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Alpaka Metro Sling Max im Test

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Die Suche nach der perfekten Tasche für den Alltag ist eine endlose Odyssee, ein Abwägen zwischen Form und Funktion. Als Fotograf sind die Anforderungen besonders vielschichtig. Die Tasche muss nicht nur den alltäglichen Krimskrams aufnehmen, sondern auch Raum für das bieten, was uns am Herzen liegt: die Kamera.

Dabei geht es nicht immer um die große DSLR-Ausrüstung für einen geplanten Auftrag. Viel öfter ist es der spontane Photowalk, der kleine Ausbruch aus dem Alltag, für den eine kompakte analoge Kamera der ideale Begleiter ist.

Genau für diese Momente, für diese Symbiose aus täglichem Begleiter und unauffälliger Fototasche, habe ich mich auf die Suche gemacht und bin bei der Alpaka Metro Sling Max gelandet. Eine Tasche, die auf den ersten Blick verspricht, genau diese Lücke zu füllen.

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Alpaka ist eine Marke, die sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht hat. Mit Wurzeln in Australien und einer agilen Produktionskette, die es ihnen erlaubt, schnell auf Trends und Kundenfeedback zu reagieren, hat sich Alpaka als feste Größe im Bereich des Everyday Carry (EDC) etabliert.

Ihre Produkte zeichnen sich durch ein klares, minimalistisches Design, hochwertige Materialien und eine durchdachte Organisation aus. Sie verstehen es, Funktionalität und Ästhetik zu verbinden, ohne dabei Kompromisse bei der Langlebigkeit einzugehen.

Die Metro Sling Max ist eine Weiterentwicklung der Metro Sling und zielt auf Nutzer ab, die etwas mehr Platz benötigen, ohne gleich zu einem Rucksack greifen zu wollen. Sie ist für den Transport von Alltagsgegenständen und kleineren technischen Geräten wie einem iPad mini oder einer Nintendo Switch konzipiert.

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Material und Größe

Die Tasche wird in zwei Materialien angeboten: X-Pac und Axogrid 300D. Bei den Farben hat man die Wahl zwischen Schwarz (X-Pac und Axogrid 300D), Olivgrün (X-Pac) und Armeegrün (Axogrid 300D).

Für diesen Test habe ich die Variante in Schwarz aus X-Pac VX42 gewählt. Ursprünglich für Segeltücher entwickelt, ist X-Pac für seine extreme Reißfestigkeit, sein geringes Gewicht und seine hervorragende Wasserfestigkeit bekannt.

Das Material fühlt sich robust und langlebig an. Die charakteristische Rautenstruktur des Gewebes verleiht der Tasche eine subtile, aber unverkennbare Ästhetik. Die Verarbeitung ist gut. Alle Nähte sind präzise und sauber ausgeführt.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil im hektischen Alltag ist die leichte Reinigung. Ein feuchtes Tuch genügt in der Regel, um Staub und Schmutz zu entfernen.

Mit Abmessungen von 24 cm in der Höhe, 17 cm in der Breite und 9 cm in der Tiefe bietet die Tasche ein Volumen von 3 Litern bei einem Gewicht von lediglich 360 Gramm.

Bei den Außenreißverschlüssen handelt es sich um YKK AquaGuard-Reißverschlüsse, die gut laufen, aber etwas schwergängiger als „normale“ Reißverschlüsse sind. Im Gegenzug sind sie wetterresistent und bieten so Schutz vor Regen und Schnee. Sie sind allerdings nicht komplett wasserdicht, das heißt, wenn Wasser längere Zeit aufliegt, kann es in das Innere eindringen.

Das einzige Logo am Äußeren der Tasche ist sehr unauffällig an der Unterseite angebracht. Im Inneren findet sich ein etwas auffälligeres Etikett mit dem Namen und dem Hinweis auf das Herstellungsland China.

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Funktionen der Metro Sling Max

Weiter geht es zum Inneren der Tasche. Das leuchtend rote Innenfutter aus Ripstop-Nylon schafft nicht nur einen visuell ansprechenden Kontrast zum schwarzen Äußeren, sondern erleichtert auch das Finden von Gegenständen bei schlechten Lichtverhältnissen erheblich.

