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Brightin Star 28mm f/2.8 im Test

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Das Brightin Star 28 mm f/2.8 ist ein Objektiv, das durch seine extreme Kompaktheit sofort Aufmerksamkeit erregt. Es sprengt die Grenzen dessen, was man gemeinhin unter einem Pancake-Objektiv versteht und etabliert eine neue Kategorie: das Mikro-Pancake.

Mit seinen ungewöhnlich geringen Abmessungen von 51,4 mm Durchmesser und einer Gesamtlänge von nur 21,5 mm, wovon lediglich 9,9 mm über den Bajonettanschluss hinausragen, ist es ein faszinierendes Stück Ingenieurskunst und ein potenzieller Begleiter für Fotografen, die Wert auf minimalen Platzbedarf legen.

In dieser Review schauen wir uns das Objektiv aus China etwas genauer an.

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Handhabung und Verarbeitung

Das Brightin Star 28 mm f/2.8 ist mit einem Leica-M-Anschluss ausgestattet. Es kann mit digitalen und analogen Leicas verwendet werden. Mit Adaptern ist auch eine Nutzung an anderen Digitalkameras möglich. Es setzt sich aus 6 Linsen in 5 Gruppen zusammen und hat 9 Blendenlamellen.

Die Verarbeitung des Brightin Star 28 mm f/2.8 überrascht angesichts des Preises (rund 300 US-Dollar) und der geringen Größe. Das Messinggehäuse verleiht ihm ein wertiges Gewicht von 125 Gramm und eine robuste Haptik. Die schwarze Lackierung unterstreicht den edlen Eindruck.

Die rein manuelle Bedienung erfordert jedoch gezielte Übung. Der Fokussiermechanismus, bestehend aus einem kleinen, an der Vorderseite des Objektivs angebrachten Hebel, erlaubt eine präzise Scharfstellung, kann aber gerade in dynamischen Situationen oder mit kalten Händen eine Herausforderung darstellen. Der Fokusweg von ca. 55° zwischen Nah- und Unendlichstellung erfordert ein gutes Gefühl und feine Motorik.

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Die Blendeneinstellung erfolgt über einen ebenfalls an der Vorderseite platzierten, sehr schmalen Ring. Die geringe Breite und der kurze Drehweg machen die präzise Wahl der gewünschten Blende ohne visuelle Kontrolle schwierig.

Hinzu kommt das Fehlen einer Rastung zwischen den Blendenstufen, wodurch sich die eingestellte Blende leicht unbeabsichtigt verstellen kann. Die extrem flache Bauweise des Objektivs verhindert eine komfortable Kontrolle der Blende während des Blicks durch den Sucher.

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Größenvergleich mit dem Helios 58mm
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Das Objektiv neben dem Objektivdeckel

Die Beschriftungen auf dem Objektiv verleihen ihm einen schicken Retro-Look. Etwas vorsichtig sollte man beim Objektivwechsel sein, da die geringe Größe wenig Fläche zum Greifen bietet.

Im Lieferumfang befindet sich ein ebenfalls sehr kleiner UV-Filter mit einem Durchmesser von 25,5 mm, der die Frontlinse vor Kratzern und Staub schützt. Er kann anstelle des mitgelieferten Schraubdeckels verwendet werden und trägt dazu bei, das Objektiv noch kompakter zu halten.

Optische Leistung

Die optische Leistung des Brightin Star 28 mm f/2.8 ist ambivalent. Im Zentrum des Bildes zeigt das Objektiv bereits bei Offenblende eine beachtliche Schärfe und Detailzeichnung. Der Mikrokontrast ist ausgeprägt, was zu einer plastischen und dreidimensionalen Darstellung beiträgt. Die Farbwiedergabe ist natürlich und tendenziell etwas gesättigt, was den Bildern einen angenehmen Look verleiht.

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In den Randbereichen des Bildes nimmt die Schärfe deutlich ab, was vor allem bei Landschaftsaufnahmen oder Architekturfotos auffällt. Diese Randunschärfe (Vignettierung) muss man mögen, kann aber einen interessanten Effekt auf die Bildwirkung und den Fokus haben. Ähnliche Effekte findet man bei analogen Kameras wie der Holga.

Starke Flares konnte ich bei dem Objektiv eigentlich nicht feststellen. Allerdings war ich beim Testen des Brightin Star 28 mm f/2.8 nicht mit strahlendem Sonnenschein gesegnet.

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Ein weiterer, auffälliger Effekt ist die ausgeprägte Bildfeldwölbung. Dadurch können Objekte, die in der Bildmitte scharfgestellt sind, am Bildrand unscharf erscheinen, während gleichzeitig Objekte im Hintergrund, die eigentlich außerhalb des Schärfebereichs liegen sollten, in den Ecken scharf abgebildet werden. Dieser Effekt kann zu ungewöhnlichen Bildern führen.

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Etwas schade ist der Minimalabstand von 70 cm zum Motiv. Das mag auf den ersten Blick nach nicht viel klingen, aber gerade bei einem Weitwinkelobjektiv möchte man mitunter näher an das Motiv heran.

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Fazit zum Brightin Star 28 mm f/2.8

Das Brightin Star 28 mm f/2.8 ist ein Nischenobjektiv für Fotografen, die höchsten Wert auf Kompaktheit legen und bereit sind, Kompromisse bei der optischen Leistung, insbesondere in den Randbereichen, einzugehen.

Die ungewöhnliche Handhabung erfordert einige Übung und Gewöhnung. Wer sich jedoch die Zeit nimmt, die Eigenheiten des Objektivs zu erlernen und seine Stärken gezielt einzusetzen, kann mit ihm interessante und charaktervolle Bilder erzeugen.

Es ist kein Objektiv für alle Alltagssituationen. Es eignet sich gut in Kombination mit einem 50-mm- oder 35-mm-Objektiv, je nach Präferenz. So kann man das Brightin Star etwa auf Reisen einfach in der Tasche haben und einsetzen, wenn man weitwinkliger fotografieren möchte und eine Linse mit Charakter benötigt.

Testfotos mit dem Objektiv

Alle Bilder bis zu diesem Punkt kommen direkt aus der Kamera (bis auf die Blendenserie). Sie wurden mit einer Sony A7R II und passendem Adapter gemacht. Die folgenden Bilder wurden zusätzlich mit Lightroom nachbearbeitet.

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5 Kommentare zu “Brightin Star 28mm f/2.8 im Test

  • Agneta
    3. Februar 2025

    Dieses Objektiv sieht wirklich interessant aus! Ich kenne diese Marke nicht, aber die Spezifikationen klingen vielversprechend. Ich werde auf jeden Fall noch etwas mehr recherchieren. Danke für die Rezension!

  • Herbert
    3. Februar 2025

    @Agneta Ich habe das Objektiv auch und kann es empfehlen. Genauso das 35er von BS

  • Sebastian Schnelle
    4. Februar 2025

    Ich suche ein Objektiv für meine Leica M8. Daher ist diese Kritik heute durchaus aktuell.

  • Alena
    4. Februar 2025

    Passt das 28mm auch an eine Voigtländer 35mm Kamera

  • Filmphotography.eu
    4. Februar 2025

    Das Brightin Star sollte eigentlich passen.

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