Die Minolta XG 9 ist eine Kleinbildkamera aus dem Hause Minolta. Sie gehört der Gruppe der Spiegelreflexkameras an. Das Modell wurde in einer Fabrik in Japan zusammengebaut. Dort wurde ein funktionsgleiches Modell unter der Kennung "Minolta XG-S" angeboten.
Von den Funktionen gleicht sie stark der Minolta XG-E. Es gibt bei diesem Modell einige Neuerungen. So zeigt dieses Modell die eingestellte Blende im Sucher. Es wurde eine Abblendtaste hinzugefügt und eine "Acute Matte"-Fokussierscheibe ersetzt die Fresnel-Scheibe.
Gleich geblieben ist die Möglichkeit des Austausches des Objektivs. Mit der Kamera können die Objektive des Minolta SR-Bajonett verwendet werden. Für diesen Objektivanschluss gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Objektiven. Ein Autofokus-System hat das Modell noch nicht.
Dafür gibt es Elektronik für die Belichtungsmessung. Die Kamera kommt mit einer Belichtungsautomatik, die das Fotografieren erleichtern soll. So stellt man die Blende ein und die Kameratechnik wählt die Verschlusszeit. Dabei gibt es Werte zwischen 1/1000 Sekunde und 1 Sekunde.
Zusätzlich gibt es einen manuellen Modus. In diesem können die Belichtungswerte frei eingestellt werden. Auch gibt es einen Bulb-Modus für Langzeitbelichtung. Hierbei sollte man die Kamera auf einem Stativ befestigen, um verwacklungsfreie Bilder zu bekommen.
Auch kann ein Blitz angeschlossen werden. Entweder per Kabel oder per Blitzschuh auf der Oberseite des Gehäuses. Die schnellte Verschlusszeit bei Verwendung eines Blitzes ist 1/60 Sekunde.
Die Minolta XG 9 verfügt über einen eingebauten Belichtungsmesser. Er ist für Filme von ISO 25 bis ISO 1600 ausgelegt. Die Belichtungsmessung erfolgt durch das Objektiv. Je nach Wunsch können die Blende und Belichtungszeit vom Fotografen gewählt werden.
Ein Selbstauslöser ist vorhanden. Die Vorlaufzeit liegt bei maximal zehn Sekunden. Auslösen kann man die Spiegelreflexkamera auch über einen Kabelauslöser.
Die Maße der Minolta XG 9 sind laut Anleitung 13,8 x 8,8 x 5,2 cm. Dabei bringt sie ein Gewicht von 500 Gramm auf die Waage. Die Kamera benötigt zwei SR44-Batterien (Amazon*) oder ähnliche 1,5 V Knopfzellen. Diese Batterien sind recht einfach zu bekommen.
Filme für die Minolta XG 9
Die Minolta XG 9 verwendet 35mm-Filme. Diese Filme werden noch hergestellt und können bei fast jedem Anbieter von Entwicklungsarbeiten angegeben werden. Verwenden kann man theoretisch alle Filme zwischen ISO 25 und ISO 1600. Diese Werte werden vom Belichtungsmesser unterstützt.
Tolle Filme für die Minolta XG 9, die es heute noch gibt, sind der Fujifilm Superia 400 (Amazon*) für Farbaufnahmen und der Ilford FP4 Plus (Amazon*) für Schwarzweißfotos. Die Filme liefern laut Testberichten gute Ergebnisse in den meisten alltäglichen Situationen. Natürlich kann man auch zu Filmen von anderen Herstellern greifen.
Die Entwicklung des Farbfilms erfolgt im C-41-Prozess. Dieser Entwicklungsprozess wird von allen Fotolaboren, die eine Entwicklung von Kleinbildfilmen anbieten, durchgeführt. Der Schwarzweißfilm kann entweder im Labor oder auch zu Hause entwickelt werden. Eine Anleitung für die Entwicklung findet man einfach online.
Der Filmtransport ist mechanisch. Es gibt aber als Zubehör einen Motor für den Weitertransport des Filmmaterials. Ein Zähler gibt Auskunft über die Anzahl an bereits aufgenommen Fotos.