Die funktionale Aufteilung ist eines der Herzstücke der Metro Sling Max. Die Tasche ist in zwei Hauptfächer unterteilt, die es ermöglichen, den Inhalt thematisch zu trennen und einen guten Überblick zu bewahren.

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Das vordere Fach ist für den schnellen Zugriff konzipiert. Hier findet sich eine äußerst praktische Netztasche mit Reißverschluss. Dieses Fach erweist sich als perfekt für all den Kleinkram, der sonst lose in der Tasche umherfliegen würde, seien es Münzen, Ersatzbatterien für den Belichtungsmesser oder ein paar Speicherkarten. Hier passen aber auch problemlos zwei bis drei Kleinbildfilme hinein.

Neben der Netztasche kann man natürlich auch noch weitere Gegenstände hier verstauen, etwa das Smartphone, eine Powerbank oder auch einen Belichtungsmesser.

In diesem Fach findet sich auch ein Schlüsselhalter. Alpaka verwendet hier einen magnetischen Schlüsselhalter. Der Mechanismus ist clever und sicher. Ein kräftiger Magnet hält den Schlüsselanhänger an seinem Platz, und durch eine einfache Bewegung lässt sich der Schlüssel einhändig lösen. Das ist im Alltag, wenn man mit vollen Händen vor der Haustür steht, ein unschätzbarer Vorteil. Austauschen lässt sich der Schlüssel ohne zusätzliches Werkzeug.

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Die Länge des Bandes ist ebenfalls gut bemessen und erlaubt das Aufschließen einer Tür, ohne die Tasche abnehmen zu müssen. Dennoch gibt es hier einen kleinen Kritikpunkt: Das Band selbst wirkt für die Größe der Tasche etwas überdimensioniert und zu breit.

Wünschenswert wäre eine Option, das Band komplett zu entfernen, was leider nicht vorgesehen ist. Eine elegantere Lösung wäre vielleicht gewesen, auf das Band zu verzichten und stattdessen lediglich einen magnetischen Haltepunkt in der Tasche zu integrieren, an dem man einen entsprechenden Schlüsselanhänger nach Gebrauch wieder fixieren kann.

Das Hauptfach lässt sich dank zweier Zipper variabel öffnen, was den Zugriff auf den Inhalt flexibel gestaltet. Man kann die Tasche nur einen Spalt breit öffnen, um schnell etwas herauszugreifen, oder sie weit aufklappen, um den gesamten Inhalt im Blick zu haben.

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Im Inneren dieses Fachs offenbart sich die durchdachte Organisation. Ein gepolstertes Fach an der Rückseite nimmt sicher ein Notizbuch im A5-Format, ein Taschenbuch, einen E-Reader oder sogar ein kleines Tablet wie das iPad mini auf.

Auf der anderen Seite befinden sich mehrere Fächer für die Organisation von Kleinigkeiten: vier Stifthalterfächer und zwei Fächer für Kredit- oder Visitenkarten. In das Kreditkartenfach passen je nach Größe auch ein Objektivfilter oder Farbfilter für einen Blitz.

Eines der Stifthalterfächer ist etwas breiter gestaltet, um auch einen dickeren Stift oder ein Taschenmesser aufzunehmen. Hier hätte ich mir persönlich vielleicht eine andere Lösung gewünscht. Ein größeres, ungeteiltes Fach wäre unter Umständen praktischer gewesen, um flexibler zu sein.

Dahinter befindet sich noch ein Bereich für einen größeren, dünnen Gegenstand, wie ein Smartphone.

Der Mittelbereich ist frei für andere Gegenstände. Hier kann man dann seine Kamera verstauen. Welche Kamera hier passt, hängt natürlich davon ab, wie viele andere Sachen man schon in der Tasche hat.

In meinem Test konnte ich ohne Probleme eine Olympus OM-2 mit 50-mm-Objektiv und eine Revue 35 FC verstauen. Dabei war noch ausreichend Platz für einige andere Kleinigkeiten.

