Die Lomourette ist eine Halbformatkamera von Lomography. Sie wird seit 2024 für rund 75 Euro verkauft. Die Kamera kann als eine Variation der Diana Mini angesehen werden, da sie optisch und vom Funktionsumfang diesem Modell sehr ähnelt.
Funktionen
Das Design der Kamera erinnert an klassische Filmkameras und ist inspiriert von der Diana Mini und Diana F+. Es handelt sich um eine Toycamera. Also um eine Kamera, die eher für kreative und experimentelle Fotos geeignet ist.
Bei diesem Kameramodell ist das Objektiv fest verbaut und nicht austauschbar. Die größte Blendenöffnung bei einer Brennweite von 24 mm beträgt f/8. Die Fokussierung erfolgt manuell, da die Kleinbildkamera keinen Autofokus besitzt. Um Unschärfen zu vermeiden, sollte ein Mindestabstand von 60 cm zum Motiv eingehalten werden.
Der Fokus wird manuell eingestellt. Es gibt vier Stufen für den Fokus. Zur Auswahl stehen 0,6 m, 1 bis 2 m, 2 bis 4 m und 4 m bis Unendlich.
Für die Belichtungsmessung fehlt der 35mm-Fotokamera ein integrierter Belichtungsmesser. Zur Auswahl stehen zwei Belichtungszeiten, 1/60 Sekunde (N) und Bulb (B). Mehrfachbelichtungen sind auf Wunsch auch möglich.
Der Bulb-Modus ist für Aufnahmen mit langer Belichtungsdauer zu verwenden. Es ist möglich, in diesem Modus die Länge der Belichtung zu variieren, um unterschiedliche Effekte zu erzielen. Dazu muss der Auslöser gedrückt gehalten werden. Lässt man der Auslöserknopf los, schließt sich der Verschluss.
Auch ein Blitz kann an die Lomography-Kamera angeschlossen werden. Es kann der Diana F+ Flash genutzt werden. Es gibt aber auch einen zusätzlichen Adapter für die Verwendung von Hot Shoe Blitzen.
Zum Fotografieren werden keine Batterien benötigt. Es gibt keinen Anschluss für ein Stativ oder Kabelauslöser. Auch ist gibt es keinen Selbstauslöser. Dafür kann ein Kameragurt angeschlossen werden.
Filme für die Lomourette
Die Lomourette ist für Kleinbildfilme konzipiert. Das Kleinbildformat erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei vielen Fotografen, weshalb einige Hersteller weiterhin Filme für dieses Format anbieten.
Fotofilme für die Lomourette, die einfach online erhältlich sind, umfassen den Kodak T-Max 400 (Amazon*), ideal für beeindruckende Schwarz-Weiß-Aufnahmen, und den Kodak Ultramax 400 (Amazon*), perfekt für lebendige Farbfotos. Testberichte bestätigen, dass beide Filme vielseitig einsetzbar sind und sich in unterschiedlichen Situationen bewähren.
Der Farbfilm ist ein Negativfilm und wird im C-41-Entwicklungsprozess verarbeitet, ein Service, den die meisten Fotolabore anbieten. Auch viele Drogeriemärkte ermöglichen die Entwicklung von Farbfilmen.
Die Kamera belichtet eine Fläche von 24 mm x 18 mm und erfordert einen manuellen Filmtransport durch den Benutzer, da kein automatischer Motor vorhanden ist. Auf eine Rolle passen in der Regel 72 Bilder.
Unterschiede zur Diana Mini
Beide Kamera gleichen sich sehr stark, aber es gibt einige Unterschiede.
Blendeneinstellung: Die Diana Mini bietet zwei Blendeneinstellungen (sonnig/bewölkt), um die Belichtung anzupassen. Die Lomourette hingegen hat eine feste Blende, was bedeutet, dass du dich stärker auf die Wahl des passenden Films und die Lichtverhältnisse verlassen musst.
