Kompakte Festbrennweiten erfreuen sich auf Kameras mit Sony E-Mount einer stetigen Beliebtheit. Mit dem 7Artisans AF 40mm f/2.5 bietet der chinesische Hersteller eine sehr leichte Option für Fotofreunde an. In diesem Erfahrungsbericht betrachten wir, wie sich die Optik in der Praxis schlägt und für wen sich die Anschaffung lohnt.

Technische Daten des 7Artisans AF 40mm f/2.5
Das Objektiv ist für den Einsatz an Vollformatsensoren konzipiert, lässt sich aber ebenso an APS-C-Kameras nutzen. Die Brennweite von 40 Millimetern ordnet sich exakt zwischen den weit verbreiteten Optionen mit 35 und 50 Millimetern ein. Diese Perspektive bietet einen sehr natürlichen Sehwinkel, welcher dem menschlichen Auge nahekommt.

Die maximale Blendenöffnung liegt bei f/2.5 und erlaubt eine solide Freistellung sowie eine gute Lichtausbeute bei nachlassendem Tageslicht. Abblenden lässt sich das optische System bis zu einer Schließung von f/16.
Optisch setzt das Gehäuse auf sieben Linsenelemente, welche in sechs Gruppen angeordnet sind. Darunter befinden sich spezielle Linsen zur Korrektur von Abbildungsfehlern, um auch an hochauflösenden Sensoren eine brauchbare Schärfe zu erzielen.
Neun Blendenlamellen sollen für eine gleichmäßige Unschärfe im Hintergrund sorgen. Die Naheinstellgrenze beträgt vierzig Zentimeter, was für alltägliche Motive und Nahaufnahmen im Alltag völlig ausreichend ist.
Auf der Vorderseite befindet sich ein Filtergewinde mit einem Durchmesser von 46 Millimetern, was den Einsatz von kompakten Filtern ermöglicht. Für die automatisierte Scharfstellung ist ein Schrittmotor verbaut, welcher auch Gesichts- und Augenerkennung unterstützt.
Eine Besonderheit am Bajonett ist der integrierte USB-C-Anschluss, über den sich spätere Softwareupdates unkompliziert durchführen lassen. Ein passendes USB-Kabel liegt dem Lieferumfang bei. Ebenso kommt das Objektiv mit einer Streulichtblende.
Als ich die Box mit dem Objektiv das erste Mal in der Hand hielt, war ich etwas unsicher, ob nicht ein Fehler vorlag und das Objektiv überhaupt nicht in der Kiste war. Das Objektiv ist schon sehr leicht, besonders für ein Vollformatobjektiv.
Das Gewicht liegt bei knapp 100 Gramm, was die Bauweise extrem tragbar macht. Die Länge beträgt lediglich vier Zentimeter, wodurch das Gehäuse kaum aus der Kamera hervorragt. Das Objektiv besteht primär aus Kunststoff, wobei der Bajonettanschluss aus Metall gefertigt ist.
Ein Schalter am Gehäuse erlaubt den schnellen Wechsel zwischen automatischem und manuellem Fokus. Zusätzlich ist ein Blendenring, welcher eine direkte Einstellung der Blendenstufe ermöglicht, und ein Funktionsknopf vorhanden.
Ein großes Argument für viele ist sicher auch der Preis. Dieser liegt je nach Anbieter bei rund 160 Euro (170 US-Dollar). Dies ist ein sehr niedriger Preis für ein Autofokus-Objektiv für Vollformatkameras.
In der Praxis
Der Übergang von den reinen Messwerten zur praktischen Nutzung offenbart schnell die Stärken und Schwächen dieser Festbrennweite im täglichen Gebrauch. Im praktischen Einsatz zeigt sich das geringe Gewicht als spürbarer Vorteil bei längeren Spaziergängen und Ausflügen. Wer die Kamera den ganzen Tag über der Schulter trägt, wird die geringe Belastung der Ausrüstung schnell schätzen lernen.