Generell sollte jede Kompaktkamera in der Tasche Platz finden. Auch eine analoge Spiegelreflexkamera, vielleicht mit abgenommenem Objektiv, sollte kein Problem sein. Der Länge nach kann man auch eine 0,5-Liter-Wasserflasche oder einen Regenschirm verstauen.

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Ein besonderes Merkmal vieler Alpaka-Produkte und somit auch der Metro Sling Max ist das Ökosystem an modularen Erweiterungen, das unter dem Namen „Hub“ zusammengefasst wird. An der Seite befinden sich je vier Ösen für das Befestigen dieses Systems. Dabei gibt es unterschiedliche Produkte, wie einen Halter für Schlüssel oder eine Sonnenbrille.

Natürlich muss man hier nicht das System von Alpaka nutzen, sondern kann auch normale Karabiner anhängen. Hier wäre z. B. ein guter Platz für einen externen Belichtungsmesser, den man so schnell im Zugriff hat.

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Der mitgelieferte Gurt der Alpaka Metro Sling Max ist zwischen 80 cm und 140 cm verstellbar. Der Tragegurt selbst ist aus einem sehr glatten und geschmeidigen, an Sicherheitsgurte erinnernden Nylongewebe gefertigt. Der Gurt lässt sich sehr einfach von der Tasche entfernen.

Je nach Gewicht des Inhalts ist der Gurt in meinen Augen etwas zu schmal. Dadurch wird das Tragen über längere Zeit doch unangenehm. Dazu kommt, dass der Mechanismus zum Verstellen der Länge okay ist, aber es gibt weitaus bessere Lösungen auf dem Markt. Gerade bei einer Slingtasche möchte man gerne mal die Länge verändern, wenn man die Trageposition ändert.

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Ein oft unterschätztes, aber in der Praxis ungemein nützliches Detail ist der Handgriff an der Oberseite der Tasche. Gerade bei einer Sling-Tasche dieser Größe ist ein solcher Griff keine Selbstverständlichkeit. Er erleichtert das Greifen der Tasche im Auto, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder wenn man sie einfach nur von einem Ort zum anderen tragen möchte, ohne sie gleich über die Schulter zu hängen.

Lohnt sich der Kauf der Alpaka Metro Sling Max?

Pauschal lässt sich das immer schwer beantworten. Jeder hat unterschiedliche Erwartungen an das Design und das Fassungsvermögen. Passt alles rein, was man mitnehmen möchte? Mag man, dass die Tasche horizontal ist?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Alpaka Metro Sling Max hält, was sie verspricht. Sie eignet sich gut als Tasche für den Alltag, in der man auch eine kleinere analoge Kamera dabeihaben kann. Die Verarbeitung ist gut und macht einen langlebigen Eindruck. Ein Plus ist sicher auch, dass die Tasche gut wettergeschützt ist.

Nachbessern sollte Alpaka beim Gurt der Tasche, da ist sicher noch Luft nach oben. Auch der Schlüsselhalter kann für eine überarbeitete Version noch optimiert werden.

Die Metro Sling Max gibt es online im Shop von Alpaka. Der Preis liegt zwischen 75 US-Dollar und 89 US-Dollar. Dieses Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von Alpaka für diesen Test zur Verfügung gestellt.

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2 Kommentare zu “Alpaka Metro Sling Max im Test

  • Alex
    28. Juni 2025

    Vielen Dank für denn Test! Mich würde interessieren, ob eine Fujifilm X100V mit angebrachter Gegenlichtblende bequem hineinpassen würde?

  • EvenandFOTO
    28. Juni 2025

    Weißt du, es ist komisch. Ich dachte immer, diese hellen, gut sichtbaren Innenräume wären nur ein Stil-Gimmick. Aber wie du es beschreibst, um kleine Dinge wie Ersatzbatterien oder Speicherkarten bei schwachem Licht zu finden … das ist ein kleines Detail, das eigentlich genial ist. Daran habe ich noch nie gedacht.

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