Die Minolta SR-T 100b ist eine Spiegelreflexkamera. Sie wurde von Minolta von 1975 bis 1977 produziert. Sie ist die Nachfolgerin der Minolta SR-T 100 und ist eine überarbeitete Version des Einsteigermodelles. Große Veränderungen gab es bei diesem Modell allerdings nicht. Die Kamera wurde in Europa als SR-T 100b verkauft. Das gleiche Modell gab es in Nordamerika unter dem Namen SR-T 200.
Das Objektiv der 35mm-Fotokamera ist wechselbar. Verwenden kann man Objektive mit dem Minolta SR-Bajonett. Häufig trifft man die 35mm-Kamera mit dem Minolta MD Rokkor-X 50mm f/2. Aber es gibt auch andere Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten für diese SLR. Ein Autofokus-System hat das Modell nicht.
In der Fotokamera ist ein Belichtungsmesser eingebaut. Er ist für Filme von ISO 6 bis ISO 6400 ausgelegt. Die Filmempfindlichkeit wird manuell eingestellt. Die Lichtmessung der korrekten Belichtung erfolgt durch die Linse der Spiegelreflexkamera. Die Verschlusszeit und Blende können vom Fotograf oder Fotografin frei ausgewählt werden. Im Sucher wird mit einer Nadel anzeigt, wie nah die gewählten Einstellung an der richtigen Belichtung sind.
Der mechanische Verschluss bietet Zeiten von 1/1000 Sekunde bis 1 Sekunde an. Bei der SR-T 100 war die schnellste Verschlusszeit noch 1/500 Sekunde. Für Langzeitbelichtungen gibt es einen Bulb-Modus. Dazu kann man die Kamera auch auf einem Stativ befestigen.
Die Minolta SR-T 100b hat einen Anschluss für einen Drahtauslöser. Einen Selbstauslöser hat dieses Modell dagegen nicht. Ein Blitz kann dagegen wiederum angeschlossen werden. Hier kann man externe Blitze mit Kabel oder Hot-Shoe verwenden.
Die Kamera wiegt laut Bedienungsanleitung 675 Gramm und hat die Maße 14,5 x 9,5 x 4,75 cm. Die Kamera benötigt eine 1.35 V Quecksilberbatterie für den Belichtungsmesser. Man kann allerdings auch auf die Belichtungsmessung verzichten und so die Kamera ohne Batterien verwenden. Dies macht besonders Sinn, da man die Batterien für die Kamera heute nicht mehr kaufen kann.
Filme für die Minolta SR-T 100b
Ohne Fotofilme läuft bei der Minolta SR-T 100b nichts. Genauer braucht die Kamera Kleinbildfilme. Nach jedem Bild muss man den Film manuell weiterspulen. Bei diesem Schritt springt auch der Bildzähler eine Zahl höher. Auch der Rücktransport in die Patrone funktioniert mechanisch mit einer Kurbel.
Diese Art von Filmen wird noch produziert und kann von den meisten Fotolaboren ohne Probleme verarbeitet werden. Verfügbare Fotofilme für die Minolta SR-T 100b, die man einfach bekommt, sind der Kodak T-Max 400 (Amazon*) für S/W-Aufnahmen und der Kodak Portra 400 (Amazon*) für Farbfotos. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Kleinbildfilmen für diese Kamera.




