Die Konica EE-matic 260 ist eine Sucherkamera, die in den 1960er Jahren von Konica auf den Markt gebracht wurde.
Objektiv
Die Konica EE-matic 260 ist mit einem fest verbauten Hexanon 42mm f/2.8 Objektiv ausgestattet. Dieses Objektiv besteht aus drei Gruppen mit vier Elementen.
Ein Filtergewinde mit 49mm Durchmesser und einem Gewindesteigung von 0.75mm ermöglicht die Verwendung von Filtern und Zubehör.
Die Kamera verfügt über einen gekoppelten Entfernungsmesser mit Doppelbild, der eine effektive Basislänge von 15.9mm besitzt und die Naheinstellgrenze liegt bei 0.9 Metern. Der Fokus wird manuell über einen Einstellring eingestellt.
Belichtungseinstellungen
Die Konica EE-matic 260 verwendet ein EE (electric-eye) System für die automatische Belichtungseinstellung. Sie verfügt über einen Seiko FLA Programmautomatikverschluss mit einem AUTO/Flash-Schaltsystem.
Im Automatikmodus beträgt der Belichtungszeitenbereich 1/30 Sekunde bis 1/250 Sekunde. Bei Blitzaufnahmen wird eine feste Verschlusszeit von 1/30 Sekunde verwendet. Die Belichtungsmessung erfolgt automatisch.
Der Belichtungsbereich liegt zwischen EV 8 (f/2.8, 1/30 Sekunde) und EV 17 (f/22, 1/250 Sekunde) bei ASA 100 Film. Eine Warnmarkierung im Sucher erscheint und der Auslöser wird blockiert, wenn die Lichtverhältnisse für die automatische Belichtung unzureichend sind.
Blitzsystem
Die Konica EE-matic 260 verfügt über ein eingebautes Blitzsystem, das exklusive Blitzwürfel verwendet. Ein Auswerfer für die gebrauchten Blitzwürfel ist vorhanden.
Das Flash-matic System stellt die Blende automatisch in Abhängigkeit von der Entfernung zum Motiv ein, nachdem die Filmempfindlichkeit eingestellt wurde. Die Blitzwürfel drehen sich synchron mit dem Filmtransport.
Zusätzliche Funktionen
Die Konica EE-matic 260 besitzt einen hellen Sucherrahmen mit 0.6-facher Vergrößerung und Parallaxenausgleichsmarkierungen. Sie verfügt über einen automatischen Filmtransport mit einem Aufzughebel auf der Oberseite der Kamera. Der Auszugswinkel beträgt 20° und der Aufzugswinkel 130°. Der Verschluss spannt sich selbst und eine Doppelbelichtung ist nicht möglich.
Ein Stativgewinde ist ebenfalls vorhanden. Die Kamera bietet keinen Selbstauslöser.
Abmessungen und Gewicht
Die Abmessungen der Konica EE-matic 260 betragen 130mm (Breite) x 80mm (Höhe) x 67mm (Tiefe). Das Gewicht der Kamera beträgt 590 Gramm.
Filmempfehlungen
Die Konica EE-matic 260 verwendet Instamatic Cartridge Film 126. Die Kamera stellt die Filmempfindlichkeit automatisch anhand der Kassette ein. Unterstützte ASA-Werte liegen zwischen 64 und 160. Da die Kamera nur begrenzte manuelle Einstellungsmöglichkeiten bietet, eignen sich Filme mit einer mittleren Empfindlichkeit (z.B. ISO 100) am besten für allgemeine Aufnahmesituationen.
Die Filmempfindlichkeit ist auf der Außenseite der Instamatic-Filmkassette angegeben. Die Anzahl der Bilder, die auf einer Filmrolle aufgenommen wurden, kann im Filmkontrollfenster überprüft werden.
Technische Daten
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Kameratyp | Sucherkamera |
| Filmformat | 126 |
| Filmtransport | Manuell |
| Film-Transportmechanismus | Schnellspannhebel |
| Bildformat | 28 mm x 28 mm |
| Brennweite | 42 mm |
| Größte Blendenöffnung | f/2.8 |
| Kleinste Blendenöffnung | f/22 |
| Naheinstellgrenze | 90 cm / 2.952 ft |
| Fokus | Manuell |
| Filtergewinde | 49 mm |
| Objektivaufbau | 4 Elemente in 3 Gruppen |
| Verschlusszeiten | 1/250 Sekunde bis 1/30 Sekunde |
| Belichtungsmesser | Selen-Belichtungsmesser |
| Belichtungsmodi | Programmautomatik |
| Manuelle Belichtungseinstellungen | Nein |
| Datumseinbelichtung | Nein |
| Doppel- und/oder Mehrfachbelichtungsfunktion | Nein |
| Eingebauter Blitz | Nein |
| Blitzanschluss | Blitzwürfel |
| Blitzsynchronzeit | 1/30 s |
| Stativgewinde | Ja |
| Kabelauslösergewinde | Nein |
| Selbstauslöser | Nein |
| Anschluss für Kameragurt | Ja |
| Stromversorgung | Nicht notwendig |
| Größe | 13 x 8 x 6,7 cm |
| Maße in Zoll | 5.12 x 3.15 x 2.64 zoll |
| Gewicht | 590 Gramm |
Ah, die Konica EE-matic 260! Eine echte Ikone der 60er Jahre.
Interessant, wie die Technik damals schon auf Automatisierung setzte. Der Hinweis auf den Blitzwürfel ist ein echter Nostalgie-Faktor!
Hat jemand Erfahrungen mit dem manuellen Fokus bei dieser Kamera? Ist der Entfernungsmesser präzise genug für scharfe Bilder, besonders bei schlechteren Lichtverhältnissen?
Danke für den ausführlichen Artikel.