noch exakt so heiß wie vor zwanzig Minuten. Es gibt keine bösen Überraschungen mehr.

Es gibt jedoch auch Punkte, die mir im täglichen Umgang aufgefallen sind und die man verbessern könnte. Die Temperaturanzeige erfolgt in Fahrenheit. Für uns im europäischen Raum ist das natürlich wenig intuitiv. Gut wäre die Möglichkeit, von Fahrenheit die Anzeige auf Celsius umzustellen. Man gewöhnt sich zwar daran, dass 130 bis 140 Grad Fahrenheit eine gute Trinktemperatur sind, aber eine native Celsius-Anzeige wäre deutlich benutzerfreundlicher.

Ein weiteres Feature, das ich als Teetrinker vermisse, betrifft die Zubereitung. Eine nette Funktion wäre noch ein Timer für die Brühzeit für einen Tee. Da der Becher ohnehin über Elektronik und ein Display verfügt, wäre ein kleiner Countdown sicher keine Unmöglichkeit gewesen und hätte den Nutzwert für Teeliebhaber noch einmal deutlich gesteigert.

Der Akkustand ist ein weiteres Thema, bei dem ich mir mehr Präzision wünschen würde. Der Batteriestand wird nur mit einem Batteriesymbol angezeigt. Daraus lässt sich schwer schließen, wie der genaue Ladestand ist. Hier wäre eine Angabe in Prozent besser.

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Gerade wenn man vorhat, den Becher mit in ein anderes Zimmer oder auf den Balkon zu nehmen, wüsste man gerne genau, ob man noch 20 Prozent oder 80 Prozent Restladung hat. Denn die Laufzeit ist endlich. Mit Deckel verlängert sich natürlich die Laufzeit des Akkus erheblich, da weniger Wärme nach oben entweicht. Der Akku ist aber mehr dafür gedacht, den Becher auch mal frei zu nutzen und weniger, dass man den Becher ohne Ladestation für viele Stunden nutzt. Er überbrückt Meetings oder die Zeit auf der Couch, aber für den 8-Stunden-Tag am Schreibtisch gehört er auf den Coaster.

Ein Aspekt, der mir besonders positiv aufgefallen ist, ist die Unabhängigkeit von Software. Dass es keine App gibt, ist nicht nur kein Nachteil, sondern ein Vorteil. Es ist auch nicht notwendig und daher auch keine Abhängigkeit.

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Fazit zum Ciups Mug

Nach mehreren Wochen mit dem Ciups Mug habe ich eine klare Meinung gebildet. Braucht man so etwas wirklich? Wenn man ehrlich ist, lautet die Antwort nein.

Einen beheizten Becher ist natürlich nicht notwendig, man braucht ihn nicht zum Überleben. Aber wenn man ihn hat, ist es schon ein sehr netter Luxus. Es ist dieses kleine Stückchen Lebensqualität, das den Arbeitsalltag etwas angenehmer macht.

Gerade in stressigen Phasen, in denen man kaum vom Bildschirm wegkommt, ist der konstante Zugriff auf ein heißes Getränk etwas Beruhigendes.

Der Ciups Mug punktet mit seiner soliden Verarbeitung, dem modernen Design und der Unabhängigkeit von nervigen Apps. Die gummierte Unterseite und die gute Isolierung zeigen, dass hier mitgedacht wurde. Die Kritikpunkte wie die fehlende Celsius-Umstellung oder die ungenaue Akkuanzeige sind vorhanden, trüben das Gesamtbild aber nur geringfügig. Er tut genau das, was er soll, und er tut es zuverlässig.

Kaufen

Wer nun neugierig geworden ist und seinem kalten Kaffee den Kampf ansagen möchte, kann den Becher direkt beim Hersteller erwerben. Kaufen kann man ihn im Online Shop von Ciups. Dort findet man auch weitere Informationen zu den Spezifikationen. Es ist eine Investition in den eigenen Workflow und das tägliche Wohlbefinden am Schreibtisch.

4 Kommentare zu “Ciups Mug

  • Stefan
    11. Dezember 2025

    Das Problem mit dem kalten Kaffee kenne ich nur zu gut, wenn man sich in der Bildbearbeitung verliert. Dass es keine App gibt, finde ich super – ich will nicht für jedes Haushaltsgerät mein Handy zücken müssen. Aber das mit der Fahrenheit-Anzeige ist ja echt ein Ding. Kann man das wirklich nicht umstellen oder kommt da vielleicht noch ein Update für den europäischen Markt? Würde mich interessieren, wie leicht sich das Teil reinigen lässt, da ja Elektronik im Boden steckt.

  • Sabine_Fotodesign
    12. Dezember 2025

    Schade, dass man zum Laden unbedingt diese Basisstation braucht. Ein direkter USB-C Anschluss am Becher selbst wäre für Reisen oder wenn man mal bei Kunden vor Ort ist, viel praktischer gewesen. So schleppt man wieder ein Teil mehr mit sich rum.

  • Fotofuchs
    12. Dezember 2025

    Ein interessanter Einblick! Ich versuche eigentlich, mein Setup so minimalistisch wie möglich zu halten, aber das Problem mit dem kalten Tee im ‘Tunnel’ kenne ich nur zu gut. Bisher nutze ich eine klassische Thermostasse, aber da verbrennt man sich oft im ersten Moment den Mund und später ist es dann doch lauwarm. Vielleicht gönne ich mir den Ciups Mug mal selbst als Belohnung für das nächste abgeschlossene Projekt.

  • 47f
    13. Dezember 2025

    Die gummierte Unterseite ist für mich eigentlich das wichtigste Feature. Ich habe mir letztes Jahr fast mein MacBook ruiniert, weil ich beim Hantieren mit den Objektiven gegen meine Tasse gestoßen bin. Wenn das Teil wirklich so stabil steht, wäre das allein schon ein Kaufgrund für mich, ganz abgesehen von der konstanten Temperatur.

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