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Phomemo M02 Pro

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Als jemand, der täglich mit visuellen Medien arbeitet, oft in der analogen Domäne der Filmfotografie, steht am Ende jedes kreativen Prozesses der Wunsch, das Bild in physischer Form in den Händen zu halten.

Die digitale Ära hat uns zwar unzählige Möglichkeiten der Archivierung und Präsentation eröffnet, doch die haptische Erfahrung eines gedruckten Fotos bleibt unersetzlich.

Traditionelle Lösungen dafür sind oft mit Kompromissen verbunden. Instant Kameras bieten zwar die sofortige Befriedigung eines gedruckten Bildes, doch die laufenden Kosten für das Verbrauchsmaterial sind erfahrungsgemäß sehr teuer und können das Budget schnell belasten.

Die Alternative, vollwertige Fotodrucker, ermöglichen eine ausgezeichnete Qualität, sind jedoch aufgrund ihrer Größe oft zu unhandlich, um sie auf Reisen oder zu einem Shooting mitzunehmen. Sie sind schlichtweg nicht dafür konzipiert, in einer Kameratasche Platz zu finden.

Die Suche nach einem gangbaren Mittelweg führte mich zum Phomemo M02 Pro. Die Gelegenheit, dieses spezifische Modell genauer zu betrachten, ergab sich während eines kürzlichen Aufenthalts in Japan, einem Land, das für seine Faszination an effizienten und kompakten Gadgets bekannt ist. Dort konnte ich den Drucker in unterschiedlichen Szenarien testen und seine Eignung für den fotografischen Alltag beurteilen.

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Hintergrund zu Thermodruck

Der Thermodruck, die Technologie, die dem Phomemo M02 Pro zugrunde liegt, unterscheidet sich grundlegend von Tintenstrahl- oder Laserdruckverfahren. Es handelt sich um ein direktes Verfahren, bei dem keine Tinte oder Toner benötigt wird. Stattdessen arbeitet der Drucker mit speziellem Thermopapier, das mit einer chemischen Schicht versehen ist, welche auf Wärme reagiert.

Ein Druckkopf, der aus winzigen Heizelementen besteht, erhitzt selektiv bestimmte Punkte auf dem Papier, wodurch die chemische Schicht an diesen Stellen schwarz wird und das gewünschte Bild oder der Text entsteht.

Der offensichtlichste Vorteil dieser Technologie ist die extreme Einfachheit und die minimale Wartung, da keine Kartuschen ausgetauscht oder Düsen gereinigt werden müssen. Die Geräte können dadurch sehr kompakt gehalten werden.

Aus der Perspektive der Archivierung und langfristigen Haltbarkeit ist die Technologie jedoch mit Vorsicht zu genießen. Die resultierenden Ausdrucke sind in der Regel monochrom und die chemische Natur des Papiers macht die Bilder anfällig für Verblassen, insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung oder Kontakt mit bestimmten Chemikalien, wie sie oft in Klebstoffen oder Kunststoffen vorkommen.

Im Alltag kommen wir sehr häufig mit dieser Drucktechnik in Kontakt. Fast Drucker an der Supermarktkasse arbeitet mit dem Thermodruckverfahren.

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Hintergrund zu Phomemo

Phomemo hat sich auf dem Markt der kleinen, mobilen Thermodrucker eine Nische geschaffen. Die Marke verfolgt das Konzept, die Druckfunktion zu einem allgegenwärtigen, unkomplizierten Werkzeug zu machen, das nicht auf den Schreibtisch oder das Büro beschränkt ist.

Im Vergleich zu einigen anderen Herstellern, die sich stärker auf den reinen Etikettendruck konzentrieren, zielt Phomemo mit Modellen wie dem M02 Pro auf eine breitere Zielgruppe ab, die auch Wert auf die Wiedergabe von Fotos und Grafiken legt.

Der M02 Pro selbst zeichnet sich durch seine höhere Auflösung von 300 DPI aus, was ihn von einfacheren und preisgünstigeren Thermodruckern mit niedrigerer Auflösung abhebt. Diese höhere Punktdichte ist entscheidend, um die nötige Detailtiefe für die akzeptable Wiedergabe von fotografischen Motiven zu erreichen.

