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Kentmere Pan 200

  • Marke: Kentmere
  • Firmenname der Marke: Harman Technology Limited
  • Name: Kentmere Pan 200
  • Formate: 35mm / Kleinbild, 120 / Mittelformat
  • Nennempfindlichkeit: ISO 200
  • Typ: Schwarzweißfilm
  • Verfügbarkeit: Verfügbar (Stand 05/2025)

Der Kentmere Pan 200 ist ein Schwarzweißfilm, hergestellt von HARMAN Technology Limited unter der Marke Kentmere. Er wurde am Anfang Mai 2025 vorgestellt. Er ist neben dem Kentmere Pan 100 und dem Pan 400, der dritte Kentmere Pan Film.

Eigenschaften und Empfindlichkeit

Der Kentmere Pan 200 ist ein panchromatisch sensibilisierter Schwarzweißfilm mittlerer Empfindlichkeit. Er eignet sich für vielfältige Innen- und Außenaufnahmen bei guten Lichtverhältnissen. Der Film zeichnet sich durch feines Korn, gute Schärfe und einen mittleren bis hohen Bildkontrast aus, was ihn zu einer guten Wahl für hochwertige Vergrößerungen oder hochauflösende Scans macht.

Die Nennempfindlichkeit des Films beträgt ISO 200/24° (gemessen mit ILFORD ID-11 Entwickler bei 20°C). Er kann jedoch auch auf EI 100/21° gepullt oder auf EI 400/27° gepusht werden, wobei die Entwicklungszeiten entsprechend angepasst werden müssen.

Belichtung und Filter

Bei Belichtungszeiten zwischen 1 Sekunde und 1/10.000 Sekunde ist keine Korrektur des Reziprozitätsfehlers notwendig. Für längere Belichtungen als 1 Sekunde muss die Belichtungszeit gemäß der Formel Ta = Tm1.26 (Ta = angepasste Zeit, Tm = gemessene Zeit) verlängert werden.

Der Film kann mit allen gängigen Filtertypen verwendet werden. Kameras mit TTL-Belichtungsmessung passen die Belichtung meist automatisch an. Bei manchen Automatikkameras kann die Korrektur für tiefe Rot- und Orangefilter zu einer Unterbelichtung von bis zu 1 1/2 Blendenstufen führen.

Lagerung

Um Qualitätsverluste zu vermeiden, sollte unbelichteter Kentmere Pan 200 Film kühl (10–20°C), trocken und in seiner Originalverpackung gelagert werden. Eine Lagerung im Kühlschrank oder Gefrierschrank ist möglich, wobei der Film vor Gebrauch ausreichend Zeit zum Akklimatisieren benötigt.

Belichteter Film sollte möglichst bald entwickelt und bis dahin ebenfalls kühl und trocken aufbewahrt werden. Verarbeitete Negative lagert man am besten kühl (10–20°C), trocken, dunkel und in geeigneten Schutzhüllen (z.B. aus Zellulose-Triacetat, Mylar, säurefreiem Papier pH 6,5–7,5 oder inertem Polyester).

Entwicklung des Films

Die Handhabung des Films muss in völliger Dunkelheit erfolgen.

Die Entwicklung des Pan 200 erfolgt in Schwarzweißentwicklern. Das technische Datenblatt listet empfohlene Zeiten für diverse ILFORD-Entwickler (z.B. ILFORD ID-11, ILFOTEC DD-X, MICROPHEN, PERCEPTOL, ILFOSOL 3, ILFOTEC HC, ILFOTEC LC29) und auch für Kodak D-76, jeweils für verschiedene Verdünnungen und Filmempfindlichkeiten (EI 100, 200, 400). Die Entwicklung kann im Fotolabor oder selbst durchgeführt werden. Unterschiedliche Entwickler beeinflussen das Korn, die Schärfe und den Kontrast des Negativs.

Entwicklungszeiten

EntwicklerMischverhältnisEntwickler / WasserISOZeitTemperatur
ILFOTEC DD-X1+4 1007:00 min20°C
ILFOTEC DD-X1+4 2009:00 min20°C
ILFOTEC DD-X1+4 40012:30 min20°C
ILFOSOL 31+9 2005:30 min20°C
ILFOSOL 31+14 1004:30 min20°C
ILFOSOL 31+14 2007:30 min20°C
ILFOTEC HC1+15 2004:00 min20°C
ILFOTEC HC1+15 4007:30 min20°C
ILFOTEC HC1+31 1004:45 min20°C
ILFOTEC HC1+31 2006:00 min20°C
ILFOTEC HC1+31 40010:00 min20°C
ILFOTEC LC291+9 2004:00 min20°C
ILFOTEC LC291+9 4004:45 min20°C
ILFOTEC LC291+19 1004:45 min20°C
ILFOTEC LC291+19 2006:00 min20°C
ILFOTEC LC291+19 4007:30 min20°C
ILFOTEC LC291+29 1007:00 min20°C
ILFOTEC LC291+29 20010:30 min20°C
ID-11Stock 1005:00 min20°C
ID-11Stock 2007:30 min20°C
ID-111+1 1006:00 min20°C
ID-111+1 2008:45 min20°C
ID-111+3 10012:30 min20°C
MICROPHENStock 2005:30 min20°C
MICROPHENStock 4008:00 min20°C
MICROPHEN1+1 2007:00 min20°C
MICROPHEN1+1 40010:00 min20°C
MICROPHEN1+3 2009:45 min20°C
PERCEPTOLStock 10010:00 min20°C
PERCEPTOLStock 20013:00 min20°C
PERCEPTOL1+1 10014:00 min20°C
PERCEPTOL1+1 20016:00 min20°C
Kodak D-76Stock 1005:00 min20°C
Kodak D-76Stock 2007:30 min20°C
Kodak D-761+1 1006:00 min20°C
Kodak D-761+1 2008:45 min20°C
Kodak D-761+3 10012:30 min20°C

Berechnung der Entwicklungslösung
Wie viel Entwicklungslösung benötigst du?

