Die Minolta Uniomat II ist eine Messsucherkamera. Sie wurde von Minolta von 1961 bis 1963 produziert. Sie ist die Nachfolgerin der Minolta Uniomat und die Vorgängerin der Minolta Uniomat III. Produziert wurde das Modell von Minolta in einer Fabrik in Japan. Die 35mm-Fotokamera der Uniomat-Baureihe wurde auch unter dem Namen “Ansco Anscoset II” auf dem Markt verkauft.
Die Kleinbildkamera kommt mit einer festverbauten Minolta Rokkor-Festbrennweite. Die Brennweite der Linse ist mit 45 mm angegeben. Die maximale Blendenöffnung ist f/2.8 und kann bis f/16 geschlossen werden. Die Naheinstellgrenze ist 91 cm.
Fokussiert wird manuell per Hand. Der gekoppelte Messsucher hilft bei der Wahl der richtigen Einstellung. Im Sucherbild befindet sich eine Einblendung. Liegen die zwei Bilder exakt übereinander ist der Fokus korrekt gesetzt. Wenn nicht, muss man den Fokusring so lange drehen, bis er an der richtigen Position ist.
Die Minolta Uniomat II hat einen eingebauten Selen-Belichtungsmesser. Er misst das Licht durch viele kleine Zellen. Er ist für einen ISO Bereich von 10 bis 1600 ausgelegt. Zum Einstellen der richtigen Belichtung dreht man an dem schwarzen Belichtungsring am Objektiv. Die, laut Belichtungsmesser, richtigen Belichtungseinstellung sind gewählt, wenn sich der grüne Anzeiger zentriert mit der roten Nadel auf der Oberseite der Kamera ist.
Die exakte Verschlusszeit oder Blende kann nicht eingestellt werden. Für Langzeitbelichtungen gibt es einen Bulb-Modus. Dieser öffnet den Verschluss so lange wie der Auslöseknopf gedrückt gehalten wird. Um verwacklungsfreie Bilder zu erhalten, sollte man die Kamera in diesem Modus auf einem Stativ befestigen. Auch kann es nicht schaden für die Aufnahme einen Kabelauslöser oder den Selbstauslöser zu verwenden.
Ein externes Blitzgerät kann an die PC-Flash-Buchse angeschlossen werden. Hat der Blitz einen Blitzschuh kann er auf der Oberseite des Kameragehäuses befestigt werden.
Es sind keine Batterien zum Bilder machen notwendig. Der Belichtungsmesser funktioniert ebenfalls ohne Batterien. Dieser kann aber über die Jahre an Genauigkeit verlieren. Ausgleichen kann man es, in dem man die Filmempfindlichkeit entsprechend modifiziert, um die fehlerhafte Belichtungsmessung zu korrigieren. Ist der Belichtungsmesser kaputt, kann man die Kamera nur schwer reparieren.
Filme für die Minolta Uniomat II
Welche Fotofilme braucht man für die Minolta Uniomat II? Die Kamera verwendet laut Anleitung Kleinbildfilme. Diese Art von Filmen wird noch produziert und kann von den meisten Fotolaboren ohne Probleme verarbeitet werden. Eine gute Möglichkeit für Farbbilder ist der Kodak Ultramax 400 (Amazon*) und der Kodak T-Max 100 (Amazon*) für Schwarzweißfotos.
Die Fläche, die die Bilder auf dem Film einnehmen, ist 24 mm x 36 mm groß. Auf eine normale Filmrolle passen so circa 36 Bilder. Nach jedem Bild muss man den Film zum nächsten freien Bereich spulen. Dies geschieht mit dem Hebel auf der Oberseite. Erst wenn dieser Schritt erledigt ist, kann man ein neues Bild machen. Dies verhindert, dass man aus Versehen eine Doppelbelichtung aufnimmt. Am Ende der Rolle muss der Film mit einer Kurbel zurückgespult werden. Erst dann darf der Film entnommen werden und zur Entwicklung gebracht werden.
Technische Daten
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Kameratyp | Messsucherkamera |
| Filmformat | 35mm / Kleinbild |
| Filmtransport | Manuell |
| Bildformat | 24 mm x 36 mm |
| Objektivbezeichnung | Minolta Rokkor |
| Brennweite | 45 mm |
| Größte Blendenöffnung | f/2.8 |
| Naheinstellgrenze | 91 cm / 2.9848 ft |
| Fokus | Manuell |
| Messsucher | Ja |
| Verschlusszeiten | 1/1000 Sekunde bis 1/8 Sekunde, Bulb |
| Bulb-Modus | Ja |
| Belichtungsmesser | Selen-Belichtungsmesser |
| Unterstützte Filmempfindlichkeiten | ISO 10 bis 1600 |
| Belichtungsmodi | Programmautomatik |
| Manuelle Belichtungseinstellungen | Nein |
| DX-Erkennung (Automatische Filmempfindlichkeit) | Nein |
| Doppel- und/oder Mehrfachbelichtungsfunktion | Ja |
| Eingebauter Blitz | Nein |
| Blitzanschluss | PC-Flash-Anschluss |
| Stativgewinde | Ja |
| Kabelauslösergewinde | Ja |
| Selbstauslöser | Ja |
| Stromversorgung | Nicht notwendig |
| Produktionsland | Japan |
| Produktionsende | 1963 |
| Produktionszeitraum | 2 Jahre |
| Geschätzter Wert / Gebrauchtpreis | 76,65 Euro Schätzung basierend auf Gebrauchtpreisen von 3 Angeboten (ggf. mit unterschiedlichem Lieferumfang und/oder Zustand). Stand 4.5.2026 |
| Durchschnittlicher Gebrauchtpreis im Jahr 2025 | 56,50 Euro |
Häufige Fragen zur Minolta Uniomat II
Ist die Minolta Uniomat II für Anfänger schwer zu bedienen?
Die Minolta Uniomat II ist relativ einfach zu bedienen. Es ist eine Sucherkamera, daher erfolgt die Fokussierung durch das Ausrichten von Bildern im Sucher. Obwohl sie keine automatischen Einstellungen bietet, sind die grundlegenden Bedienelemente nach etwas Übung leicht zu verstehen.
Welche Art von Objektiv hat dieses spezielle Kameramodell?
Die Minolta Uniomat II hat ein festes 45-mm-Minolta-Rokkor-Objektiv. Dies ist ein Standardobjektiv, das sich für verschiedene Aufnahmen eignet. Es ist ein Festbrennweitenobjektiv, d. h. die Brennweite ist fest und nicht variabel.
Benötigt die Kamera Batterien zum Fotografieren?
Nein, die Minolta Uniomat II benötigt keine Batterien zum Fotografieren. Der eingebaute Selen-Belichtungsmesser funktioniert ohne Batterien, kann aber im Laufe der Zeit an Genauigkeit verlieren. Beachten Sie, dass die Genauigkeit des Belichtungsmessers mit zunehmendem Alter nachlassen kann.
Wie stelle ich die Belichtung an der Kamera ein?
Die Belichtung wird über einen Ring am Objektiv eingestellt. Ein gekoppelter Belichtungsmesser zeigt an, wenn die richtige Belichtung eingestellt ist. Sie sehen eine grüne Markierung, die sich mit einer roten Nadel ausrichtet, wenn die Belichtung korrekt ist.
Kann ich mit diesem Sucher jeden Film verwenden?
Diese 35-mm-Kamera verwendet Standard-35-mm-Filme, die leicht erhältlich sind. Sie ist sowohl mit Farb- als auch mit Schwarzweißfilmen kompatibel und Sie finden sie in den meisten Fotogeschäften.