Die Mamiya ZM wurde im Oktober 1982 auf dem Markt eingeführt und stellt das letzte Modell dar, das Mamiya im Bereich der Kleinbild-Spiegelreflexkameras mit 35mm-Film produzierte.
Die Kamera beendete eine Ära für das japanische Unternehmen, das sich danach fast ausschließlich auf Mittelformatkameras konzentrierte. Der Rückzug aus dem Kleinbildsektor wurde durch den Konkurs des weltweiten Vertriebspartners J. Osawa im Jahr 1984 beschleunigt, was die Produktion der gesamten Z-Serie vorzeitig beendete.
Das Gehäuse der Kamera unterscheidet sich von den direkten Vorgängermodellen wie der ZE und ZE-2 durch einen ausgeprägten Griffwulst an der rechten Vorderseite. Diese gestalterische Änderung sorgt für eine bessere Haptik und einen stabileren Halt beim Fotografieren.
Das Gehäuse besteht zu einem großen Teil aus Kunststoff, was zu einem relativ geringen Gewicht von etwa 480 Gramm führt. Trotz des Kunststoffeinsatzes wirkt das Design aufgeräumt und funktional. Die Bedienelemente sind klassisch angeordnet, sodass sich auch Fotografen, die andere Systeme gewohnt sind, schnell zurechtfinden.
Technisch basiert die Mamiya ZM auf einer elektronisch gesteuerten Belichtung. Sie verfügt über eine Zeitautomatik mit Zeitvorwahl, bei der der Fotograf die Blende am Objektiv auswählt und die Kamera die passende Verschlusszeit automatisch bestimmt. Die Belichtungsmessung erfolgt mittenbetont durch das Objektiv.
Der quartzgesteuerte Metallschlitzverschluss arbeitet im automatischen Modus in einem Bereich von 4 Sekunden bis zu 1/1000 Sekunde. Im manuellen Modus kann der Benutzer die Zeiten von 2 Sekunden bis zu 1/1000 Sekunde sowie eine B-Einstellung für Langzeitbelichtungen selbst wählen. Die Aktivierung des Belichtungsmessers erfolgt durch ein leichtes Antippen des Auslösers, woraufhin Leuchtdioden im Sucher die ermittelte Verschlusszeit anzeigen.
Der Sucher der Kamera ist mit einem Schnittbildindikator und einem Mikroprismenring ausgestattet, was die manuelle Scharfstellung erleichtert. Als Objektivanschluss kommt das Mamiya-Z-Bajonett zum Einsatz. Für die Kamera wurden die Objektivserien Mamiya Sekor E und EF entwickelt. Diese Optiken übertragen die Blendenwerte elektronisch an das Gehäuse. Da das System nach 1984 nicht weitergeführt wurde, sind die passenden Objektive auf dem Gebrauchtmarkt heute seltener zu finden als die Produkte von Mitbewerbern.
Die Stromversorgung der Kamera erfolgt über 2 Knopfzellen des Typs LR44 {% produkt name='lr44' %} oder SR44 {% produkt name='sr44' %} mit einer Spannung von 1.5 Volt. Zudem besteht die Möglichkeit, den Mamiya Winder ZE für den automatischen Filmtransport anzuschließen.
Filme für die Mamiya ZM
Die Mamiya ZM ist für Kleinbildfilme ausgelegt. Diese sind heute noch einfach zu bekommen und werden noch entwickelt. Erhältliche Fotofilme für die Mamiya ZM, die man unkompliziert im Online-Handel bekommt, sind der {% produkt name='Kodak Gold 200', filmformat='35mm' %} für zauberhafte Farbaufnahmen und der {% produkt name='Ilford FP4 Plus', filmformat='35mm' %} für brillante S/W-Aufnahmen.





