Die Zenith 80 ist eine Spiegelreflexkamera. Sie wurde von Arsenal in der Ukraine (Kiev), damals noch Teil der Sowjetunion, gebaut. Das Design der Kamera wurde wahrscheinlich von einer Hasselblad aus der Zeit entliehen. In der Sowjetunion gab es das Modell als Salyut.
Die Basis der Kamera bildet das würfelförmige Gehäuse mit dem Spiegel und dem Verschluss. An ihn wird der Lichtschachtsucher, das austauschbare Filmrückteil und das Objektiv angeschlossen.
Die Zenith 80 kommt mit Wechselobjektiven. Objektive mit einem Hasselblad 1600 Anschluss sind nutzbar mit der Kamera. In dem meisten Fällen trifft man das Industar-29 80mm f/2.8 an der Kamera. Eine Autofokus-Funktion gibt es bei der antiken Kamera nicht. Der Fokus wird manuell durch den Lichtschachtsucher eingestellt.
Die Belichtung muss extern gemessen werden. Einen Belichtungsmesser hat die Mittelformatkamera nicht. Sowohl die gewünschte Blendenzahl, als auch die Belichtungszeit können selbst festgelegt werden. Die Fotokamera kommt mit einem Bulb-Modus. Die Mittelformatkamera benötigt keine Batterien, da alle Funktionen mechanisch sind.
Filme für die Zenith 80
Filme werden allerdings für das Fotografieren mit ihr gebraucht. In der Zenith 80 werden Mittelformatfilme belichtet. Obwohl das Filmformat vor vielen Jahrzehnten präsentiert wurde, gibt es noch einige Firmen die frische Filme herstellen. Ein möglicher Film für Farbaufnahmen ist der Kodak Portra 400 (Amazon*). Eine Möglichkeit für S/W-Bilder ist der Ilford Delta 100 (Amazon*). Es gibt aber auch passende Filme von Lomography, Rollei, Foma und Fujifilm.
Mit der Zenith 80 muss man quadratisch denken. Sie nimmt Bilder im 6×6 Format auf. Auf einen Kleinbildfilm passen um die 36 Fotos. Beim Fotografieren mit der Mittelformatkamera steht ein Filmwechsel schon nach 12 Bildern an. Zum nächsten Foto wird der Film manuell gespult.
Technische Daten
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Kameratyp | Spiegelreflexkamera |
| Filmformat | 120 / Mittelformat |
| Fokus | Manuell |
| Sucher | Lichtschachtsucher |
| Verschlusszeiten | 1/1000 Sekunde bis 1/2 Sekunde, Bulb |
| Bulb-Modus | Ja |
| Eingebauter Blitz | Nein |
| Stativgewinde | Ja |
| Kabelauslösergewinde | Ja |
| Stromversorgung | Nicht notwendig |
| Produktionsland | Sowjetunion, Ukraine |
| Geschätzter Wert / Gebrauchtpreis | 392,50 Euro Schätzung basierend auf Gebrauchtpreisen von 4 Angeboten (ggf. mit unterschiedlichem Lieferumfang und/oder Zustand). Stand 8.6.2026 |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2024 | 242,14 Euro |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2025 | 499,61 Euro |
Häufige Fragen zur Zenith 80
Ist die Zenith 80 eine Automatik-Kamera?
Nein, die Zenith 80 ist eine manuelle Kamera. Sie hat keinen Autofokus und keinen eingebauten Belichtungsmesser. Blende und Belichtungszeit müssen manuell eingestellt und die Belichtung separat ermittelt werden.
Welche Art von Film verwendet diese Kamera?
Die Zenith 80 verwendet 120 Rollfilm, ein Mittelformatfilm. Dadurch entstehen 6x6cm große quadratische Bilder, was bedeutet, dass man weniger Aufnahmen pro Rolle macht als mit 35mm.
Wie viele Bilder kann ich auf eine Filmrolle aufnehmen?
Ein 120er Rollfilm ermöglicht nur 12 Aufnahmen im 6x6-Format. Jedes Bild ist größer und von höherer Qualität als bei 35mm-Film.
Benötigt die Kamera Batterien zum Betrieb?
Nein, die Zenith 80 ist komplett mechanisch. Sie benötigt für keine ihrer Funktionen Batterien, was sie sehr zuverlässig macht.
Welche Objektive kann ich mit meiner Kamera verwenden?
Die Zenith 80 verwendet Wechselobjektive. Objektive mit einem Hasselblad 1600 Anschluss sind kompatibel. Das Industar-29 80mm f/2.8 wird häufig mit diesem Modell verwendet.