Die Produktphilosophie von Phomemo scheint darauf ausgerichtet zu sein, die Lücke zwischen den sogenannten Spielzeugdruckern und den professionellen, mobilen Fotodruckern mit ZINK oder Dye-Sublimation Technologie zu schließen. Sie bieten einen unkomplizierten Einstieg in den mobilen Druck mit einem Fokus auf Zugänglichkeit und ein breites Angebot an Verbrauchsmaterialien.

Funktionen des Druckers

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Der Phomemo M02 Pro ist in seiner physischen Gestaltung auf Portabilität ausgelegt. Er passt problemlos in die Nebentasche einer Kameratasche oder sogar in eine größere Jackentasche. Das Gewicht liegt bei rund 200 Gramm.

Verkauft wird das Gerät in unterschiedlichen Farbausführungen. Die Funktionen sind natürlich identisch.

Die Ladefunktion erfolgt über einen USB C Anschluss, was zunächst als zeitgemäß erscheint. Es ist jedoch zu beachten, dass man für den Ladevorgang ein Kabel mit einem USB A Stecker am anderen Ende benötigt. Ein direktes Laden über ein USB C zu USB C Kabel, etwa von einem modernen Laptop oder einem dedizierten Power Delivery Netzteil, wird nicht unterstützt.

Die Akkulaufzeit ist für den mobilen Einsatz ausreichend dimensioniert, wobei jedoch der Akku nicht einfach ausgetauscht werden kann. Dies bedeutet, dass die Lebensdauer des Druckers im Wesentlichen an die Lebensdauer des internen Akkus gebunden ist. Das Gerät kann auch genutzt werden, wenn es gerade lädt.

Ein mechanisches Detail, das die Einfachheit des Druckers unterstreicht, sind die Zähne zum Abreißen des fertigen Bildes. Man kann das Papier nach dem Druck mit einer Bewegung abreißen, vergleichbar mit dem Mechanismus an einer Supermarktkasse.

Obwohl dies bei dünnerem Standardpapier gut funktioniert, empfiehlt sich bei dickerem Stickerpapier oder transparenten Materialien allerdings die Verwendung einer Schere. Dies dient dazu, ein unsauberes Einreißen des Papiers zu vermeiden und ein gerades, präsentables Ergebnis zu erhalten.

Die mechanische Natur des Druckvorgangs, bei dem der Thermodruckkopf das Papier an den Heizelementen vorbeizieht, ist nicht geräuschlos. Der Druckvorgang ist nicht ganz leise. In einer sehr stillen Umgebung, wie beispielsweise einer Bibliothek oder während eines sehr intimen Events, könnte dies als störend empfunden werden, was die Einsatzmöglichkeiten in solchen Situationen einschränkt.

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Funktionen der App

Der M02 Pro wird über eine dedizierte App gesteuert, die sowohl für iOS als auch für Android verfügbar ist. Die Verbindung zwischen Smartphone und Drucker erfolgt unkompliziert über Bluetooth. Die Anwendung bietet eine Reihe von Funktionen, die über das bloße Senden von Bildern hinausgehen und das Gerät auch für kreative oder organisatorische Aufgaben nutzbar machen.

Die App enthält Bildbearbeitungsfunktionen, darunter Zuschneiden, das Anpassen von Kontrast und Helligkeit sowie verschiedene Filter, die speziell auf die Darstellung im Thermodruck zugeschnitten sind. Diese Anpassungen sind oft notwendig, da Schwarz Weiß Thermodrucke von Natur aus eine geringere Tonwertabstufung aufweisen als digitale Originale.

