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Olympus OM-2 im Test

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Dieser Artikel widmet sich der Olympus OM-2, einer Kamera, die aus gutem Grund zu meinen Favoriten zählt und mich regelmäßig begleitet. Sie schafft es, das pure analoge Fotografieerlebnis harmonisch mit moderner technischer Unterstützung zu verbinden, was jedes Mal zu schönen Ergebnissen führt.

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Die 1975 vorgestellte Olympus OM-2 ist die Nachfolgerin der OM-1 und erweiterte das OM-System um eine entscheidende Funktion: eine Zeitautomatik. Beim Aussehen der Kleinbildkamera wurde zurecht wenig verändert. Das Team um Chefdesigner Maitani Yoshihisa hat damals wirklich gute Arbeit geleistet und ein zeitloses Design geschaffen.

Allgemein gehören für mich die Olympus-Kameras zu den schönsten Kameras. Seien es die Olympus OM-SLRs, die Olympus XA, die Olympus Trip 35 oder auch die PEN-Kameras. Die Olympus OM-2 gibt es in einer schwarzen und in einer silber-schwarzen Ausführung. Für mich persönlich passt letztere Version besser zu einer analogen Kamera.

Die Olympus OM-2 besticht heute wie damals vor allem durch ihre Größe. Für eine Spiegelreflexkamera ist das Modell sehr klein und leicht. Das reine Gewicht des Gehäuses liegt bei gerade mal 520 Gramm. Zum Vergleich, viele Spiegelreflexkameras aus der Zeit bringen gerne mal 700 Gramm und mehr auf die Waage.

Natürlich passt die OM-2 nicht in die Hosentasche. Aber man merkt den Gewichtsunterschied nach einer längeren Fototour schon deutlich. Trotzdem liegt die Kamera gut in der Hand und fühlt sich solide an. Für Personen mit großen Händen kann das Greifen des etwas kleineren Bodys aber auf Dauer dennoch etwas unangenehm sein.

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Rollei ATO 2.1
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Rollei Infrared Film

Ein Grund, warum ich so gerne mit der OM-2 fotografiere, ist die unmittelbare, haptische Erfahrung, die sie vermittelt. Man erlebt die Fotografie in einer ursprünglichen Form und ist sehr nah am Bild dran. Jeder Schritt hat eine Auswirkung und einen Einfluss auf das Endergebnis.

Das manuelle Fokussieren über den Sucher schult den Blick für das Wesentliche. Der Schnittbildindikator in der Mitte des Sucherbildes ist dabei eine intuitive Hilfe, um die perfekte Schärfe zu finden. Jeder Druck auf den Auslöser wird vom sanften Klicken des Spiegels und dem leisen Surren des Verschlusses begleitet.

Und nach jeder Aufnahme folgt der befriedigende, manuelle Filmtransport mit dem Schnellspannhebel – ein Ritual, das den Wert jeder einzelnen Aufnahme unterstreicht. Diese bewusste Verlangsamung des fotografischen Prozesses fördert eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Motiv und der Bildkomposition.

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DM Paradies 200
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Adox CHS 100 II

Trotz ihres puristischen Charakters bietet die OM-2 eine Reihe von Komfortfunktionen, die den Einstieg erleichtern und auch fortgeschrittenen Fotografen entgegenkommen. Das Herzstück ist der eingebaute Belichtungsmesser mit seiner innovativen “Off-The-Film” (OTF) Messmethode. Dabei wird das Licht direkt von der Filmoberfläche während der Belichtung gemessen, was zu äußerst präzisen Ergebnissen führt, selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen oder Langzeitbelichtungen.

Im “AUTO”-Modus arbeitet die Kamera mit einer Zeitautomatik. Der Fotograf wählt die gewünschte Blende am Objektiv und die Kamera stellt automatisch die passende Verschlusszeit ein, die im Sucher angezeigt wird. Dies ermöglicht ein schnelles und unkompliziertes Fotografieren, bei dem man sich voll auf die Bildgestaltung konzentrieren kann, während man die Kontrolle über die Schärfentiefe behält.

Wer die volle Kontrolle über alle Parameter wünscht, schaltet in den manuellen Modus. Hier wird die Belichtung über eine klassische Nadelanzeige im Sucher abgeglichen.

Eine weitere nützliche Funktion ist die Belichtungskorrektur, die es erlaubt, die von der Automatik vorgeschlagene Belichtung um bis zu zwei Blendenstufen zu über- oder unterbelichten. Dies ist besonders bei Motiven mit hohem Kontrast, wie beispielsweise Gegenlichtaufnahmen, von Vorteil. Die Möglichkeit, einen externen Blitz anzuschließen, erweitert zudem die kreativen Möglichkeiten bei schlechten Lichtverhältnissen.

