Die Leica AF-C1 ist eine kompakte Point-and-Shoot-Sucherkamera, die von 1989 bis 1991 hergestellt wurde. Es war die erste Kompaktkamera des deutschen Unternehmens.
Entwickelt wurde sie zusammen mit dem japanischen Unternehmen Minolta. Diese boten mit der Minolta AF-Tele Super (Freedom Tele / Mac-Tele) ein Modell mit ähnlichem Formfaktor an. Mit der Qualität einer "echten Leica" kann die Kamera natürlich nicht mithalten. Es war nicht die erste Zusammenarbeit mit Minolta. So gab es davor schon die Leica CL.
Die Kamera verfügt über ein 40-mm-Objektiv (f/2.8) und ein 80-mm-Objektiv (f/5.6), die vielseitige Möglichkeiten für die Aufnahme verschiedener Motive und Kompositionen bieten. Mit einem Knopf kann zwischen den zwei Objektiven umgeschaltet werden. Der Schärfebereich reicht von 0,7 m bis unendlich, so dass sowohl Nahaufnahmen als auch weit entfernte Motive scharf abgebildet werden können. Makro-Aufnahmen sind nicht mit der Kamera möglich.
Das Autofokussystem der Leica AF-C1 ist ein Infrarot-Autofokus mit Fokusspeicher und gekoppeltem Belichtungsspeicher. Dies ermöglicht eine schnelle und präzise Fokussierung. Die Kamera verfügt außerdem über eine Schärfespeicherfunktion, die den gemessenen Wert bei leichtem Druck auf den Auslöser speichert.
Das Belichtungssystem der Leica AF-C1 ist automatisch, mit mittenbetonter Integralmessung und automatischer Blitzauslösung bei wenig Licht oder extremen Kontrasten. Die Kamera verfügt nicht über eine Belichtungskorrektur. Auch gibt es sonst keine Einstellungsmöglichkeiten zu Blende und Verschlusszeit. Die schnellste Verschlusszeit liegt bei 1/400 Sekunde.
Die Empfindlichkeit, die als Grundlage für die Belichtungseinstellungen genutzt werden, liest die Kameratechnik über die DX-Kodierung auf der Patrone aus. Hierbei werden Werte von ISO 50 bis 3200 genutzt. Ist die Kodierung nicht vorhanden, nutzt die Kamera einen Standardwert von ISO 100.
Die Blitzautomatik schaltet sich bei schlechten Lichtverhältnissen automatisch ein, kann aber auch jederzeit manuell ein- oder ausgeschaltet werden, mit einem Blitzintervall von ca. 1,8 Sekunden mit einer neuen Batterie.
Der Filmtransport der Leica AF-C1 erfolgt automatisch, wobei das Einfädeln und der Vorlauf bis zum ersten Bild sowie der Rücklauf nach der letzten Aufnahme automatisch erfolgen. Auch die Rückspulung in der Mitte der Rolle ist möglich, was einen flexiblen Filmwechsel während einer Aufnahme ermöglicht.
Die Kamera verfügt über ein Datenfeld mit einer Flüssigkristallanzeige (LCD), die Symbole für Selbstauslöser, Batteriestatus, Bildanzahl und Blitzaktivierung anzeigt. Der Selbstauslöser hat einen 10-Sekunden-Countdown und wird durch eine Diode an der Vorderseite der Kamera angezeigt.
Die Stromversorgung der Leica AF-C1 erfolgt über eine 6V-Lithium-Batterie (2CR5), die eine zuverlässige und langlebige Leistung bietet. Das Gehäuse der Kamera besteht aus schwarzem Kunststoff und verfügt über eine seitliche Befestigung für einen Trageriemen oder eine Handschlaufe sowie ein Stativgewinde (A1/4 DIN 403) für die Stativmontage. Das Gewicht der Kamera beträgt ohne Batterien 345 Gramm, die Abmessungen sind 140 x 65 x 60 mm (für das Objektiv mit 40 mm Brennweite).
Filme für die Leica AF-C1
Die Leica AF-C1 Kamera ist kompatibel mit Patronen, die Kleinbildfilm enthalten. Es stehen nach wie vor eine große Auswahl an Farb- und Schwarzweißfilmen für dieses Format zur Verfügung.
Zum Beispiel ist der Kodak Portra 400 (Amazon*) eine beliebte Option für Farbaufnahmen, während der Ilford Delta 400 (Amazon*) sich für Schwarzweißbilder eignet.
Bewertungen zeigen, dass beide Filme zuverlässige Ergebnisse liefern und in verschiedenen fotografischen Anwendungen verwendet werden können. Es gibt auch viele andere Filmhersteller, die für die Verwendung mit der Fotokamera geeignete Filmmaterialien im Kleinbildformat anbieten.