Ein hervorzuhebendes Merkmal ist die Collagen Funktion. Über eine solche Funktion kann man einerseits frei Collagen mit Text und Grafiken erstellen, aber auch mehrere Bilder hintereinander auf einem einzigen Druckstreifen anordnen. Diese Funktion ist nützlich für die Erstellung von kurzen Bildergeschichten oder Kontaktbögen. Leider liegt das Limit bei der Aneinanderreihung von Bildern momentan bei sechs Bildern, was bei längeren Sequenzen eine mehrfache Wiederholung des Prozesses erfordert.

Neben den Bildfunktionen bietet die App auch Vorlagen für Etiketten, Notizen und Textdokumente, was die Vielseitigkeit des Geräts über den reinen Fotodruck hinaus erweitert.

Zudem gibt es in der App eine Vielzahl an Illustrationen, Rahmen und mehr, die man nutzen kann. Für ein Teil des Contents wird eine Premium-Mitgliedschaft benötigt.

Verschiedene Papiere

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Einer der größten Vorteile des Phomemo M02 Pro im Vergleich zu traditionellen Sofortbildkameras oder mobilen Druckern, die analoges Filmmaterial verwenden, ist die Flexibilität und die niedrigen Kosten des Verbrauchsmaterials. Die Papiere können einfach getauscht werden.

Man ist nicht an eine einzige Art von proprietärem Film gebunden, sondern kann aus einer breiten Palette an Thermopapieren wählen. Das Spektrum reicht von Standardpapier in Weiß über Stickerpapier in verschiedenen Farben bis hin zu transparenten oder sogar halbtransparenten Varianten.

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Diese Vielfalt eröffnet kreative Möglichkeiten, beispielsweise für das Hinzufügen von dekorativen Elementen in ein Notizbuch oder das Erstellen von transparenten Layern für visuelle Präsentationen.

Der Wechsel der Papierrollen ist ein unkomplizierter Vorgang. Man öffnet das Gehäuse, entnimmt die leere Rolle und legt die neue ein. Dies steht im Gegensatz zur Handhabung von Sofortbildkassetten, bei denen man das Risiko eingeht, bei unsachgemäßem Öffnen der Kamera den Film zu belichten oder zumindest die Komplexität des Kassettensystems in Kauf nehmen muss.

Die einfache Verfügbarkeit und die verhältnismäßig niedrigen Kosten pro Ausdruck sind ein starkes Argument für das Phomemo System.

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Übersicht über ein Teil der Phomemo Papiere

Praxistest in Japan

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Der Einsatz des Phomemo M02 Pro während meiner Reise durch Japan diente als umfassender Praxistest. Das Ziel war es, die tatsächliche Leistung und die Benutzerfreundlichkeit unter realen Reisebedingungen zu bewerten. Die Kompaktheit erwies sich hier als ein klarer Vorteil.

Im Hinblick auf die Druckgeschwindigkeit liefert der M02 Pro akzeptable Ergebnisse. Für einen Druck der Abmessungen 7,4 Zentimeter auf 5,3 Zentimeter liegt die Druckzeit bei etwa 16 Sekunden. Dies ist schnell genug, um bei einem spontanen Treffen eine kleine Erinnerung auszudrucken, ohne dass eine lange Wartezeit entsteht.

Bei der Wiedergabe von Fotos zeigten sich jedoch die inhärenten Grenzen der Thermodrucktechnologie. Während Landschaftsaufnahmen oder kontrastreiche Motive mit klaren Kanten gute Ergebnisse lieferten, verloren Porträtfotos mit etwas entfernten Gesichtern merklich an Details. Besonders bei Gesichtern, die von Natur aus eine eher weiche Textur oder subtile Schattierungen aufweisen, neigen die Drucke dazu, bestimmte Feinheiten zu nivellieren.

Die 300 DPI sind zwar besser als die Standardauflösung, können jedoch die subtilen Tonwertunterschiede, die ein Foto ausmachen, nicht vollständig abbilden.

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Interessanterweise zeigte der Drucker seine Stärke bei der Wiedergabe von Text und Grafiken. Die Ergebnisse bei Text sind sehr gut. Selbst eine Schriftgröße 5 war noch gut lesbar, was die Eignung des Druckers für organisatorische und dokumentarische Zwecke unterstreicht.