Ausgelegt ist der Belichtungsmesser für Filme mit einer Empfindlichkeit zwischen ISO 12 und ISO 1600. Damit sind also eigentlich alle wichtigen Werte abgedeckt. Die Einstellung ist manuell, dadurch ist z.B. auch das Pushen eines Films ohne Schwierigkeiten möglich.

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Ein entscheidender Vorteil des Olympus OM-Systems ist die große Auswahl an hochwertigen Zuiko-Objektiven. Für mich persönlich stellt das Zuiko 50mm f/1.4 die ideale Standardbrennweite dar und reicht für die meisten meiner fotografischen Vorhaben vollkommen aus. Es ist lichtstark und liefert scharfe Bilder mit einer angenehmen Farbwiedergabe. Besonders bei Offenblende entfaltet es einen besonderen Charme mit einem weichen, ansprechenden Bokeh, das Motive wunderbar vom Hintergrund freistellt.

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Die Bedienung der OM-2 ist weitgehend intuitiv, weist aber eine Besonderheit auf: Der Ring zur Einstellung der Verschlusszeit befindet sich nicht, wie bei den meisten Spiegelreflexkameras, auf der Oberseite des Gehäuses, sondern um das Objektivbajonett herum. Diese Anordnung ist anfangs vielleicht gewöhnungsbedürftig, ermöglicht aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit eine schnelle Bedienung, da alle wichtigen Einstellungen – Fokus, Blende und Zeit – mit der linken Hand vorgenommen werden können.

Da es sich um eine elektronische Kamera handelt, ist die OM-2 auf Batterien angewiesen. Es empfiehlt sich, stets einen Ersatzsatz dabeizuhaben, wobei ein Batteriewechsel erst nach vielen Rollen notwendig wird.

Weitere nützliche Funktionen der Kamera sind der eingebaute Selbstauslöser, der Anschluss für einen Drahtauslöser, ein Stativgewinde und ein Halter für Informationen zum eingelegten Film auf der Kamerarückseite.

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Fazit

Die Olympus OM-2 ist eine durchdachte und zuverlässige Kamera, die den Fotografen in den Mittelpunkt des kreativen Prozesses stellt. Ihre Kombination aus kompakter Bauweise, intuitiver Bedienung und erstklassiger Bildqualität macht sie zu einer ausgezeichneten Wahl für jeden, der die analoge Fotografie nicht nur ausprobieren, sondern wirklich verstehen und erleben möchte.

Sie ist eine Kamera, die man gerne in die Hand nimmt, die einen dazu inspiriert, hinauszugehen und die Welt durch ihren Sucher zu betrachten – eine Aufnahme nach der anderen, auch 50 Jahre nach ihrer Vorstellung noch.

Filmempfehlungen für die Olympus OM-2

Durch das breite Spektrum an Filmempfindlichkeiten des Belichtungsmessers kann im Prinzip jeder Kleinbildfilm mit der Kamera genutzt werden. In Verbindung mit einem lichtstarken Objektiv, wie dem 50 mm f/1.4, können auch Filme mit einer niedrigen Empfindlichkeit genutzt werden.

Für die Bilder in diesem Artikel kamen unter anderem der DM Paradies 200, Adox CHS 100 II, Adox CHS 25, Rollei ATO 2.1 und der Rollei Infrared Film zum Einsatz.

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Adox CHS 25
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Adox CHS 25
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Club Color NCS 200
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4 Kommentare zu “Olympus OM-2 im Test

  • Phil
    21. Juli 2025

    mein Vater hatte diesen Foto

  • Daniel Boschert
    28. März 2026

    Ist eine meiner Lieblings Kameras.
    Zuverlässig. Liegt sehr gut in der Hand. Super Objektive. Die Kamera macht richtig spaß. Ich liebe sie. 👍🏻

  • Eckehard Göring
    5. Mai 2026

    Sehr guter Artikel, der die Vorteile der Olympus OM-2 sehr gut hervorhebt.
    Eine kleine Korrektur habe ich noch: die Kamera ist ein “Zeitautomat”, kein “Blendenautomat”, die Beschreibung der Funktionsweise ist korrekt, nur eben der Begriff ist verkehrt.

  • Filmphotography.eu
    10. Mai 2026

    Stimmt natürlich. Hier hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen.

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