Der AgfaPhoto Color 400 ist ein Farbnegativfilm im Kleinbildformat, der sich durch eine charakteristische Ästhetik und eine interessante Markenhistorie auszeichnet. Der Vertrieb des Filmmaterials erfolgt unter der bekannten Marke AgfaPhoto. Da sich der ursprüngliche Hersteller Agfa-Gevaert bereits in den frühen 2000er-Jahren aus dem Consumer-Filmgeschäft zurückgezogen hat, wird der Markenname heute über Lizenzverfahren (unter anderem durch die Lupus Imaging & Media) für moderne Fotoprodukte genutzt.
Hintergrund und Herstellung
Auf der Verpackung des AgfaPhoto Color 400 ist die Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ vermerkt. In Fachkreisen und Foto-Communitys wird davon ausgegangen, dass das Filmmaterial bei der InovisCoat GmbH in Deutschland gegossen wird.
Aufgrund seiner chemischen und optischen Eigenschaften gilt der Film als eng verwandt mit den Wolfen-Filmen (insbesondere dem Wolfen NC400 von ORWO). Ein prägnantes Merkmal des entwickelten Filmstreifens ist das Fehlen der klassischen, kräftig orangefarbenen Maskierung, die man von herkömmlichen Farbnegativfilmen kennt. Stattdessen weist der Filmträger eine eher gräuliche Basis mit einem leichten Grün- oder Cyan-Stich auf, was auf Rezepturen aus dem Kinofilm-Bereich (Cine-Film) hindeutet.

Filmeigenschaften und Bildästhetik
Die Empfindlichkeit des Films ist mit ISO 400 angegeben. Diese mittlere bis höhere Lichtempfindlichkeit macht den Film zu einem vielseitigen Begleiter für unterschiedliche Lichtverhältnisse. Während niedrigempfindliche Filme (wie ISO 100) primär für helles Sonnenlicht gedacht sind, ermöglicht der ISO-400-Wert das Fotografieren unter wechselhaften Bedingungen.
Der AgfaPhoto Color 400 eignet sich somit für bewölkten Himmel, schattige Motive oder die Street-Fotografie am späten Nachmittag. Dank der integrierten DX-Kodierung auf der Filmpatrone können die meisten elektronischen Kameras die Empfindlichkeit automatisch einlesen.
Lagerung und Handhabung
Damit die Qualität des Filmmaterials über die Zeit nicht beeinträchtigt wird, ist eine sachgemäße Lagerung des unbelichteten Materials wichtig. Es empfiehlt sich, den Film an einem kühlen, trockenen und lichtgeschützten Ort aufzubewahren.
Für eine langfristige Archivierung bietet sich auch die Lagerung im Kühlschrank an. Vor der Verwendung sollte der gekühlte Film jedoch ausreichend Zeit haben, um sich an die Umgebungstemperatur anzupassen, damit sich kein Kondenswasser auf der Emulsion bildet. Zur Vermeidung von latentem Bildabbau und Farbverschiebungen sollte belichtetes Filmmaterial möglichst zeitnah entwickelt werden.
Entwicklung des Films
Um die fertigen Bilder sichtbar zu machen, muss das Filmmaterial im standardisierten C-41-Prozess entwickelt werden. Da es sich hierbei um das weltweit gängigste Verfahren für Farbnegativfilme handelt, kann die Entwicklung problemlos in fast jedem Fachlabor, in Drogeriemärkten oder auch zu Hause mit einem entsprechenden Entwicklungs-Kit und präziser Temperaturkontrolle durchgeführt werden.
Formate und Kamera-Kompatibilität
Der AgfaPhoto Color 400 wird primär als Kleinbildfilm (Typ 135) angeboten und ist standardmäßig in der Konfektionierung mit 24 Aufnahmen erhältlich. Das klassische Aufnahmeformat beträgt dabei 24x36 mm.