Vom Feeling her kann das Plastikgehäuse natürlich nicht mit einem Gehäuse aus Metall konkurrieren. Das Material fühlt sich einfacher an und besitzt nicht die haptische Wertigkeit. Dafür ist es aber auch angenehm leicht und kompakt geblieben, was im Alltag oft wertvoller ist als ein hohes Eigengewicht.
Bezüglich der Handhabung an der Kamera gab es im Test gemischte Eindrücke. Vom Balancing her ging es noch an der Sony A7R II, da das Gehäuse hier nicht zu frontlastig wirkt. Noch besser ist natürlich eine noch kompaktere Kamera, wie etwa ein Modell aus der Sony A7C-Reihe oder ein modernes APS-C-Gehäuse.

Die Brennweite von 40mm finde ich nicht schlecht, das ist aber natürlich abhängig von Motiven und dem eigenen Stil. Für Streetfotografie, Reportagen und beiläufige Schnappschüsse bietet der Bildwinkel ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Umfeld und Hauptmotiv.
Sehr gefällt mir der Blendenring. Ich habe wieder gemerkt, wie sehr ich ihn doch an meinen Sony-Objektiven vermisse. Die Blende ist vor ISO und Belichtungszeit meine bevorzugte Einstellung bei der Bildgestaltung. Dies immer direkt im Blick zu haben und schnell zu verändern, ist schon sehr angenehm im Fotografieralltag. Der Ring rastet spürbar ein und ermöglicht eine präzise Wahl der Blendenöffnung.
Ein kleiner Mangel zeigt sich jedoch im Abstandsmaß der Steuerungselemente. Der Abstand zwischen Fokusring und Blendenring könnte etwas größer sein. Bei der manuellen Fokussierung passiert es gelegentlich, dass man versehentlich an den Blendenring gerät oder die beiden Ringe verwechselt.
Schwäche ist in meinen Augen der Autofokus. Der Autofokus arbeitet teilweise suchend und etwas laut. Bei ruhigen Umgebungen kann das Geräusch des Schrittmotors durchaus wahrnehmbar sein. Wenn sich Motive schnell bewegen oder wenig Licht vorhanden ist, benötigt das System gelegentlich etwas Zeit zur Fokussierung.
Für manche ist sicher auch die maximale Blendenöffnung von f/2.5 ein Nachteil. Wobei ich f/2.5 in der Regel bei einer Brennweite von 40mm schon ausreichend finde. Die Unschärfe im Hintergrund reicht für eine saubere Trennung des Motivs aus und das Bokeh wirkt keineswegs störend.

Fazit zum 7Artisans AF 40mm f/2.5
Das Objektiv hat mich doch überrascht. Trotz der offensichtlichen Abstriche beim Gehäusematerial und bei der Autofokusleistung bietet die Festbrennweite ein überzeugendes Gesamtpaket. Es macht durchaus Spaß in der Nutzung und macht gleichzeitig schöne Bilder mit einer klaren Durchzeichnung. Auf jeden Fall ist das Objektiv sein Geld wert.
Die Farbwiedergabe ist neutral und die Schärfe im Zentrum erreicht bereits bei verhältnismäßig kleiner Blendenöffnung ein sehr brauchbares Niveau. Für die Streetfotografie und alltägliche Fotowalks stellt die Linse eine praktikable Lösung dar.
Wer auf der Suche nach einem unkomplizierten Begleiter ist, der die Kamera nicht beschwert, bekommt hier eine interessante Option geboten. Der manuelle Blendenring wertet das Nutzungserlebnis deutlich auf und gleicht manche kleine Schwäche im Bereich der Mechanik wieder aus. Es zeigt sich einmal mehr, dass praktische Handhabung und ein geringes Gewicht in der Fotografie oft wichtiger sind als perfekte Laborwerte.
7Artisans AF 40mm f/2.5 kaufen
Das 7Artisans AF 40mm f/2.5 lässt sich über den Fachhandel sowie über gängige Online-Plattformen wie etwa Amazon erwerben. Auf Amazon findet man das Objektiv häufig zu attraktiven Konditionen mit schnellen Lieferzeiten. Ein Kauf ist aber auch über den 7Artisans Online-Store möglich.
Weitere Beispielbilder
Alle Beispielbilder in diesem Artikel wurden mit der Sony A7R II aufgenommen. Bearbeitet wurden sie mit Adobe Lightroom.




























































































