Bildformat: Die Lomourette nimmt ausschließlich quadratische Fotos im Format 24 x 18 mm auf, ähnlich wie die klassische Diana F+. Die Diana Mini hingegen bietet dir die Wahl zwischen quadratischen Aufnahmen (24 x 24 mm) und einem rechteckigen Format (24 x 17 mm). Ein kleiner Schalter auf der Rückseite der Kamera ermöglicht das Umschalten zwischen den Formaten.
Kabelauslöser: Die Diana Mini verfügt über einen Anschluss für einen Kabelauslöser, ideal für Langzeitbelichtungen und verwacklungsfreie Aufnahmen. Diese Funktion fehlt bei der Lomourette.
Stativgewinde: Für noch mehr Stabilität und kreative Möglichkeiten besitzt die Diana Mini ein Stativgewinde auf der Unterseite. Die Lomourette hingegen hat kein solches Gewinde, was die Verwendung eines Stativs erschwert.
Technische Daten
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Kameratyp | Halbformatkamera |
| Filmformat | 35mm / Kleinbild |
| Filmtransport | Manuell |
| Film-Transportmechanismus | Drehknopf |
| Bildformat | 24 mm x 18 mm |
| Brennweite | 24 mm |
| Größte Blendenöffnung | f/8 |
| Naheinstellgrenze | 60 cm / 1.968 ft |
| Fokus | Manuell |
| Fokusart | Zonenfokus |
| Fokuszonen | 0,6 m, 1 bis 2 m, 2 bis 4 m, 4 m bis Unendlich |
| Verschlusszeiten | 1/60 Sekunde, Bulb |
| Bulb-Modus | Ja |
| Datumseinbelichtung | Nein |
| Doppel- und/oder Mehrfachbelichtungsfunktion | Ja |
| Eingebauter Blitz | Nein |
| Blitzanschluss | Anschluss für Diana F+ Flash |
| Stativgewinde | Nein |
| Kabelauslösergewinde | Nein |
| Selbstauslöser | Nein |
| Anschluss für Kameragurt | Ja |
| Stromversorgung | Nicht notwendig |
| Firmenname des Produzenten | Lomographische GmbH |
| Produktionsland | China |
Häufige Fragen zur Lomourette
Was für eine Kamera ist die Lomourette und wofür ist sie gedacht?
Die Lomourette ist eine Halbformat-Spielzeugkamera von Lomography, die für kreative und experimentelle Fotografie entwickelt wurde. Sie eignet sich am besten für Benutzer, die einzigartige Bildeffekte suchen, anstatt präzise technische Kontrolle.
Besitzt diese 35mm-Kamera einen automatischen Fokus oder Belichtungsmesser?
Nein, die Lomourette hat einen manuellen Fokus mit vier Entfernungseinstellungen und zwei festen Verschlusszeiten (1/60 s und Bulb). Ein automatischer Belichtungsmesser fehlt.
Welche Filmformate sind mit der Lomography-Kamera kompatibel?
Die Lomourette verwendet Standard-35mm-Film. Sie belichtet ein 24 x 18 mm großes quadratisches Bild auf jedem Frame, wodurch in der Regel 72 Aufnahmen pro Rolle entstehen.
Können Zubehörteile wie ein Blitz oder ein Stativ an dem Gerät befestigt werden?
Ein Blitz, wie z. B. der Diana F+ Blitz, kann angeschlossen werden. Ein Stativ kann jedoch nicht direkt verwendet werden, da keine Stativaufnahme vorhanden ist.
Wie unterscheidet sich die Lomourette von der Diana Mini in Bezug auf die Funktionalität?
Obwohl sie sich im Aussehen ähneln, hat die Lomourette eine feste Blende und es fehlen Funktionen der Diana Mini, wie z. B. ein Anschluss für einen Kabelauslöser und ein Stativgewinde. Die Diana Mini bietet außerdem mehrere Bildformate.





