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Hyperion Kameragurte

Dunkelorange Links = Amazon-Werbung
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Die Wahl des richtigen Kameragurts ist für viele Fotografen eine Entscheidung von ähnlicher Tragweite wie die Wahl des passenden Objektivs oder der bevorzugten Filmsorte. Es geht bei diesem Accessoire nicht nur um die reine Sicherung des teuren Werkzeugs vor der Schwerkraft oder dem harten Asphalt.

Vielmehr fungiert der Gurt als Schnittstelle zwischen dem Fotografen und seiner Kamera. Er bestimmt maßgeblich den Tragekomfort über lange Tage hinweg und trägt zweifellos auch zum ästhetischen Gesamteindruck bei.

In den letzten Wochen begleitete mich eine Kombination aus dem Hause Hyperion Camera Straps aus Griechenland im fotografischen Alltag. Konkret kamen ein olivgrüner Copper X Strap mit einer Länge von 105 Zentimetern sowie eine lederne Handschlaufe in der Farbe Cognac zum Einsatz.

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Hintergrund zu Hyperion Handmade Camera Straps

Wer sich in der Welt der analogen und digitalen Fotografie bewegt und nach Alternativen zu den oft werbelastigen und funktional überladenen Standardgurten der Kamerahersteller sucht, wird früher oder später auf den Namen Hyperion stoßen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Griechenland und fertigt seine Produkte in Handarbeit an. Dieser Aspekt der manuellen Fertigung ist nicht nur ein bloßes Marketinginstrument. Er ist vielmehr der Kern der gesamten Firmenphilosophie und ermöglicht eine Flexibilität in der Gestaltung, die bei industrieller Massenware kaum denkbar wäre.

Der Kunde steht beim Besuch der Webseite vor einer beachtlichen Herausforderung. Die Möglichkeiten der Individualisierung sind derart vielfältig, dass man ohne Weiteres mehrere Stunden damit verbringen kann, den für sich perfekten Gurt zusammenzustellen.

Es beginnt bei der Wahl der Seilfarbe, geht über die Farbe der Takelung bis hin zur Art der Befestigung. Diese Qual der Wahl ist ein wesentlicher Teil des Kauferlebnisses bei Hyperion.

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Materialwahl und Verarbeitung der Gurte

Für diesen Test fiel die Wahl auf zwei recht unterschiedliche Produkte, die jedoch beide die Handschrift des Herstellers tragen. Zum einen der Copper X Strap.

Hierbei handelt es sich um einen Rundgurt aus weichem Acryl-Stoff-Gemisch. Die Farbe Olive strahlt eine gewisse Zurückhaltung aus. Mit einer Länge von 105 Zentimetern ist dieser Gurt so bemessen, dass er bequem quer über die Schulter getragen werden kann, wobei die Kamera auf Hüfthöhe ruht. Als Befestigungssystem für den Schultergurt habe ich die Anchor Links gewählt. Dies mag auf den ersten Blick wie ein Stilbruch wirken, doch dazu später mehr.

Das zweite Testobjekt ist der Handgurt, gefertigt aus Leder in der Farbe Cognac. Im Gegensatz zum textilen Schultergurt setzt Hyperion hier auf einen flachen Riemen aus echtem Leder. Das Material wirkt bei der ersten Berührung solide und verspricht eine lange Haltbarkeit. Die Verarbeitung ist sauber ausgeführt, und die Kanten des Leders sind ordentlich bearbeitet, sodass nichts kratzt oder scheuert. Ausgestattet ist diese Handschlaufe mit Quick Release Clips, kleinen Karabinern, die eine schnelle Montage ermöglichen.

Die Qualität der verwendeten Materialien erscheint dem Preis angemessen und solide. Das Seil des Schultergurts ist flexibel genug, um es problemlos um das Handgelenk zu wickeln, wenn man die Kamera kurzzeitig so tragen möchte, bietet aber gleichzeitig genug Stabilität, um nicht einzuschneiden.

Das Leder der Handschlaufe besitzt jene angenehme Steifigkeit, die man von neuem Lederwaren kennt und von der man weiß, dass sie sich mit der Zeit und der Nutzung in eine weiche Patina verwandeln wird. Es ist erkennbar, dass hier Wert auf Langlebigkeit gelegt wurde.

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In der Praxis als Fotograf

Der eigentliche Wert eines Kameragurtes zeigt sich jedoch nicht beim Betrachten oder Befühlen, sondern im harten Einsatz draußen vor Ort. Hier offenbarte sich vor allem die Nutzung der ledernen Handschlaufe als eine interessante Bereicherung des fotografischen Workflows.