Verarbeitungsschritte

Der Film ist robust und kann in allen gängigen Verarbeitungsgeräten (Spiral- und Tankdosen, Rotationsprozessoren, Schalen, Hängeentwicklungsmaschinen) entwickelt werden.

  • Agitation: Für die Verarbeitung in Spiral- oder Tankdosen wird intermittierende Bewegung empfohlen: die ersten 10 Sekunden konstant kippen, danach die ersten 10 Sekunden jeder weiteren Minute viermal kippen. Bei kontinuierlicher Agitation (z.B. Rotation) oder in Rotationsprozessoren ohne Vorwässerung sind die Zeiten um bis zu 15% zu verkürzen. Ein Vorwässern wird nicht empfohlen, da es zu ungleichmäßiger Entwicklung führen kann.
  • Stoppbad: Nach der Entwicklung wird ein saures Stoppbad (z.B. ILFORD ILFOSTOP, Verdünnung 1+19, 10-30 Sekunden bei 18-24°C) empfohlen, um den Entwicklungsprozess präzise zu beenden und das Fixierbad zu schonen.
  • Fixierbad: Empfohlen werden ILFORD RAPID FIXER oder HYPAM FIXER (Verdünnung 1+4, 2-5 Minuten bei 18-24°C).
  • Wässerung: Standardmäßig 5-10 Minuten unter fließendem Wasser (Temperatur innerhalb von ±5°C der Verarbeitungstemperatur). Für Spiral-Tanks gibt es eine wassersparende Methode: Tank füllen, 5x kippen, entleeren; Tank füllen, 10x kippen, entleeren; Tank füllen, 20x kippen, entleeren.
  • Netzmittel: Ein Schlussbad in Netzmittel (z.B. ILFORD ILFOTOL, 1+200, ca. 5ml pro Liter) fördert fleckenfreies Trocknen. Die Menge kann je nach Wasserhärte angepasst werden.
  • Trocknung: Zur Vermeidung von Trockenflecken kann der Film vorsichtig mit einem sauberen Filmabstreifer oder Fensterleder abgezogen werden. Die Trocknung sollte bei 30–40°C im Trockenschrank oder bei Raumtemperatur an einem sauberen, staubfreien Ort erfolgen.

Weiterverarbeitung

Nach der Verarbeitung liegen die Negative als Filmstreifen vor. Diese können dann entweder klassisch für Fotoabzüge im Fotolabor vergrößert oder digitalisiert werden. Aufgrund seiner Eigenschaften (feines Korn, gute Schärfe) eignet sich der Kentmere Pan 200 gut für hochwertige Vergrößerungen und hochauflösende Scans.

Die Digitalisierung kann durch ein Fotolabor erfolgen oder mit einem eigenen Filmscanner durchgeführt werden. Die digitalen Daten können anschließend weiterbearbeitet oder für Ausdrucke verwendet werden.

Formate des Kentmere Pan 200

Der Kentmere Pan 200 ist in zwei populären Formaten erhältlich.

Am bekanntesten ist der Kleinbildfilm (135er Film), oft einfach als 35mm-Film bezeichnet. Für dieses Format gibt es den Kentmere Pan 200 in praktischen, DX-kodierten Patronen mit 24 oder 36 Aufnahmen, die von vielen Kameras automatisch erkannt werden. Wer gerne selbst konfektioniert, kann auch zur günstigeren Meterware greifen.

Dieser Film passt in unzählige Kameras, von legendären Spiegelreflexmodellen wie der Canon AE-1 oder Nikon FM2 über Messsucherkameras wie die Leica M-Serie bis hin zu vielen Kompaktkameras.

Für Fotografen, die eine höhere Bildqualität durch ein größeres Negativ anstreben, gibt es den Kentmere Pan 200 als Mittelformatfilm (120er Rollfilm). Dieser ermöglicht verschiedene Aufnahmeformate wie das quadratische 6×6 cm oder das rechteckige 6×7 cm, je nach Kameratyp.

Typische Kameras für dieses Format sind beispielsweise klassische zweiäugige Spiegelreflexkameras (TLRs) wie die Rolleiflex, modulare Systeme wie Hasselblad oder Mamiya, aber auch ältere Faltkameras.

Technische Daten

Technische Spezifikationen des Films
EigenschaftSpezifikation
KleinbildformatJa
Stärke des Trägermaterials (Kleinbild)125 µm
DX-Kodierung auf PatroneJa
Mittelformat / RollfilmJa
Stärke des Trägermaterials (Mittelformat)125 µm
EntwicklungsprozessSchwarzweissentwickler
Pushbar bisISO 400
Pullbar bisISO 100
Erscheinungsdatum2025
ProduktionslandGroßbritannien

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