Viele Fotografen kennen das Problem der mangelnden Struktur im Alltag. Man besitzt unterschiedliche Taschen, angefangen bei einer kleinen Umhängetasche für den kurzen Spaziergang bis hin zum großen Kamerarucksack für längere Ausflüge.
Für jede dieser Situationen benötigt man oft eine ähnliche Auswahl an kleinen Gebrauchsgegenständen. Gleichzeitig möchte man diese Gegenstände nicht in doppelter oder mehrfacher Ausführung anschaffen, da dies unnötige Kosten und Aufwand verursacht. Vor allem möchte man nur das dabeihaben, was man in der jeweiligen Situation vermutlich auch wirklich braucht.
Es ist etwa ärgerlich, wenn man nach einer langen Reise im Hotel ankommt, die Kamera laden möchte und dann feststellt, dass das Ladekabel oder der passende Adapter in der anderen Tasche zu Hause liegen geblieben ist.
Da man im Alltag häufiger zwischen verschiedenen Taschen und Rucksäcken wechselt, aber dennoch ähnliche Gegenstände benötigt, entsteht schnell Unordnung. Man möchte einfach etwas mehr Ordnung in seine Taschen bringen und eine klare Kategorie von Gegenständen schaffen, die sich gesammelt transportieren lässt.

Ein Pouch-System
An dieser Stelle bietet der Einsatz von separaten Täschchen (Pouches) eine praktische Lösung. Der wesentliche Vorteil dieser kleinen Taschen besteht darin, dass man nicht mehr von der Aufteilung der Haupttasche oder des Rucksacks abhängig ist.
Es spielt keine Rolle mehr, ob der Rucksack über entsprechende Fächer verfügt, um kleine Utensilien sicher zu verstauen. Stattdessen hat man alle Sachen, die man zusammen benötigt, an einem festen Ort und nicht lose im Innenraum verteilt.
Für diese Methode ist es sinnvoll, einen Rucksack oder eine Tasche zu nutzen, die auf eine komplexe integrierte Organisation verzichtet, damit ausreichend Platz für die flexiblen Pouches vorhanden ist.

Wie und mit welchen Gegenständen man diese Taschen organisiert, bleibt natürlich sehr individuell. Ein gutes Beispiel ist eine kleine Pouch für Kamerazubehör. Darin lassen sich etwa zwei Ersatzakkus und Speicherkarten sicher unterbringen.
Viele Fotografen haben es schon erlebt, dass sie unterwegs sind und feststellen, dass die leeren Speicherkarten noch im großen Fotorucksack liegen und nicht in der Tasche, die man gerade dabeihat. Wenn diese Zubehör-Pouch konsequent mitgeführt wird, lässt sich dieses Problem vermeiden, sofern man natürlich nicht die gesamte Pouch vergisst.
Zudem muss man diese Taschen nicht zwingend nur unterwegs nutzen. Sie eignen sich nach unserer Erfahrung auch sehr gut für die Organisation im eigenen Zuhause. Für eine Kamera, die man seltener verwendet, lassen sich Adapter, Kabel, Batterien und weiteres Zubehör in einer Pouch zusammenfassen. Wenn man die Kamera dann nutzen möchte, hat man alle notwendigen Teile an einer Stelle griffbereit und muss nicht lange suchen.
Ein Stufensystem für unterschiedliche Situationen
Eine interessante Erweiterung dieses Prinzips ist ein Stufensystem. Damit ist gemeint, die Gegenstände eines bestimmten Themas in Gruppen zu sortieren und auf verschiedene Pouches aufzuteilen, sortiert nach der Häufigkeit der Nutzung und der jeweiligen Notwendigkeit.
Ein anschaubliches Beispiel hierfür ist ein Erste-Hilfe- oder Medizin-Set. Man kann eine kleine Pouch mit den Medikamenten bestücken, die im Alltag oft benötigt werden, wenn man nur für einige Stunden unterwegs ist. Dazu gehören beispielsweise Kopfschmerztabletten, Pflaster oder Magentabletten. Für längere Ausflüge oder Wanderungen nutzt man eine größere Pouch, die zusätzliche Utensilien wie Verbände oder Wundspray enthält. Für große Reisen lässt sich eine weitere Pouch mit seltener genutzten medizinischen Hilfsmitteln vorbereiten.
Dieses System lässt sich natürlich auch anders gestalten. Man könnte für jede erdenkliche Situation eine eigene Pouch mit allen Gegenständen füllen oder ganz auf solche Taschen verzichten. Der Vorteil der Pouches liegt jedoch darin, dass alles an einem Ort gesammelt bleibt, sowohl bei der Nutzung als auch bei der Vorbereitung, da man sofort sieht, wenn ein Fach leer ist.
Durch die Aufteilung in verschiedene Situationen hat man beim Mitnehmen der entsprechenden Pouches meistens genau das dabei, was benötigt wird. Man kann die Taschen entweder separat transportieren oder die kleineren Ausführungen in die größere Pouch packen. Dadurch spart man sich die mehrfache Anschaffung von Gegenständen.
Besonders bei Verbrauchsartikeln ist dies sinnvoll. Wenn man Kopfschmerztabletten zusätzlich in eine selten genutzte Reisepouch packt, fällt es meist erst zu spät auf, wenn diese verbraucht sind. Befinden sie sich stattdessen in der täglichen Pouch, bemerkt man den Mangel wesentlich schneller und kann rechtzeitig nachfüllen.
Die Orbitkey Essentials Pouches im Alltagstest
Nach der Theorie folgt die Praxis. Bei der Auswahl der passenden Pouches steht man vor einem breiten Angebot, das sich in Größe, Farbe, Organisation und Preis unterscheidet. Welche Wahl die richtige ist, hängt primär von den Gegenständen ab, die darin verstaut werden sollen. Eine Möglichkeit sind die Orbitkey Essentials Pouches.