Die Entscheidung für einen Wrist Strap anstelle eines klassischen Nackengurtes verändert die Art und Weise, wie man sich mit der Kamera bewegt, grundlegend. Die Kamera baumelt nicht vor dem Bauch oder an der Seite, sondern wird fester Bestandteil der eigenen Hand. Dies führte in der Praxis zu einer aktiveren Haltung. Die Kamera ist stets griffbereit, die Reaktionszeit auf flüchtige Motive verkürzt sich spürbar.

Besonders bei der Straßenfotografie oder bei längeren Spaziergängen erwies sich die Handschlaufe in Cognac als nützlicher Begleiter. Sie bietet genau jenes Maß an Sicherheit, das man benötigt, um die Kamera entspannt in der herabhängenden Hand zu halten, ohne ständig den Griff fest umklammern zu müssen. Dies entlastet die Fingermuskulatur über den Tag hinweg enorm.

Durch die Quick Release Clips, also die kleinen Karabinerhaken, lässt sich die Schlaufe in Sekundenschnelle entfernen. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn die Kamera beispielsweise auf ein Stativ montiert werden soll und jeder herabhängende Riemen eine potenzielle Gefahrenquelle für Vibrationen bei Langzeitbelichtungen darstellt.

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Der Wechsel auf den langen Copper X Schultergurt veränderte das Tragegefühl wieder hin zum Klassischen. Die Länge von 105 Zentimetern erwies sich für eine Körpergröße von etwa 1,80 Metern als passend, um die Kamera “Cross-Body” zu tragen.

Das Material des Gurtes ist angenehm auf der Kleidung und rutscht gut, wenn man die Kamera schnell zum Auge führen muss. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf den gewählten Anschlüssen. Die Entscheidung für die Anchor Links an einem solch klassisch anmutenden Seilgurt ist eine Entscheidung der Vernunft gegen die reine Ästhetik.

Rein funktional sind die Anchor Links kaum zu schlagen. Sie ermöglichen es dem Fotografen, denselben Gurt binnen Sekunden zwischen verschiedenen Kameragehäusen zu wechseln. Wer sowohl mit einer modernen digitalen Spiegellosen als auch mit einer analoge Kamera unterwegs ist, lernt diese Flexibilität schnell zu schätzen.

Man benötigt nur einen guten Gurt für alle Systeme. Doch es gibt eine Kehrseite. An einer filigranen analogen Messsucherkamera oder einer alten Spiegelreflexkamera aus den siebziger Jahren wirken die schwarzen Kunststoffscheiben und die modernen Klickverschlüsse wie Fremdkörper. Sie brechen den Vintage-Charakter, den der Hyperion Gurt durch das Seil und die Kupferwicklung so schön aufbaut.

Der Fotograf muss hier abwägen, ob ihm die praktische Modularität wichtiger ist als die stilistische Reinheit. Im Test überwog der praktische Nutzen, auch wenn das Auge beim Anblick der Plastikteile an der verchromten Öse einer alten Kamera kurz zucken mag.

Die Kombination aus beiden Systemen hat sich in der Praxis bewährt. Für kurze Ausflüge mit leichtem Gepäck genügte die Handschlaufe vollkommen und ermöglichte neue Perspektiven, da man die Kamera freier bewegen kann als wenn man durch einen Nackengurt an den eigenen Oberkörper gefesselt ist.

Für längere Touren, bei denen man die Hände auch mal frei haben muss, kam der Schultergurt zum Einsatz. Die Verarbeitung hielt dabei allen Belastungen stand. Weder lösten sich Fäden an der Takelung, noch zeigte das Leder der Handschlaufe Schwächen an den Verbindungspunkten.

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Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die handgemachten Gurte von Hyperion eine interessante Nische besetzen. Sie bieten eine willkommene Abwechslung zum Einheitsbrei der großen Zubehörhersteller und punkten vor allem durch die schier unendlichen Möglichkeiten der Individualisierung. Man erwirbt ein Produkt mit Charakter, dessen Zusammenstellung zwar Zeit in Anspruch nimmt, aber auch die Vorfreude steigert.

Die Qualität des Copper X Strap in Olive und der ledernen Handschlaufe in Cognac ist tadellos und dem Preis angemessen. Es handelt sich um ehrliches Handwerk aus Griechenland ohne unnötigen Schnickschnack. Der Fotograf erhält robustes Werkzeug, das gut aussieht und seinen Zweck erfüllt. Die Nutzung der Handschlaufe kann tatsächlich dazu beitragen, den eigenen fotografischen Stil etwas aufzulockern und dynamischer zu gestalten, während die Quick Release Clips für die nötige Flexibilität im Alltag sorgen.

Den Shop von Hyperion findet man unter https://www.hyperioncamerastraps.com/.

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