Die Gakkenflex, eine Kamera aus Kunststoff, die Bilder im 35mm-TLR-Format aufnimmt, wurde erstmals im japanischen Magazin „Otona no Kagaku“ des Verlags Gakken publiziert. Die Kamera mit dem Namen "Gakkenflex" auf der Vorderseite, war Bestandteil der Ausgabe Nr. 25 vom 30. Oktober 2009 und als Bausatz konzipiert.
Obwohl die Originalzeitschrift möglicherweise nur schwer erhältlich ist, sind Nachbildungen wie die "Recesky TLR" und die "Fotodiox TLR" online verfügbar.
In den Begleitpapieren des Bausatzes werden die technischen Daten der Kamera beschrieben: eine fixierte Blende von f/11 und eine Verschlusszeit von 1/125 Sekunde. Lässt man ein Bauteil weg, wird die Kamera etwas lichtstärker.
Das Objektiv besteht aus einer einfachen Kunststofflinse mit Meniskusform. Die Scharfeinstellung erfolgt für das Aufnahme- und Sucherobjektiv gleichzeitig über äußere Zahnräder, vergleichbar mit der Funktionsweise der Ricohflex mit Getriebeobjektiv oder der Lubitel.
Die einfache Linsenkonstruktion erzeugt Bilder mit einem starken Schärfeverlauf, der an den Tilt-Shift-Effekt erinnert. Im Grunde genommen handelt es sich bei der Kamera um ein Spielzeugmodell.
Für den Betrieb der Kamera werden keine Batterien benötigt.
Filme für die Gakkenflex
Welche Filmempfehlung gibt es für die Gakkenflex? Die Kamera ist konzipiert für die Verwendung von 35mm-Kleinbildfilmen. Für dieses Format ist nach wie vor eine große Auswahl an Farb- und Schwarzweißfilmen verfügbar.
Problemlos online erhältlich und für die Gakkenflex geeignet sind beispielsweise der Ilford XP2 Super (Amazon*) für ansprechende Schwarzweißaufnahmen und der Kodak Portra 400 (Amazon*) für leuchtende Farbfotos. Erfahrungsberichte und Tests belegen, dass beide Filme für unterschiedliche Motive geeignet sind.
Die Entwicklung von Farbfilmen erfolgt im C-41-Prozess. Dieses Verfahren wird von allen Fotolaboren angeboten, die Kleinbildfilme entwickeln.
Die Bildgröße der Kamera beträgt 24 mm x 36 mm. Mit dieser Belichtungsfläche lassen sich auf einem Standardfilm (135-36) in der Regel 36 Bilder aufnehmen. Da die Kamera keinen automatischen Filmtransport besitzt, muss der Film manuell weitergespult werden.





