Die Kaufhauskette Montgomery Ward, 1872 in Chicago gegründet, bot unter ihrer Eigenmarke “Wards” eine vielfältige Auswahl an Fotoausrüstung an. Ähnlich wie andere große Kaufhäuser ihrer Zeit verkaufte Wards Kameras, die von renommierten Herstellern produziert und dann unter dem eigenen Namen vertrieben wurden.
Die Produktpalette von Wards war breit gefächert und umfasste Kameras für jeden Geldbeutel und Anspruch. Darunter befanden sich umgelabelte Modelle bekannter Marken wie Konica, Agilux und Minolta. So verbirgt sich beispielsweise hinter der “Wards SLR 700” eine “Konica FP”, und die “Wards Econo 35” ist eine in England von Agilux hergestellte Kamera. Auch Modelle von Beauty und Walz wurden unter dem Namen Wards verkauft.
Das Angebot reichte von einfachen Sucherkameras wie der “Wards Econo 35” mit festem Fokus und wenigen Einstellungsmöglichkeiten, die sich ideal für Einsteiger eignete, bis hin zu anspruchsvolleren Spiegelreflexkameras wie der “Wards SLR 700”, die manuelle Einstellungen und Wechselobjektive ermöglichte.
Messsucherkameras wie die “Wards am551”, eine umbenannte Konica Auto S2, waren für ihre hochwertige Verarbeitung und scharfen Objektive bekannt.
Wards-Kameras wurden hauptsächlich in den 1950er und 1960er Jahren verkauft. Ab etwa 1970 begann Montgomery Ward damit, die Kameras vermehrt unter dem ursprünglichen Herstellernamen anzubieten.


