Die Diana F+ Parisian ist eine Mittelformatkamera. Es handelt sich um eine Edition der beliebten Lomography Kamera. Sie gleicht im Funktionsumfang anderen Editionen.
Design der Kamera
Die Kamera hat ein rechteckiges Gehäuse mit abgerundeten Ecken. Sie ist in zwei Hauptfarben gehalten: Marineblau für den größten Teil des Kameragehäuses und Cremeweiß für die Oberseite und einen Teil der Vorderseite.
An der Vorderseite befindet sich ein großes, zylindrisches Objektiv, das eine schwarze Farbe hat und auf dem “Parisian” zu lesen ist. Direkt über dem Objektiv, auf dem cremeweißen Teil, ist ein kleines, rechteckiges Fenster zu sehen, das wahrscheinlich der Sucher ist.
Auf der Oberseite der Kamera befindet sich auf der linken Seite ein schwarzes, gerändeltes Rad, das wahrscheinlich der Filmtransport oder der Verschlusszeitenwähler ist. Die Seiten des Kameragehäuses sind mit horizontalen Streifen in Marineblau und Cremeweiß versehen.
Funktionen der Mittelformatkamera
Ein wesentliches Merkmal der Diana F+ Parisian ist die Flexibilität durch wechselbare Linsen. Standardmäßig oft mit einem einfachen Kunststoffobjektiv ausgestattet, das für den typischen “Diana-Look” sorgt, können auch andere Objektive wie Weitwinkel-, Tele- oder Fisheye-Aufsätze verwendet werden. Dies eröffnet ein breites Spektrum an gestalterischen Möglichkeiten.
Da die Diana F+ Parisian über keinen Autofokus verfügt, ist handwerkliches Geschick gefragt. Die Scharfstellung erfolgt manuell, oft über eine Zonenfokussierung, bei der die Entfernung zum Motiv geschätzt und am Objektiv eingestellt wird. Dies fördert ein bewusstes Auseinandersetzen mit dem Bildaufbau.
Die Belichtungseinstellung ist ein weiterer Aspekt, der die puristische Natur der Kamera betont. Sie muss extern gemessen werden, da die Mittelformatkamera keinen integrierten Belichtungsmesser besitzt. Fotografen greifen hierfür auf Handbelichtungsmesser, Smartphone-Apps oder die bewährte “Sunny 16”-Regel zurück. Die Kamera selbst bietet nur sehr einfache Belichtungseinstellungen (z.B. sonnig, bewölkt, Lochkamera-Modus) und eine feste Blende.
Für kreative Langzeitbelichtungen, beispielsweise bei Nachtaufnahmen oder um Bewegungsunschärfe zu erzeugen, ist der Bulb-Modus (B-Einstellung) unerlässlich. In diesem Modus bleibt der Verschluss so lange geöffnet, wie der Auslöser gedrückt gehalten wird – oder bei Verwendung eines Drahtauslösers, bis dieser wieder gelöst wird. Für die Verwendung eines Kabelauslösers wird ein zusätzliches Zubehör gebraucht.
Filme für die Diana F+ Parisian
Die Diana F+ Parisian benötigt klassische Fotofilme, genauer gesagt Filme für das Mittelformat (Typ 120 Rollfilm). Entgegen einer manchmal anzutreffenden Meinung gibt es nach wie vor eine erfreuliche Auswahl an Herstellern, die Filme für diese Art von Kamera produzieren und weiterentwickeln.
Für lebendige Farbaufnahmen ist der Kodak Portra 400 (Amazon*) eine exzellente Wahl. Er ist bekannt für seine feine Körnung, natürliche Farbwiedergabe und einen breiten Belichtungsspielraum, was ihn auch fehlertolerant macht.
Wer hingegen die Ästhetik von Schwarzweißfotografie bevorzugt, findet im Ilford Delta 100 (Amazon*) einen hochwertigen Film. Er zeichnet sich durch seine hohe Schärfe und feine Kornstruktur aus, ideal für detailreiche Aufnahmen mit klassischen Graustufen.
Darüber hinaus gibt es viele weitere Optionen, von hochempfindlichen Filmen für schwierige Lichtverhältnisse bis hin zu experimentellen Filmen mit speziellen Farbeffekten.
Die Belichtung des Films erfolgt im charakteristischen quadratischen 6×6 cm Format. Dieses Format ist bei vielen Fotografen beliebt, da es die Komposition ohne die Entscheidung für Hoch- oder Querformat erleichtert. Mit einer Standard-120er-Filmrolle lassen sich so in der Regel 12 Aufnahmen realisieren. Einige Diana-Modelle bieten auch Masken für andere Formate (z.B. 16 kleinere quadratische Bilder oder Panorama).
Ein weiteres typisches Merkmal ist der manuelle Filmtransport. Nachdem ein Foto gemacht wurde, muss der Film von Hand zur nächsten Aufnahme weitergespult werden. Dies geschieht meist über ein Drehrad, während man durch ein kleines rotes Fenster auf der Rückseite der Kamera die Bildziffern auf dem Trägerpapier des Films beobachtet. Einen automatischen Filmtransport gibt es nicht, was den vollmechanischen Charakter der Kamera unterstreicht.
Um Verwacklungen, besonders bei Langzeitbelichtungen oder bei Verwendung des Lochkamera-Modus, zu vermeiden, besitzt die Fotokamera ein standardmäßiges Gewinde für ein Stativ.
Ein entscheidender Vorteil und ein Teil ihres Charmes ist, dass die Diana F+ Parisian zum Fotografieren keinen Strom benötigt. Alle Funktionen sind rein mechanisch, was sie zu einer robusten und zuverlässigen Begleiterin macht, die auch dann noch funktioniert, wenn Batterien längst leer wären.
Technische Daten
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Kameratyp | Sucherkamera |
| Filmformat | 120 / Mittelformat |
| Filmtransport | Manuell |
| Bildformat | 6 x 6 |
| Fokus | Manuell |
| Verschlusszeiten | 1/100 Sekunde, Bulb |
| Bulb-Modus | Ja |
| Datumseinbelichtung | Nein |
| Doppel- und/oder Mehrfachbelichtungsfunktion | Ja |
| Eingebauter Blitz | Nein |
| Blitzsynchronzeit | 1/100 s |
| Stativgewinde | Ja |
| Kabelauslösergewinde | Nein |
| Selbstauslöser | Nein |
| Stromversorgung | Nicht notwendig |
| Produktionsland | China |