Im Alltag und besonders auf Reisen steht man häufig vor dem Problem, unerwartet zusätzliche Dinge transportieren zu müssen, sei es der spontane Einkauf oder ein paar lokale Spezialitäten aus dem Urlaub.
Genau für solche Momente bieten die faltbaren Taschen von Nanobag eine unkomplizierte Lösung, da sie kaum Platz wegnehmen und sich in jedem Reisegepäck verstauen lassen.
In diesem Testbericht betrachte ich vier verschiedene Modelle aus der Sicht eines Fotografen und zeige auf, wie sie sich abseits der reinen Fotografie im täglichen Gebrauch bewähren. Dabei teile ich meine persönlichen Erfahrungen mit den einzelnen Varianten und beleuchte ihre jeweiligen Stärken unterwegs.
Nanobag Standard
Ich beginne mit der Nanobag Standard. Diese Tasche hat sich als nützlich erwiesen, wenn ich nach einem langen Tag auf Reisen noch im örtlichen Supermarkt vorbeischaue, um Verpflegung für den Abend zu besorgen. Oft habe ich meinen Rucksack bereits mit einer Kamera und einer Trinkflasche gefüllt, sodass kein Raum für einen Einkauf bleibt.
Hier kommt die Standardversion ins Spiel. Sie ist sehr klein im gepackten Zustand und nimmt in meiner ohnehin gut gefüllten Tasche quasi keinen spürbaren Platz ein. Sobald man sie entfaltet, bietet sie jedoch ausreichend Volumen für eine solch kompakte Tasche. Das Volumen ist mit 19 Litern angegeben.
Ein wesentlicher Aspekt ist das Design der Tragegriffe. Die Taschen haben breite Träger, so sind sie angenehm zu tragen. Da sich das Gewicht auch bei etwas mehr gut verteilt, schneiden die Gurte nicht unangenehm in die Hände oder Schultern ein, wenn man schwere Gegenstände transportiert.
Mit einem Gewicht von 25 Gramm kann die Tasche laut Hersteller 30 Kilogramm Inhalt transportieren. Möglich ist dies durch das Diamond-Ripstop-Gewebe, dass dünn und leicht, aber gleichzeitig sehr stabil ist. Ob man wirklich 30 kg in einer Tasche transportieren möchte, ist natürlich die andere Frage.
Ein weiterer Punkt, der mir im Alltag positiv aufgefallen ist, betrifft das Aufräumen. Auch nach der Nutzung lassen sie sich schnell wieder in die kleine Tasche verstauen. Man muss den Stoff nicht penibel falten, sondern kann ihn einfach in den angenähten Beutel stopfen, was sehr bequem ist, wenn man zügig weitergehen möchte.
Für die meisten Größen von Nanobag gibt es verschiedene Designs, was es einfach macht, ein Muster oder eine Farbe zu finden, die einem persönlich zusagt.
Die allgemeine Verarbeitung wirkt solide und das dünne Material hat bisher allen alltäglichen Belastungen standgehalten, ohne Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Wenn man die Tasche in der Hand hält, spürt man zwar, dass das Material dünn ist, aber es wirkt dennoch reißfest und verlässlich. Gerade für den Transport von eckigen Verpackungen oder einem zusätzlichen Objektiv ist das ein beruhigendes Gefühl.
Nanobag Micro
Die Nanobag Micro ist die noch kompaktere Ausführung und richtet sich an Nutzer, die den Platzbedarf auf ein Minimum reduzieren möchten. In meiner Reisejacke habe ich sie eine Zeit lang als ständigen Begleiter für Kleinigkeiten genutzt. Sie eignet sich gut, um ein paar belichtete Filme, einen leichten Schal für die Abendstunden oder einen kleinen Snack zu transportieren. Auch hier gilt wieder der Vorteil, dass sie sehr klein im gepackten Zustand ist und schnell wieder im eigenen Beutel verschwindet.
Die breiten Träger sind ebenfalls vorhanden, was den Tragekomfort spürbar erhöht. Allerdings bin ich im direkten Vergleich bei einer klaren Präferenz gelandet. Wenn ich zwischen Standard und Micro entscheiden müsste, würde ich zur Standard Version greifen, da diese eben etwas mehr Platz (19 statt 12 Litern) bietet, und der Größenunterschied im gepackten Zustand nicht so stark ins Gewicht fällt.
In der Praxis macht es für mich keinen nennenswerten Unterschied, ob das zusammengepackte Bündel in der Hosentasche nun ein paar Millimeter dicker oder dünner ist. Der gewonnene Stauraum der Standardversion ist im Gegenzug ein deutlicher Mehrwert, wenn man spontan doch etwas mehr transportieren muss.
Dennoch hat die Micro ihre Daseinsberechtigung. Insbesondere wenn man wirklich nur mit leichtem Gepäck unterwegs ist und für den Notfall eine Option zum Tragen von leichten Gegenständen benötigt, leistet sie gute Dienste.