Ein technischer Umweg war nötig, um Panoramas drucken zu können. Panoramas lassen sich drucken, dazu muss man das Bild allerdings in ein PDF umwandeln und dann als Dokument über die App drucken. Dieser zusätzliche Schritt ist zwar umständlich, ermöglicht aber die Nutzung des langen Druckformats für unkonventionelle Bilder oder längere, sequenzielle Aufzeichnungen.

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Andere Möglichkeiten der Nutzung

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Abgesehen von der direkten Ausgabe von Fotos aus ästhetischen Gründen bietet der Phomemo M02 Pro eine Reihe von praktischen Anwendungsmöglichkeiten, die gerade für professionelle Fotografen oder Filmbegeisterte von Nutzen sind. Die Stärke des Geräts liegt oft nicht in der Abbildungsqualität, sondern in der sofortigen, physischen Erzeugung von Informationen.

Eines der naheliegendsten Anwendungsgebiete ist die schnelle Erstellung von Notizen und Listen. Ob es darum geht, schnell mal eine Einkaufsliste auszudrucken, bevor man das Haus verlässt, oder eine Packliste für das nächste Fotoshooting zu erstellen, die sofortige Textausgabe ist sehr praktisch. Man muss nicht mehr handschriftliche Notizen führen, die schnell unleserlich werden oder verloren gehen.

Besonders im Bereich der analogen Fotografie spielt das Gerät seine Stärken aus. Es ist möglich, Daten zu einem belichteten Film auszudrucken. Damit behält man die Übersicht, welche Aufnahmen auf dem Film sind und welche Einstellungen genutzt wurden. Man kann einen kleinen Streifen ausdrucken, der die wichtigsten Metadaten wie Kameramodell, Filmtyp, Aufnahmedatum und kurze Bemerkungen zu den Aufnahmen enthält, und diesen dann direkt auf die Filmrolle oder in das Entwicklungsblatt kleben.

Die Möglichkeit, schnelle Versandetiketten oder Adressaufkleber auszudrucken, etwa beim Versand von Vergrößerungen oder gebrauchten Geräten, macht ihn zu einem nützlichen Werkzeug im Home Office oder im kleinen Studiobetrieb. Auch Barcodes und QR Codes kann man mit dem Drucker zu Papier bringen.

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Fazit zum Phomemo M02 Pro

Der Phomemo M02 Pro präsentiert sich als ein interessantes und vielseitiges Werkzeug in der Nische der mobilen Drucker.

Es ist unbestreitbar, dass die Qualität der Drucke sich natürlich nicht mit richtigen Drucken oder Ausbelichtungen auf speziellem Fotopapier vergleichen lässt. Wer die feine Gradation, Farbtreue und die Archivqualität eines professionellen Fotos erwartet, wird hier an die Grenzen der Thermodrucktechnologie stoßen.

Zieht man aber die niedrigen Kosten pro Ausdruck, die Unkompliziertheit in der Bedienung und die extreme Portabilität mit ein, dann muss sich der Drucker nicht verstecken. Für schnelle Erinnerungen, dekorative Elemente oder Notizen ist er ein wertvoller Begleiter.

Ein möglicher Anwendungsfall ist der Einsatz auf Hochzeiten für ein Gästebuch. Der Drucker bietet eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, Fotos vor Ort auszudrucken und einzukleben.

Hier wäre jedoch ein Partymodus wünschenswert. Ein solcher Modus könnte es den Gästen ermöglichen, ihre Bilder über eine einfache Website hochzuladen, welche dann nacheinander automatisch gedruckt werden. Dies würde den Prozess entschlacken und die Belastung für den Organisator minimieren.

Der M02 Pro ist kein Ersatz für den Fotodrucker im Studio, aber er füllt eine Lücke, die oft unbemerkt bleibt: die Notwendigkeit einer schnellen, physischen Notiz oder eines sofortigen, kleinen Bildes, das das digitale Erlebnis in die reale Welt überträgt.

Den Phomemo M02 Pro Drucker kann man über den Online-Shop von Phomemo kaufen.

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