Das Orbitkey Essentials Pouch Trio besteht aus einem dreiteiligen Set, das drei unterschiedliche Größen umfasst, um verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden. Die kleine Tasche misst 150 mal 110 Millimeter, während die mittlere Variante auf Maße von 200 mal 140 Millimeter kommt. Die große Ausführung bietet mit Abmessungen von 245 mal 160 Millimetern reichlich Stauraum für voluminösere Gegenstände.
Farblich stehen die neutralen Optionen Schwarz und Stone (warmes Weiß/Grau) zur Auswahl, sodass sie sich optisch gut an das bestehende Reisegepäck anpassen lassen. Zudem gibt es noch eine Collaboration mit Disney in Schwarz und einem Hellblau.
Hinsichtlich des Materials und des Aufbaus gibt es funktionale Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. Die kleine Version besteht auf der Außenseite komplett aus einem leichten Nylon-Netzgewebe. Die mittlere Variante kombiniert dieses Netzgewebe mit praktischen Innentaschen aus recyceltem Polyester. Bei der großen Ausführung kommt sowohl für das Obermaterial als auch für die Taschen im Inneren recyceltes Polyester zum Einsatz, welches zudem wasserabweisende Eigenschaften aufweist.
Eine wesentliche Funktion im Innenraum der mittleren und großen Variante ist der schwebende Trenner. Dieser ermöglicht eine flexible Aufteilung der Utensilien, sodass sich beispielsweise Kabel und Netzteile sauber voneinander trennen lassen.
Zudem sind die Taschen mit flachen Tragegriffen an der Außenseite ausgestattet. Mit diesen Griffen lassen sich die einzelnen Pouches im Alltag unkompliziert greifen und ohne langes Suchen direkt aus dem Rucksack oder der Reisetasche herausziehen. Die Pouches lassen sich etwa auch sehr gut mit der Daily Tote von Orbitkey kombinieren.
Fazit
Ein solches System aus Pouches und Etuis ist natürlich nicht für jeden Nutzer sinnvoll. Für Personen, die ständig völlig unterschiedliche Dinge mit sich führen oder generell eine lose Unordnung in ihren Taschen bevorzugen, eignet es sich eher weniger.
Auch für diejenigen, die ohnehin immer die gleichen Gegenstände dabeihaben und dauerhaft nur eine einzige Tasche nutzen, bringt das System kaum Vorteile. Zudem ist es weniger geeignet, wenn man extrem schnellen Zugriff auf einzelne Gegenstände benötigt, da das Öffnen von Reißverschlüssen immer einen zusätzlichen Schritt erfordert.
Sinnvoll ist die Nutzung vor allem dann, wenn man häufiger zwischen einer kleinen Tasche, einer Kameratasche, einem Rucksack und einem Koffer wechselt. Auch bei einer großen Menge an Kleinkram, der ansonsten unkontrolliert in der Tasche herumliegt, bieten die Pouches eine spürbare Erleichterung im Alltag.

Wünsche für eine zweite Version der Essentials Pouches
Trotz der praktischen Anwendung gibt es einige Punkte, die bei zukünftigen Versionen der Orbitkey Essentials Pouches optimiert werden könnten.
Erstens wäre ein helles Innenleben bei den schwarzen Taschen wünschenswert. Gerade bei den großen Ausführungen erleichtert ein heller Kontrast das Auffinden von dunklen Kleinteilen, während das äußere Erscheinungsbild weiterhin schlicht in Schwarz gehalten bleibt.
Zweitens könnte eine noch kleinere Version angeboten werden, die etwa die halbe Größe der aktuellen kleinen Variante besitzt, um sehr kleine Gegenstände gezielt zu verstauen.
Drittens wäre eine wasserdichte Variante vorteilhaft. Dies schützt einerseits den Inhalt vor Feuchtigkeit von außen, verhindert andererseits aber auch, dass auslaufende Flüssigkeiten wie Cremes oder Kosmetika in die Haupttasche gelangen.
Viertens könnte die geräumige Tasche mit einem Außenfach oder einem zusätzlichen verschließbaren Fach im Innenraum ausgestattet werden.
Fünftens würde eine Option zur Kennzeichnung an der Außenseite der Taschen helfen, den Inhalt schneller zu identifizieren, wenn man mehrere identische Pouches verwendet.
Sechstens wäre es kundenfreundlich, wenn alle Größen auch einzeln erworben werden könnten, um den individuellen Bedarf genauer abzudecken.
Siebtens könnten die Innenfächer bei der großen Version verschließbar gestaltet werden, beispielsweise durch einen Magneten oder einen dünnen Klettverschluss. Ein Reißverschluss an dieser Stelle wäre vermutlich im Alltag zu umständlich, es sei denn, er läuft über die gesamte Länge des Fachs.
Bezugsquellen für die Orbitkey Essentials Pouches
Die Orbitkey Essentials Pouches sind über den offiziellen Online-Shop des Herstellers erhältlich. Auch bei ausgewählten Online-Plattformen, die sich auf minimalistische Ausrüstung spezialisiert haben, lassen sich die Taschen erwerben.




















