Die Minolta XG-1N ist eine Spiegelreflexkamera für Einsteiger. Sie wurde im Jahr 1982 vorgestellt als Nachfolgerin der Minolta XG 1. In der Anleitung wurde die neue Version als XG-1(n) bezeichnet, auf dem Gehäuse findet sich die Prägung XG 1, wie schon bei der Vorgängerin. Vom Funktionsumfang ist sie relativ identisch geblieben. Das Design des Gehäuses wurde allerdings etwas verändert. So gibt es einen Frontgriff aus Plastik an der Vorderseite und ein Halter für Infos zum Film auf der Rückseite.
Die Objektive der 35mm-Kamera sind austauschbar. Sie kommt mit einem Minolta SR-Bajonett. Für diesen Anschluss gibt es eine Vielzahl an Objektiven zur Auswahl. Ein Autofokus-System hat dieses Modell noch nicht.
Dafür gibt es einen eingebauten Belichtungsmesser. In der Belichtungsautomatik kann die Kamera automatisch die Verschlusszeit einstellen. Die Blende muss vom Fotograf oder der Fotografin gewählt werden. Sowohl die gewünschte Belichtungszeit, als auch die Blendenzahl können aber auch selbst festgelegt werden. In diesem Modus wird allerdings die Belichtung nicht gemessen.
Im manuellen Modus hat man die Auswahl von Belichtungszeiten von 1/1000 Sekunde bis 1 Sekunde. Zusätzlich gibt es einen Bulb-Modus. Bei diesem kann der Verschluss für eine variable Zeit geöffnet werden und es kann Licht auf den Film fallen. Um Verwacklungen zu vermeiden, sollte man die Kamera bei Verwendung dieses Modi auf einem Stativ befestigen.
Zum Auslösen kann man an die Kamera einen Drahtauslöser befestigen. Auch kann ein Blitz angeschlossen werden. Entweder per Kabel oder den Blitzschuh auf der Gehäuseoberseite. Die Syncrozeit liegt bei 1/60 Sekunde.
Ein Selbstauslöser ist bei der japanischen Kamera auch vorhanden. Er hat eine Vorlaufzeit von bis zu zehn Sekunden. Die Kamera wiegt laut Bedienungsanleitung 500 Gramm. Die Maße des Gehäuses sind 13,8 x 8,9 x 5,2 cm.
Die meisten Funktionen der SLR-Kamera sind mechanisch. Für den Belichtungsmesser etwa werden dennoch Batterie gebraucht. Hierfür kann man zu den S76-Batterien (Amazon*) greifen. Es werden zwei 1,55 V Batterie gebraucht. Die Batterien für die Kamera sind auch heute noch einfach online zu bekommen.
Filme für die Minolta XG-1N
Auch an die passenden Filme für die Kamera kommt man noch leicht. Für die Minolta XG-1N werden Kleinbildfilme gebraucht. Diese werden noch von mehreren Herstellern produziert und sind auch einfach käuflich zu erwerben.
Theoretisch kann man jeden Kleinbildfilm mit der japanischen Kamera nutzen. Um den Belichtungsmesser zu nutzen, sollte der Film allerdings eine Filmempfindlichkeit zwischen ISO 25 und ISO 1600 haben.
Mögliche Filme für die Minolta XG-1N, die man heute noch kaufen kann, sind der Kodak Portra 400 (Amazon*) für schöne Farbfotos und der Ilford XP2 Super (Amazon*) für S/W-Bilder. Beide Filme liefern solide Ergebnisse und können in vielen Situationen eingesetzt werden.
Der Filmtransport ist bei der Spiegelreflexkamera mechanisch. Nach jedem Bild muss weitergespult werden. Bei diesem Schritt springt auch der Bildzähler weiter. Auf eine Rolle Film passen in der Regel 36 Fotos.




