Das Polaroid Lab ist ein technisches Gerät zur Übertragung von digitalen Fotos auf analogen Sofortbildfilm. Die Veröffentlichung erfolgte im Jahr 2019 durch das Unternehmen Polaroid Originals, das zuvor unter dem Namen The Impossible Project bekannt war. Das Gerät dient als Bindeglied zwischen der Fotografie mit dem Smartphone und der klassischen chemischen Entwicklung von Sofortbildern.
Im Gegensatz zu mobilen Thermodruckern oder Druckern mit Zink-Technologie nutzt das Polaroid Lab echte Sofortbildchemie. Die Funktionsweise basiert auf einem optischen System. Das Smartphone wird mit dem Bildschirm nach unten auf die obere Halterung des Geräts gelegt.
Über ein Linsensystem aus 3 Elementen wird das auf dem Display angezeigte Motiv auf den darunter liegenden Film belichtet. Nach dem Auslösen wird das Bild aus dem Gehäuse ausgeworfen und entwickelt sich innerhalb von etwa 15 Minuten durch die integrierten Chemiekammern des Films.
Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und wiegt ohne Filmkassette etwa 655 Gramm. Die Abmessungen betragen in geschlossenem Zustand etwa 150 mal 115 mm. Für die Stromversorgung ist ein wiederaufladbarer Akku verbaut, der über einen USB Anschluss geladen wird. Das System ist mit Filmkassetten des Typs i-Type sowie der Serie 600 kompatibel. Diese Filme bieten das typische quadratische Format mit weißem Rahmen.
Zur Bedienung ist die Installation einer speziellen App des Herstellers auf dem Smartphone erforderlich. Die Anwendung optimiert die Helligkeit und den Kontrast des Displays für den Belichtungsvorgang.
Zudem bietet die App verschiedene Funktionen wie das Erstellen von Collagen, bei denen 1 digitales Bild auf bis zu 9 einzelne Sofortbilder aufgeteilt wird. Eine weitere Funktion ist die Einbindung von Augmented Reality, mit der 1 kurzes Video mit dem gedruckten Bild verknüpft und über die Kamera des Smartphones wiedergegeben werden kann.
Das Polaroid Lab richtet sich an Personen, die digitale Aufnahmen in physikalischer Form auf analogem Material aufbewahren möchten. Es erfordert keine drahtlose Verbindung wie Bluetooth oder WLAN für die Bildübertragung, da der Prozess rein optisch über die Anzeige des Bildschirms erfolgt.






