Die Sprocket Rocket Ultra Violet von Lomography bringt im wahrsten Sinne des Wortes Farbe in die analoge Fotografie. Mit ihrem markanten violetten Gehäuse setzt diese Ausgabe einen klaren visuellen Akzent, bleibt im Kern jedoch eine klassische Panoramakamera für das 35mm-Format. Die Variante wurde im September 2026 zusammen mit der Sprocket Rocket Starlight vorgestellt.

Funktionen der Kamera
Charakteristisch für die Modellreihe ist die Belichtung des gesamten Filmstreifens samt der Perforation. Die namensgebenden Perforationslöcher werden somit ganz bewusst in das Bildformat integriert, was den breiten Panoramaaufnahmen ihren unverwechselbaren Look verleiht.
Im Inneren der Kamera arbeitet eine rein mechanische Konstruktion, weshalb das Fotografieren völlig ohne Batterien gelingt. Das fest verbaute Weitwinkelobjektiv besitzt eine Brennweite von 30 mm und fängt ein weites Blickfeld ein.
Bei der Blende stehen zwei Einstellungen zur Verfügung, f/10.8 für bewölkten Himmel und f/16 für sonnige Tage. Die Scharfstellung gelingt über zwei Fokuszonen, wobei der Mindestabstand zum Motiv bei etwa 60 Zentimetern liegt. Auf technische Hilfen wie einen Autofokus oder einen internen Belichtungsmesser verzichtet das Modell gezielt.
Zur Belichtung stehen eine feste Verschlusszeit von ungefähr 1/100 Sekunde und der Bulb-Modus zur Auswahl. Letzterer hält den Verschluss für Langzeitbelichtungen so lange offen, wie der Auslöser gedrückt bleibt. Ein Stativgewinde an der Gehäuseunterseite sorgt dabei für den nötigen Halt. Für Aufnahmen in dunkleren Umgebungen lässt sich über den Zubehörschuh an der Oberseite ein externes Blitzgerät anschließen.
Eine Besonderheit der Bedienung sind die beiden Stellknöpfe auf der Oberseite. Mit ihnen kann der Film nach Belieben vorwärts transportiert oder wieder zurückgespult werden. Das macht gezielte Mehrfachbelichtungen oder das nahtlose Ineinanderfließen mehrerer Szenen zu einem unkomplizierten Vergnügen.
Filme für die Sprocket Rocket Ultra Violet
Die Kamera nutzt handelsüblichen Kleinbildfilm, der weiterhin problemlos verfügbar ist. Da ein einzelnes Panorama fast die doppelte Fläche eines herkömmlichen Kleinbildnegativs einnimmt, entstehen auf einer Patrone mit 36 Bildern etwa 18 Aufnahmen.
Für Schwarzweißmotive bietet sich der Kodak T-Max 400 (Amazon*) an, der für seine feine Körnung und ausgewogene Schärfe geschätzt wird. Farbfotografen greifen gern zum Fujifilm Superia 400 (Amazon*), dessen Lichtempfindlichkeit ideal zum Wechselspiel der Blendenwerte passt.
Farbfilme werden im standardisierten C-41-Verfahren entwickelt, das von nahezu jedem Fachlabor und gängigen Drogeriemärkten angeboten wird. Bei der Abgabe empfiehlt sich jedoch der kurze Hinweis, den belichteten Film nicht automatisch schneiden zu lassen. Da die Bilder breiter als gewöhnlich sind und über die Perforation ragen, würde ein automatischer Zuschnitt die zusammenhängenden Panoramen unweigerlich teilen.