Nanobag Sling
Ein weiteres Modell im Sortiment ist die Nanobag Sling. Diese Tasche unterscheidet sich durch ihren längeren Gurt, der für das diagonale Tragen über der Schulter konzipiert ist.
Die Sling ist eine gute Wahl, etwa für Reisen, wenn man an den Strand geht und Handtücher, Sonnencreme und was zu trinken mitnehmen will. Durch die Tragweise hat man beide Hände frei, was beim Schlendern über einen lokalen Markt oder beim Fotografieren ein spürbarer Vorteil ist. Man kann die Kamera bequem bedienen, ohne dass eine Tasche ständig von der Schulter rutscht.
Für den Supermarkteinkauf finde ich persönlich sie nicht so gut, da ich hier die diagonale Tragweise nicht so gut finde, wenn man schwere und klobige Gegenstände in der Tasche hat. Eine eckige Milchpackung oder harte Konservendosen drücken beim Gehen schnell gegen die Hüfte oder den Bauch. Hier fehlt naturgemäß jede Form der Polsterung, was bei hohem Gewicht auf Dauer ermüdend wirken kann.
Für leichte und weiche Gegenstände ist die Sling jedoch eine funktionale Ergänzung, gerade im Urlaub oder bei entspannten Spaziergängen, bei denen man nur das Nötigste bei sich führt.
Nanobag Daypack
Der Nanobag Daypack ist die Rucksackvariante und bringt noch einmal eine andere Dynamik. Wenn man auf einem Städtetrip ist und das schwere Gepäck im Hotel lässt, reicht oft ein kleiner Rucksack für eine kompakte Kamera, einen Reiseführer und eine Wasserflasche. Auch dieser Rucksack ist sehr klein im gepackten Zustand und lässt sich unkompliziert überallhin mitnehmen.
Trotz der kompakten Größe ist der Daypack auch angenehm zu tragen, eben auch da die Gurte sehr breit sind. Was natürlich der Fall ist, dass es kein Rückenpolster gibt und dadurch etwa der Rucksack nicht glatt auf dem Rücken aufliegt, etwa wenn man etwas eckiges transportiert. Eine kantige Kamera oder ein eckiges Buch spürt man sofort durch den dünnen Stoff.
Man muss beim Packen also etwas strategisch vorgehen und weiche Dinge wie einen Pullover in Richtung des Rückens platzieren. Wenn man das beachtet, lässt sich der Daypack wunderbar für längere Tagesausflüge am Urlaubsort nutzen.
Wie bei allen Modellen ist auch hier das Verstauen sehr simpel. Auch nach der Nutzung lassen sie sich schnell wieder in die kleine Tasche verstauen. Für mich ist der Daypack eine willkommene Alternative, wenn ich eine symmetrische Gewichtsverteilung brauche und meine Hände für andere Dinge komplett frei haben möchte.
Fazit
Würde ich die Faltbaren Taschen von Nanobag empfehlen? Ja! Sie haben sich als sehr nützlich erwiesen, sei es beim Einkaufen oder als leichter Begleiter im Urlaub, wenn man kein schweres Gepäck mitnehmen möchte.
Fazit, wer nach eine kompakten zusätzlichen Tasche für seine Fototasche oder den Alltag sucht, ist bei Nanobags richtig. Die Taschen sind solide und vor allem im täglichen Leben praktisch einzusetzen. Sie erfüllen ihren Zweck ohne Umwege und zeichnen sich durch ihre durchdachte Schlichtheit aus.
Die breiten Träger sind ein durchgehend positives Merkmal aller Modelle und der geringe Platzbedarf im zusammengefalteten Zustand ist ein echter Vorteil für jeden, der mit begrenztem Stauraum haushalten muss.
Man muss sich natürlich im Klaren darüber sein, dass diese leichten Taschen keine festen Rucksäcke ersetzen können und auch nicht dafür gedacht sind. Wer jedoch eine Notfalltasche sucht, die man im Alltag kaum bemerkt, findet hier ein passendes Werkzeug.
Die Verarbeitungsqualität in Kombination mit dem geringen Packmaß macht sie zu einem festen Bestandteil meiner Ausrüstung. Ob Standard, Micro, Sling oder Daypack, jedes Modell hat seinen spezifischen Einsatzzweck, auch wenn die Standardversion für mich persönlich die bevorzugte Wahl bleibt.
Kaufen
Wer sich für die faltbaren Taschen interessiert, kann diese direkt auf der Website des Herstellers ansehen und erwerben. Dort findet man eine detaillierte Übersicht aller Modelle, Kapazitäten und der verfügbaren Designs, die zum eigenen Stil passen. Die Bestellung funktioniert unkompliziert. Man findet sie aber auch bei Amazon.






















Schöner Test
Ich habe sie mal im Laden gesehen, aber leider damals nicht gekauft..