Die Minolta Memo ist eine Sucherkamera. Das Modell wurde Ende der 1940er Jahre vorgestellt. Produziert wurde es in einer Fabrik in Japan von Chiyoda Kōgaku Seikō, dem damaligen Firmennamen von Minolta. Viele Exemplare tragen daher den Aufdruck "Made in occupied Japan" (Hergestellt im besetzten Japan).
In der Kamera ist eine festinstalliertes Objektiv verbaut. Die Brennweite des Objektivs ist 50 mm. Die maximale Blendenöffnung liegt bei f/4.5. Die Fotokamera verfügt über keinen Autofokus. Daher muss man per Hand scharf stellen. Auch die Blende muss manuell eingestellt.
Die Minolta Memo hat keinen eingebauten Belichtungsmesser. Bei der Verschlusszeit hat man die Auswahl zwischen 1/100 Sekunde, 1/50 Sekunde und 1/25 Sekunde.
Die Kleinbildkamera kommt mit einem Bulb-Modus. Für Langzeitaufnahmen gibt es einen Anschluss für ein Stativ. Einen Selbstauslöser hat das Modell nicht.
Interessant ist das dass Rokkor Objektiv mit zwei Abdeckungen kommt. Ein Objektivdeckel schützt die Linse, der zweite Deckel schützt zusätzlich den Verschluss und dient umgedreht als Streulichtblende.
Die 35mm-Fotokamera ist mechanisch und kann ohne Batterien Fotos machen. Die Kamera ist recht hochwertig gebaut worden. Das Gehäuse ist allerdings aus Bakelit, einem typischen Werkstoff aus der Zeit. Das Gewicht der Kamera ohne Film liegt bei rund 600 Gramm.
Filme für die Minolta Memo
Die Minolta Memo benötigt Kleinbildfilme. Für dieses Filmformat gibt es noch eine gute Auswahl an Material für Farb- und Schwarzweißbilder. Ein möglicher Film für Farbaufnahmen ist der Kodak Gold 200 (Amazon*). Eine Möglichkeit für S/W-Bilder ist der Ilford XP2 Super (Amazon*).
Der Farbfilm wird im C-41-Entwicklungsprozess verarbeitet. Dieser Entwicklungsprozess wird von den meisten Laboren angeboten. Die Kosten für die Entwicklung liegen in der Regel zwischen fünf und zehn Euro.
Der Belichtungsbereich der Minolta Memo hat eine Größe von 24 mm x 36 mm. Pro Film (135-36) sind so in der Regel 36 Aufnahmen möglich. Einen automatischen Filmtransport gibt es nicht. Der Film muss von Hand weitergespult werden. Der Hebel dafür befindet sich auf der Unterseite und ist leider auch aus Bakelit, welches über die Jahre etwas an Stabilität verliert.




